Psychologische Strömungen und Paradigmen im 19. Jahrhundert von Dr. Gerlind Pracht

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Psychologische Strömungen und Paradigmen im 19. Jahrhundert“ von Dr. Gerlind Pracht ist Bestandteil des Kurses „Einführung in die Psychologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Inhaltsüberblick
  • Positivismus und naiver Empirismus
  • Materialismus - Fortschritt der Biologie und Medizin
  • Sinnesphysiologische Forschung und Psychophysik
  • Paradigma der Bewusstseinspsychologie
  • Paradigma der Phänomenologischen Psychologie

Quiz zum Vortrag

  1. Induktion heißt, von einer Beobachtung bzw. Erfahrung auf eine allgemeine Gesetzmäßigkeit zu schließen.
  2. Der Empirismus vertritt die Auffassung, dass man durch Nachdenken zur Erkenntnis gelangt.
  3. Der Aufklärer David Hume verfasste die Schrift „Kritik der reinen Vernunft“.
  4. Die Völkerpsychologie beruht auf der Evolutionstheorie von Charles Darwin.
  5. Im Mittelpunkt der Massenpsychologie von Gustave Le Bon standen kulturvergleichende Studien.
  1. Das Weber-Fechner-Gesetz besagt, dass die Intensität einer subjektiven Empfindung linear mit der Reizstärke zunimmt.
  2. Hermann von Helmholtz arbeitete als Physiologe und Physiker und gilt als Begründer des Materialismus.
  3. Laut dem Energiererhaltungssatz nach v. Helmholtz existiert kein Vitalkraft.
  4. Aus dem Energieerhaltungssatz von v. Helmholtz resultiert die Rückführbarkeit aller Phänomene auf physische Prozesse.
  5. Sämtliche physiologische Funktionen unterliegen nach Helmholtz physikalischen bzw. chemischen Gesetzen.
  1. Nach dem Weber-Fechner-Gesetz wächst die Stärke einer subjektiven Empfindung gegenüber dem physikalischen Reiz nicht linaer mit der Reizstärke, sondern exponentiell.
  2. Wichtige Gründerväter sind der deutsche Psychologe und Physiker Gutav Theodor Fechner und der deutsche Physiologe und Anatom Ernst Heinrich Weber.
  3. Die Psychophysik entstand aus dem Wunsch heraus, psychologische Vorgänge nach dem Vorbild der Physik als Naturwissenschaft erfassen und beschreiben zu können.
  4. Das Weber-Fechner-Gesetz galt als Meilenstein bei dem Versuch, die Psychologie als eigenständige Wissenschaft zu etablieren.
  5. Das Weber-Fechner-Gesetz besagt, dass zur Verdopplung der Intensiät einer Empfindung eine Quadrierung der physikalischen Reizintensität notwendig ist.
  1. Die Quotienten aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.
  2. Die Produkte aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.
  3. Die Logarithmen aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.
  4. Die Quotienten aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa linear zur verstrichenen Zeit.
  5. Die Produkte aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa linear zur verstrichenen Zeit.
  1. Im Fokus der Bewusstseinspsychologie stehen objektive Wahrnehmung eines Subjekts und unbewusst stattfindende Prozesse.
  2. Der Begründer Wilhelm Maximilian Wundt gilt als Vertreter eines psychophysiologischen Parallelismus.
  3. Ziel der Bewusstseinspsychologie nach Wundt war es, seelische Vorgänge auf Grundlage physiologischer Veränderungen erklären zu können.
  4. Die Bewusstseinspsychologie betrachtet Gegenstände,insofern sie erfahren werden, in ihrer Abhägigkeit vom Subjekt.
  5. Themen, mit denen sich die Bewusstseinspsychologie eingehend beschäftigt hat, sind auch heute noch aktuell.
  1. Während seelische Abläufe als willkürlich interpretiert werden, gelten Assoziationen als höchtes Gut der phänomenologischen Psychologie.
  2. Die Auffassung der Würzburger Schule gilt als Vorläufer der heutigen Kognitions- und Motivationspsychologie.
  3. Grundbegriffe sind Seele, Ich, Subjekt, Bewusstseins und Seelenvermögen.
  4. Die phänomenologische Psychologie interessiert sich für Wahrnehmung von Phänomenen als Ganze.
  5. Die Würzburger Schule arbeitet mit experimenteller, systematischer ex-post-Selbstbeobachtung.

