Aneurysma & Dissektion von Dr. med. Stefan Betge

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Aneurysma & Dissektion“ von Dr. med. Stefan Betge ist Bestandteil des Kurses „Angiologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Akutes Aortensyndrom
  • Symptomatik Aortendissektion
  • Therapie und Diagnostik
  • Arterielle Aneurysmata
  • Rupturrisiko und Therapiemöglichkeiten thorakaler Aneurysmata
  • Operation Aortenaneurysma
  • Bauchaortenaneurysma
  • Diagnostische Möglichkeiten und Therapie
  • Symptomatisches Beckenarterienaneurysma

Quiz zum Vortrag

  1. HIV
  2. Ehlers-Danlos-Syndrom
  3. Amphetaminkonsum
  4. Lues
  5. Morbus Ormond
  1. DeBakey III: Einriss der Intima im Bereich der Aorta descendens
  2. DeBakey I: Einriss der Intima im Bereich der Aorta ascendens, Blutung reicht nicht über den Aortenbogen hinaus
  3. Stanford A: Einriss der Intima im Bereich der Aorta descendens
  4. Stanford B: Einriss der Intima im Bereich der Aorta ascendens
  5. Stanford C: Einriss der Intima im Bereich der Aorta ascendens, Blutung reicht über den Aortenbogen hinaus
  1. Die Wühlblutung breitet sich nur vom Herzen weg aus.
  2. Als "initmal flap" wird die Aufspaltung der Membran zwischen Media und Intima bezeichnet.
  3. 65% der Aortendissektionen befindet sich der Einriss in der Aorta ascendens.
  4. Es kann zu einem Reentry des "falschen Lumens" in die Aorta kommen.
  5. Es besteht ein höherer Druck im "falschen Lumen" als in dem "wahren" Lumen der Aorta.
  1. Neben der Aortendissektion, zählen zum akuten Aortensyndrom das intramurale Hämatom und der symptomatische penetrierende Aortenulkus.
  2. Typischerweise äußert sich das Syndrom zuerst durch das intramurale Hämatom.
  3. Das Marfan-Syndrom stellt einen Risikofaktor für das akute Aortensyndrom dar.
  4. Das Syndrom tritt vermehrt vor dem dreißigsten Lebensjahr auf.
  5. Keine Aussage ist richtig.
  1. Takayasu Arteriitis
  2. Riesenzellarteriitis
  3. Wegener-Granulomatose
  4. Panarteriitis nodosa
  5. Kawasaki-Syndrom
  1. Es wird ein abrupter Schmerzbeginn mit vernichtenden, reißenden Schmerzen beschrieben. Er wird im Brustraum lokalisiert, aber kann auch in den Bauchraum ausstrahlen, unabhängig von der Lokalisation der Dissektion.
  2. Es wird ein vernichtender, reißender Schmerzen berichtet und er wird typischerweise nur im Brustraum lokalisiert.
  3. Klassischerweise schildern die Patienten einen schleichenden Schmerzbeginn, der sich bis zum Vernichtungsschmerz steigert.
  4. Es wird ein pulsierender Schmerz beschrieben, der im Bauchraum lokalisiert ist.
  5. Abhängig von der Lokalisation der Dissektion kommt es zu reißenden Schmerzen in Brust- oder Bauchraum.
  1. Herzrhythmusstörungen
  2. Synkope
  3. Fokal neurologisches Defizit
  4. Dyspnoe und Kaltschweißigkeit
  5. Peripherer Pulsverlust
  1. Das Ziel der Intitialtherapie ist die Analgesie und den weiteren Einriss der Intima zu verhindern,durch Blutdrucksenkung und Senkung der kardialen Auswurfleistung.
  2. Das Ziel der Intitialtherapie ist die Analgesie und die Blutdrucksteigerung bei aufgetretener Synkope.
  3. Das Ziel der Intitialtherapie ist die Analgesie und den weiteren Einriss der Intima zu verhindern, durch Steigerung der kardialen Auswurfleistung.
  4. Das Ziel der Intitialtherapie ist die Analgesie und den weiteren Einriss der Intima zu verhindern, durch Blutdrucksteigerung zur Minimierung der Druckgradienten zwischen falschem und wahren Lumen.
  5. Das Ziel der Intitialtherapie ist die Analgesie, weiter Maßnahmen können nur operativ erfolgen.
  1. Monitoring der Blutdruckwerte mit einem Ziel von diastolisch 110 mmHg.
  2. Klinische Untersuchung zur Kontrolle eines eventuellen neurologischen Defizits.
  3. Monitoring der Urinausscheidung zur Kontrolle der Nierenfunktion.
  4. Laboruntersuchungen zum Ausschluss einer Mesenterialischämie.
  5. Bei Hypotonie Herzechographie um einen Perikarderguß auszuschließen.
  1. Bei instabilen Patienten sollte die Diagnostik auf eine CT-Angiographie und eine Transösophageale Echographie reduziert werden.
  2. Patienten sollten zur Blutdrucksenkung und Senkung des Auswurfs intravenös Betablocker erhalten.
  3. Bei einer Herzbeuteltamponade ist die erste therapeutische Maßnahme eine Entlastung des Perikards.
  4. Eine CT-Angiographie ermöglicht eine genaue Lokalisation des Intimaeinrisses.
  5. Die MR-Angiographie ist nur für hämodynamisch stabile Patienten geeignet, da sie länger dauert als eine CT-Angiographie.
  1. Eine katheterinterventionelle und eine operative Therapie einer Dissektion der Aorta descendens haben ein vergleichbares Risiko.
  2. Bei einem Intimaeinriss im Bereich der Aorta ascendens sollte eine herzchirurgische Therapie erfolgen.
  3. Bei einer Notfalloperation einer Typ B Dissektion liegt die Mortalität bei bis zu 69%.
  4. Bei einer katheterinterventionellen Therapie mit Verschluss des Intimaeinrisses, wird eine Thrombosierung des falschen Lumens angestrebt.
  5. Bei unzureichender Blutdrucksenkung kann es zu Aneurysmata des "falschen" Lumens kommen.
