Bezugssysteme von Krankheit & Gesundheit von PD Dr. rer. medic. Sven Benson

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Über den Vortrag

In diesem einleitenden Kapitel werden grundlegende Begriffe der Medizinischen Psychologie und Soziologie erläutert. Ziel ist es, diese Grundbegriffe für Krankheit und Gesundheit als Basis für die folgenden Kapitel zu verstehen.

Der Vortrag „Bezugssysteme von Krankheit & Gesundheit“ von PD Dr. rer. medic. Sven Benson ist Bestandteil des Kurses „Psychologie und Soziologie für Mediziner“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Einführung Med. Psychologie und Soziologie
  • 1.1 Bezugssysteme von Krankheit und Gesundheit
  • 1.1.2 Die betroffene Person
  • Gesundheitsbezogene Kognitionen
  • 1.1.3 Medizin als Wissens- und Handlungssystem
  • 1.1.4 Die Gesellschaft

Quiz zum Vortrag

  1. Ein Kind dessen arbeitslose Eltern starke Alkoholiker sind, nimmt sehr motiviert am Schulunterricht teil.
  2. Ein Mensch nimmt sein Leben nicht als sinnbehaftet war.
  3. Eine chronisch kranke Frau zeigt kein Interesse an einer Therapie, weil sie nicht an eine Heilung glaubt.
  4. Eine Studentin möchte ihr Studium beenden, nachdem sie das erste Mal durch eine Prüfung gefallen ist.
  5. Der Sohn einer Flüchtligsfamilie hat seit dem Verlassen des Kriegsgebiets nicht mehr gesprochen.
  1. Rezidivbildung
  2. Resilienz
  3. Dispositionaler Optimismus
  4. Internale Kontrollüberzeugung
  5. Selbstwirksamkeitserwartung
  1. ...orientiert sich vor allem an fuktionalen Normen.
  2. ...wird vom Individuum selbst eingeschätzt.
  3. ...kann zum Beispiel mit dem SF-36 erhoben werden.
  4. ...ist abhängig vom Funktionszustand des Patienten.
  5. ...ist abhängig von der Qualität der sozialen Beziehungen des Patienten.
  1. Somatoforme Störungen lassen sich nicht diagnostizieren
  2. Körperliche Beschwerden ohne organische Ursache
  3. Häufiger Arztwechsel
  4. Seelischer Konflikt des Patienten
  5. Erschöpfungszeichen wie Müdigkeit oder auch Schmerzen
  1. Ein Patient macht seinen stressigen Beruf für seine häufigen Kopfschmerzen verantwortlich, er attribuiert also intern.
  2. Der unbedingte Wunsch des Arztes einen Patienten von einer Therapie überzeugen zu wollen kann Reaktanz des Patienten verursachen.
  3. Ein Patient, der sich nach der Diagnose von Bluthochdruck entscheidet täglich laufen zu gehen, besitzt ausgeprägte Selbstwirksamkeitserwartung.
  4. Die rhetorische Frage eines Patienten: "...wer von uns beiden ist denn der Arzt?" lässt ausgeprägte externale Kontrollüberzeugung vermuten.
  5. Die Iatrogene Fixierung einer subjektiven Krankheitstheorie eines Patienten, geht nur vom Arzt aus.
  1. ...statistischer und Idealnorm.
  2. ...funktionaler und sozialer Norm.
  3. ...funktionaler und Idealnorm.
  4. ...funktionaler Norm und subjektiver Gesundheitstheorie.
  5. ...Einstellung und Verhalten.
  1. reduziertes Risiko für kardiometabolische Folgeerkrankungen
  2. Gesundheit im Sinne der WHO-Definition
  3. Abweichung vom statistischen Mittelwert der entsprechenden Alterskohorte
  4. Individuelle Lebensqualität
  5. Leistungsfähigkeit im Alltag
  1. Internal - global - stabil
  2. External - global - stabil
  3. External - spezifisch - stabil
  4. Internal - global - variabel
  5. Internal - spezifisch - variabel
  1. internale Kontrollüberzeugung – „Ich habe den Unfall selbst verschuldet.”
  2. externale Kontrollüberzeugung – „Der Prüfer soll nett sein.”
  3. externale Kontrollüberzeugung – „Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen.”
  4. internale Kontrollüberzeugung – „Mir sind die Hände gebunden.”
  5. internale Kontrollüberzeugung – „Mein Schicksal liegt in ihren Händen, Frau Doktor.”
  1. „Ich will verstehen“ - Die subjektive Krankheitstheorie des Patienten erfragen
  2. „Er lernt es eh nicht“ - Schmerzmedikation heimlich umstellen (von oral auf intravenös)
  3. „Ich muss ihn überzeugen!“ - Den Patienten eindringlich dazu auffordern, sich der Therapie nicht zu widersetzen
  4. „Patientenwille geht vor“ - Die Schmerzmedikation absetzen
  5. „Er kann es nicht besser wissen“ - Den Patienten über den Sinn der Schmerzmedikation informieren
  1. Soziale Normen beinhalten unverbindliche Erwartungen an das Verhalten anderer Menschen
  2. Soziale Normen sind nicht hinreichend verbindlich, um in Gesetzestexten verschriftlicht zu werden
  3. Soziale Normen treffen Aussagen über Regeln des Zusammenlebens von Menschen
  4. Soziale Normen machen das Verhalten andere Menschen leichter vorhersagbar
  5. Soziale Normen entwickeln sich in sozialen Gruppen
  1. Therapeutische Norm
  2. Gesundheitsbezogene Lebensqualität
  3. Nozizeption
  4. Internale Kontrollüberzeugung
  5. Resilienz
  1. In ihnen sind operationalisierte Kriterien formuliert.
  2. Sie geben neben einer Diagnose einen Therapievorschlag.
  3. Komorbide Störungen lassen sich anhand ihrer nicht identifizieren.
  4. Sie dienen nur der Diagnose psychischer Krankheiten.
  5. Ein Beispiel ist der SF-36.
  1. Eine sekundäre Devianz kann sich in einem sozialen Rückzug äußern.
  2. Eine Stigmatisierung von abweichendem Verhalten löst als Reaktion ein normkonformes Verhalten des Betroffenen aus.
  3. Eine von einer sozialen Gruppe zugeschriebene Rolle, wird stets vom Individuum abgelehnt.
  4. Eine Etikettierung nach primäre Devianz verhindert sekundäre Devianz.
  5. Gesellschaftliche Stigmatisierung lässt sich nicht mit psychischer Krankheit in Verbindung bringen.

Dozent des Vortrages Bezugssysteme von Krankheit & Gesundheit

PD Dr. rer. medic. Sven Benson

PD Dr. rer. medic. Sven Benson

Prof. Dr. Sven Benson unterrichtet das Fach Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Er studierte von 1997 bis 2003 Psychologie an der Universität Trier. Seit 2004 ist er in der Forschung und Lehre am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum in Essen tätig. 2008 promovierte er zum Dr. rer. medic, 2013 erfolgte die Habilitation im Fach "Medizinische Psychologie". 2015 verlieh ihm die Med. Fakultät der Universität Duisburg-Essen den Titel "außerplanmäßiger Professor".

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