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Bild: “Business baby must-haves” von Olga/ Олька. Lizenz: CC BY-ND 2.0


Neben interessanten Aufgaben, effektiven Weiterbildungsmaßnahmen und angenehmen Kollegen erwarten viele Beschäftigte von einem guten Arbeitgeber heute auch verstärkt geeignete Angebote, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Warum auch Sie Ihr Augenmerk auf diesen Aspekt richten sollten und welche Rahmenbedingungen Sie für Ihre Mitarbeiter schaffen können, erfahren Sie hier.

Warum ist eine familienfreundliche Organisationskultur wichtig?

Laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) räumen 80 Prozent der Personalverantwortlichen und Geschäftsführer dem Thema Familienfreundlichkeit einen hohen Stellenwert ein.

Eine ausgewogene Balance zwischen beruflichen und privaten Anforderungen zu schaffen, gilt heute als wesentlicher Aspekt der Unternehmenskultur. Sie wird als Voraussetzung für ein gutes Betriebsklima, eine hohe Motivation und Arbeitszufriedenheit sowie eine geringe Fluktuation betrachtet. Dem Unternehmen entstehen weniger Wiedereingliederungs- und Überbrückungskosten. Noch dazu bringt eine familienfreundliche Personalpolitik einen nicht zu unterschätzenden Imagegewinn.

Welche Maßnahmen können Sie einführen?

Teambildung und Job-Sharing

Bilden Sie gemischte Teams oder besetzen Sie bestimmte Positionen mit zwei Mitarbeitern. Sie teilen die Zuständigkeiten untereinander auf und vertreten einander im Bedarfsfall, ohne dass eine zeitintensive Einarbeitung notwendig ist. Das bietet sich insbesondere bei Führungskräften an.

Beratung

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Beratungsangebote zur Verfügung, etwa durch die Einrichtung eines Familienservice. Er sollte Auskunft geben können über die Chancen und Risiken einer familiär bedingten Auszeit sowie über inhaltliche, steuer- und versicherungsrechtliche Fragen der Kinderbetreuung.

Planung von Ausfallzeiten

Sobald Sie von einer bevorstehenden Elternschaft erfahren, sollten Sie damit beginnen, Ausfälle durch Mutterschutz und Elternzeit einzuplanen und eine passende Stellvertretung zu finden. Treffen Sie auch Maßnahmen, die den Wiedereinstieg vorbereiten und erleichtern.

Offene Gesprächskultur

Die berufliche Auszeit wegen Kindererziehung muss keine monate- oder jahrelange Unterbrechung der Kommunikation mit den betroffenen Mitarbeitern bedeuten. Ermuntern Sie sie, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

Richten Sie gegebenenfalls ein Kommunikationsnetzwerk ein, das es Müttern und Vätern ermöglicht, sich über ihre Erfahrungen in der Elternzeit auszutauschen und aktuelle Themen ihres beruflichen Aufgabenbereichs zu besprechen. Erlauben Sie den Mitarbeitern, auch während des Erziehungsurlaubs an Weiterbildungen teilzunehmen.

Sprechen Sie rechtzeitig über gegenseitige Erwartungen und Wünsche hinsichtlich der Elternzeit.

Wiedereingliederung

Bedenken Sie, dass der Wiedereinstieg kein Ereignis ist, sondern ein Prozess. Um ihn möglichst reibungslos zu gestalten, sollten Sie je nach betrieblichen Möglichkeiten flexible Modelle für Arbeitszeit und -ort anbieten.

Flexible Arbeitszeitmodelle

Richten Sie für Mitarbeiter, die aus der Elternzeit zurückkehren, Teilzeitstellen ein. Erlauben Sie ihnen, sich ihre Zeit in gewissen Grenzen frei einzuteilen. Zeitwertkonten ergänzen das Angebot an Möglichkeiten der Flexibilisierung. Beschäftigte, die von flexiblen Arbeitszeiten profitieren, sind motivierter und konzentrierter.

Home Office

Ermöglichen Sie Mitarbeitern mit Kindern, ihren Arbeitsort frei zu wählen. Erlauben Sie ihnen ganz oder teilweise von zu Hause zu arbeiten. Über Internet und Telefon können sie mit den Kollegen in Kontakt bleiben. Wichtige Besprechungen finden weiterhin im Betrieb statt.

Boni

Gewähren Sie Eltern Kinderbonuszeiten in Form von zusätzlichen Freistunden oder Urlaubstagen. Aus dringenden familiären Gründen sollten Ihre Mitarbeiter auch Sonderurlaub nehmen können. Denken Sie auch über ein höheres Weihnachtsgeld für Beschäftigte mit Kindern nach.

Kinderbetreuung

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter bei der Organisation der Kinderbetreuung nicht allein. Helfen Sie bei der Suche nach einem geeigneten Krippen- oder Kindergartenplatz. Stellen Sie gegebenenfalls eine betriebseigene Tageseinrichtung zur Verfügung. Geben Sie Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder im Bedarfsfall mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Richten Sie Eltern-Kind-Arbeitszimmer mit Wickeltisch und Spielecke ein.

Durch ein familienfreundliches Arbeitsklima machen Sie Ihr Unternehmen attraktiv und wettbewerbsfähig.

 

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