  1. Prädilektionsstele für arterielle Aneurysmen ist das infrarenale Bauchaortenaneurysma.
  2. Bei einem Aneurysma spurium kommt es zur pilzförmigen Aussackung aller Wandschichten.
  3. Patienten mit bicuspider Aortenklappe haben ein erhöhtes Risiko für Bauchaortenaneurysmen.
  4. Die Abkürzung TAA steht für thorakoabdominalle Aneurysmen.
  5. Das Aneurysma sacciformis ist durch einen Riss der Intima und Media gekennzeichnet, durch den es zur Aussackung der Adventitia kommt.
  1. Bei der operativen Therapie nutzt man das "cross-clamping" zur Ausschaltung des erweiterten Arterienabschnittes, da eine Ischämie im nachgeschalteten Areal klassischerweise gut toleriert wird.
  2. Bei jedem Patienten muss das individuelle Risiko einer Operation und der Ruptur des Aneurysmatas abgewogen werden.
  3. Das Risiko einer Ruptur und Dissektion und das Mortaliätsrisiko liegt bei einem Aortendurchmesser von über 6 cm bei 16%.
  4. Bei einer Operation besteht das Risiko der Paraplegie durch die Verschließung rückenmarksversorgender Arterien.
  5. Bei der der endovaskulären Behandlung kann es zur einer Endoleckage zwischen der eingebauten Prothese und Aneurysmasack kommen, so dass das Aneurysma weiterhin durchblutet wird.
  1. Gibt es im Bereich des Aneurysmatas wichtige Arterienabgängige werden diese präinterventionell legiert und durch andere Aortenabschnitte mittels Bypass extraanatomisch versorgt.
  2. Um das Risiko der Paraplegie zu vermindern, werden mehrere Teil-Interventionen durchgeführt mit postoperativer CT-Angiogrpahie, wobei jeweils nur kleine Aneurysmenabschnitte therapiert werden.
  3. Der "endoleak" entspricht dem Blutverlust während eines endovaskulären Eingriffs im Vergleich zum Blutverlust bei eines operativen Eingriffs.
  4. Das endovaskuläre Verfahren wird bevorzugt bei Patienten im jüngeren Alter eingesetzt.
  5. Um eine Ruptur während des endovaskulären Eingriffs zu verhindern, kommen Wandstabilisatoren zum EInsatz, welche biochemisch die Aussackung für einige Stunden stabilisieren.
  1. Durch die vermehrten CT Kontrolluntersuchungen kam es zu einer erhöhten Strahlenbelastung bei Patienten nach Stentimplantation, so dass nun vermehrt Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle zum Einsatz kommen.
  2. Da es ein Risiko gibt, dass der implantierte Stent sich bewegt, müssen Patienten alle 6 Monate im CT untersucht werden.
  3. Da es ein Risiko gibt, dass dr implantierte Stent sich bewegt, müssen Patienten alle 2 Monate sonographisch kontrolliert werden.
  4. Eine Nachsorgeuntersuchung ist nach einer Stentimplantation nicht notwendig.
  5. Zur Nachuntersuchung wird einmal jährlich ein Thoraxröntgen kontrolliert.
  1. Patienten mit Bauchaortenaneurysma haben ein erhöhtes Risiko unter einem Hirnbasisaneurysma zu leiden.
  2. Nikotinkonsum stellt neben Arteriosklerose und arteriellem Hypertonus einen Risikofaktor dar.
  3. 1-2% der Todesfälle bei über 65-jährigen Patienten sind durch Bauchaortenaneurysmata bedingt.
  4. Das Bauchaortenaneurysma ist u.a. vergesellschaftet mit Poplitealaneurysmen.
  5. Physiologischerweise steigt der Diameter der Bauchaorta mit dem Alter, doch unabhängig des Alters wird jeder Bauchaortendiameter über 30 mm als Aneurysma angesehen.
  1. 6 %
  2. 20 %
  3. 2 %
  4. 60 %
  5. 40 %
  1. Bei der akuten Ruptur des Aneurysmas liegt die Operationsmortalität bei 25%.
  2. Eine häufige Komplikation der operativen Therapie ist die Potenzstörung.
  3. Ab einem Aneurysmendurchmesser von 5 cm ist das Ruptur-Risiko höher als die operationsbedingte Mortalität
  4. Das symptomatische Aneurysma kann, rein symptomatisch, mit einer Divertikulitis verwechselt werden.
  5. Ein symptomatisches Aneurysma äußert sich z.B. durch Rückenschmerzen.
  1. Intermittierender Schmerz
  2. Plötzlicher Beginn
  3. Pulsierende Resistenz im Bauchraum tastbar
  4. Stabile Kreislaufparameter
  5. Scherzausstrahlung in den Flanckenbereich
  1. Endoligation
  2. Endoleak
  3. Endotension
  4. Sekundäre Aneurysmaruptur
  5. Stentgraftfraktur
  1. Typ III - Es sollten Graftprothesen zur Abdichtung implantiert werden.
  2. Typ III - Der Spontanverlauf kann abgewartet werden, eventuell Embolisation des Endoleaks.
  3. Typ I - Es sollten Graftprothesen zur Abdichtung implantiert werden.
  4. Typ IV - Der Stent sollte operativ verlängert werden.
  5. Typ III - Der Spontanverlauf kann abgewartet werden.
  1. Tiefe Beinvenenthrombose im Unterschenkel
  2. Schwäche des Beins
  3. Neurologische Kompressionssyndrome
  4. Hämatochezie
  5. Pollakisurie
  1. Das Femoralarterienaneurysma ist das häufigste Gliedmaßarterienaneurysma.
  2. Bei einem Femoralarterienaneurysma ist die Stentimplantation ab einem Durchmesser von über 25mm empfohlen.
  3. Das Poplitealarterienaneurysma ist seltener als das Femoralarterienaneurysma.
  4. Eine Komplikation des Poplitealarterienaneurysmatas ist der Verschluss der Arterie.
  5. Es kann zu thrombembolischen Ereignissen distal des Aneurysmatas kommen.
  1. Flowdriver
  2. Coiling
  3. Perkutane Stentimplantation
  4. Ligatur und Bypass-Operation
  5. Eröffnung und Veneninterponat

