Wie können wir unsere Mitarbeiter für die Bedeutung innerbetrieblichen Lernens sensibilisieren? Das fragen sich viele Personalverantwortliche. So genannte Multiplikatoren für berufliche Weiterbildung im Unternehmen sollen die Weiterbildungsbereitschaft unter den Beschäftigten erhöhen. Hier erfahren Sie, was hinter diesem Konzept steckt.
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Bild: “The Bait” von nist6dh. Lizenz: CC BY 2.0


Multiplikatoren für die berufliche Weiterbildung

Multiplikatoren für die berufliche Weiterbildung können im Unternehmen unterschiedliche Rollen einnehmen. In erster Linie sind sie Vertrauenspersonen. Sie stehen in Kontakt mit den Mitarbeitern und wecken deren Interesse für Weiterbildungsmaßnahmen. Multiplikatoren informieren über Bildungsangebote, versuchen die Kollegen von deren Nutzen zu überzeugen oder sie für eine Teilnahme zu gewinnen.

Auch Mitarbeiter, die unternehmensintern als Trainer eingesetzt werden, fungieren als Multiplikatoren. Ihr Einsatz ist mit weiteren Vorteilen für das Unternehmen verbunden. Sie können nicht nur flexibel und ganz nach Bedarf eingesetzt werden. Im Vergleich zu einem externen Trainer bieten sie auch eine größere Praxisnähe bei gleichzeitiger Kostenersparnis.

Wer eignet sich als Multiplikator?

Multiplikatoren können sowohl unternehmensfremde Personen als auch Unternehmensmitarbeiter sein. Als externe Multiplikatoren eignen sich etwa Vertreter des Arbeitgeberverbandes, der jeweiligen Gewerkschaft oder eines Unternehmensnetzwerkes. Mitarbeiter können aufgrund ihrer funktionalen Einbindung, ihrer Positionen und aufgrund ihrer Erfahrungen (Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Teamleiter, etc.) als Multiplikatoren aktiv werden.

Welche Funktionen erfüllen Multiplikatoren im Bereich Qualifizierung und Personalentwicklung?

Multiplikatoren sind …

  • Vertrauenspersonen
    Sie sensibilisieren ihre Kollegen für das Thema Weiterbildung, indem sie einen vertrauensvollen Austausch ermöglichen und damit die Reflexionsbereitschaft bezüglich der eigenen Kompetenzen erhöhen.
  • Ansprechpartner
    Sie unterstützen die Bedarfserhebung und informieren die Mitarbeiter über Weiterbildungsangebote.
  • Vorbilder
    Sie motivieren zur Mitwirkung und Teilnahme an Personalentwick­lungsgesprächen, an persönlichen und betrieblichen Bedarfserhebungen sowie an betrieblichen Schulungen.
  • Aktive
    Sie wirken mit an der Schaffung eines Arbeitsklimas, das Freude am Lernen bringt.

Wie können Sie Multiplikatoren etablieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, geeignete Mitarbeiter auf ihre Rolle als Multiplikatoren vorzubereiten. Empfehlenswert ist die Organisation einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung für Personen mit künftiger Multiplikatorenfunktion.

Bieten Sie für die betreffenden Mitarbeiter Schulungen und Workshops zu relevanten Themen an – etwa zum Zusammenhang von Personal-und Unternehmensentwicklung, zu Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation sowie zu Qualifizierungsgesprächen im Rahmen der Erhebung des Weiterbildungsbedarfs.

Machen Sie die künftigen Multiplikatoren mit Instrumenten und Methoden vertraut, die sie für ihre Tätigkeit benötigen. Dazu zählen neben zielgruppengerechten Kommunikationsmitteln und -kanälen auch geeignete Informations­materialien.

Sorgen Sie dafür, dass die Multiplikatoren in Ihrem Unternehmen Bekanntheit erlangen und Wertschätzung erfahren. Das kann über Berichte von und über Multiplikatoren im unternehmensinternen Newsletter oder in der Unternehmenszeitschrift geschehen.

Multiplikatoren können ihren Aufgaben nur dann gerecht werden, wenn sie als Personen ebenso akzeptiert werden wie das Thema, für das sie sich engagieren. Darum müssen sie in ständigem Kontakt zu den Mitarbeitern stehen und sich als Multiplikatoren profilieren.

Unter welchen Voraussetzungen sind Multiplikatoren erfolgreich?

Multiplikatoren unterstützen den Auf-und Ausbau von Weiterbildungsstrukturen. Ihr Erfolg ist abhängig von der Kooperation mit Personengruppen unterschiedlicher Hierarchieebenen des Unternehmens.

Sie arbeiten eng mit der Geschäftsführung, den Personalverantwortlichen und dem Betriebsrat zusammen. Sie agieren zudem in Absprache mit der jeweiligen Bereichs-und Abteilungsleitung und den unmittelbaren Vorgesetzten. Letztendlich ist ihr Erfolg auch abhängig von der Mitwirkungsbereitschaft der Beschäftigten.

Zudem ist das bestehende Arbeits- und Weiterbildungsklima innerhalb des Unternehmens maßgebend für die Akzeptanz von Multiplikatoren auf Seiten der Beschäftigten.

 

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