Dozent des Vortrages Psychologische Strömungen und Paradigmen im 19. Jahrhundert

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht ist Arbeits- und Organisationspsychologin aus Minden. Als Orthoptistin besitzt sie eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung. Die Mutter zweier Kinder studierte Psychologie, an der FernUniversität Hagen mit den Nebenfächern Erziehungs- und Rechtswissenschaft und schloss dieses erfolgreich mit dem Magister Artium ab. Aktuell arbeitet sie in der virtuellen Fernlehre an der FernUniversität Hagen im Bachelorstudiengang B. Sc. Psychologie. Freiberuflich liegt ihr Tätigkeitsspektrum im Bereich (Online)Coaching, Training, Beratung und Moderation sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement und Führung. Die Themen ‚Stressbewältigung für verschiedene Zielgruppen‘ und ‚Entwicklung von Stressmanagement-Training und Online-Coaching‘ sind ihre ausgewiesenen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte. Gerlind Pracht ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Weiter Informationen finden Sie hier: http://www.gerlind-pracht.de

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... 3. Materialismus 4. Sinnesphysiologische Forschung und Psychophysik 5. Experimentelle Psychologie des Lernens 6. Die Leipziger Schule ...

... skeptisches und metaphysikfreies Philosophieren regte Immanuel Kant zur ‚Kritik der reinen Vernunft‘ an. Mittelbar wirkte Hume als Vordenker der Aufklärung auf moderne Richtungen des Positivismus und der ...

... zusammengesetzt, aufgebaut und abgeleitet. Sinneseindrücke und Ideen (durch Induktion) als Grundmaterial des Geistes. Induktionsproblem: Prinzip der Induktion muss der ...

... Sir Edward Burnett Tylor, James G. Frazer, Sir Francis Galton Psychologische Strömungen und Paradigmen im 19. ...

... vergleichendes Studium der Völker Massenpsychologie Gustave LeBon (1841-1931) Massenpsychologie, Massenprozesse und deren Wirkung auf Individuen Gegenstand ...

... unveränderlich. Keine Existenz einer Lebenskraft (Vitalkraft). Erklärung aller Phänomene durch Zurückführung auf organisch bewegte Materie. Physiologische Funktionen = physikalische und/oder chemische Prozesse und unterliegen Gesetzen mechanischer ...

... die Wahrheit geltend zu machen, dass im Organismus keine anderen Kräfte wirksam sind als die gemein physikalisch- chemischen.“ Anwenden empirisch-naturwissenschaftlicher Methoden ...

... Reizschwellen (Stechzirkelversuch, Gewichte) Fechner: für verschiedene Sinnesreize verschiedene Quotienten - Weber-Fechner-Konstante, später Weber-Fechner-Gesetz. Meilenstein, Psychologie als eigene Wissenschaft zu etablieren. Psychologische ...

... physikalischen Reiz wächst nicht linear mit der Reizstärke, sondern logarithmisch. E (Empfindung)= c (Konstante) logR(Reizintensität). Zur ...

... sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.“ Psychologische Strömungen und Paradigmen im 19. ...

... (1850-1934), Psychologe und Verfechter einer streng experimentellen Psychologie. Psychophysik, Gedächtnis, assoziationspsychologische Position, ...

... Seelische Vorgänge auf Grundlage physiologischer Veränderungen erklären, Bewusstsein in Kleinstbestandteile zerlegen. Experiment (Wundt): Empfindungsstärke, Aufmerksamkeitsspanne etc.; Beispiel: Zahlen oder Wörter nachsprechen Psychologische ...

... Tatsachen des Bewusstseins, ihre Verbindung und Beziehung untersuchen, um schließlich Gesetze aufzufinden, von denen diese Beziehung beherrscht wird.“ (Wundt, 1911, S.1). Fokus: innere ...

... Apperzeption. Voluntarismus. Heute keine Bewusstseinspsychologie, aber Themen wie Psychologie der Aufmerksamkeit, der Vigilanz und Konzentration; Wechsel von Aktiviertheitszuständen und funktionale Rolle des Bewusstseins beleuchtet. ...

... Bewusstsein und Seelenvermögen. „…Alle Einzelheiten unseres Bewusstseins werden zu Einheiten, zu Ganzen zusammengefasst, in denen eine Tendenz, ein Gedanke, ein Ziel, eine Aufgabe im Mittelpunkt ...

... ganz komplex, dabei nur M. gesprochen. Dann das Bewusstsein: ich konnte sie mir gleich vergegenwärtigen, wenn ich mich darauf besänne. Einen Moment Schwanken, ob ich’s tun solle, dann gleich ja“ (Bühler, 1907, S.304f.). Experimentelle, systematische Selbstbeobachtung (ex-post) ...

... (Kategorien) Vorläufern der heutigen Kognitions- und Motivationspsychologie seelische Abläufe als zielgerichtet wahrgenommen, Unbewusstes akzeptiert, Assoziationismus abgelehnt, phänomenologischen Psychologie als wissenschaftlicher Zugang ...