Dozent des Vortrages Aneurysma & Dissektion

Dr. med. Stefan Betge

Dr. med. Stefan Betge

Dr. med. Stefan Betge ist Facharzt für Innere Medizin und Oberarzt am Universitätsklinikum Jena.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

  • ... Intramurales Hämatom Klasse 3 - Angedeutete Dissektion ohne Hämatom mit exzentrischer Ausbeulung ...

  • ... anderem Senkung der reflektorisch erhöhten Symptathikusaktivität Opioide (z.Bsp. (Morphinsulphat); Senkung der kardialen Auswurfleistung Reduktion des Shear- Stresses durch Reduktion ...

  • ... des Eingriffes Typ II Retrograder Einstrom von Blut in den Aneurysmasack. Präformierte Kollateralgefäße aus der a. iliaca interna, Lumbalarterien, a. mesenterica inferior Abwarten des Spontanverlaufes. Embolisation Ligatur Häufig keine Konsequenz hinsichtlich einer Größenzunahme des Aneurysmasackes oder einer Ruptur. ...

  • ... Studie über 6 Jahre in beiden Gruppen 65 % ...

  • ... Neurologische Kompressionssyndrome (Wurzelsymptome, Schwäche und Taubheitsgefühl); Kompression der Uretereren, Verdrängung ...

  • ... Aneurysmata; Ruptur; Rupturgefahr; Thrombosierung mit Verschluß ...