Wer dem Trugschluss erliegt, nach Schule und Studium wäre der Lernprozess abgeschlossen, wird es in der heutigen Arbeitswelt schwer haben. Fakt ist, lebenslanges Lernen gehört heute dazu, um als Mitarbeiter und auch als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Tendenzen werden sich in Zukunft sogar noch verstärken. Woran das liegt und warum es gute Gründe gibt am Ball zu bleiben, lesen Sie im folgenden Artikel.
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Bild: “reading” von Magdalena Roeseler. Lizenz: CC BY 2.0


1. Die Bedeutung lebenslangen Lernens

Das Leben und auch die Arbeitswelt werden immer komplexer. Durch die rasche Weiterentwicklung der Technologien und der fortschreitenden Globalisierung ist Lernen heute zu einem stetig andauernden Prozess geworden.

Produkte werden immer schneller durch neue ersetzt. Innovationen müssen sich heute deshalb viel rascher auf dem Markt positionieren.

In einer Informationsgesellschaft werden geistige Fähigkeiten zudem mehr benötigt als körperliche.

Massenmedien wie das Internet beschleunigen diese Entwicklung. Schätzungen ergaben, dass sich das Wissen der Menschheit im 18. Jahrhundert aller 100 Jahre verdoppelte. Heute dauert das nur noch 5 Jahre.

Viele Fachbereiche wie zum Beispiel die IT-Branche verändern sich rasend schnell. Was gestern noch als zeitgemäß galt, kann morgen bereits ausgedient haben. Es ist zu erwarten, dass diese Entwicklung an Schnelligkeit zunimmt.

Auch der demographische Wandel kommt als große Hürde auf alle Berufszweige zu. Während im Jahre 2009 31% aller Mitarbeiter älter als 50 Jahre alt waren, werden es im Jahre 2017 voraussichtlich 40% sein.

Einige Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen bereits, die an unsere Gesellschaft gestellt werden. Im März 2006 wurde zum Beispiel das bundesweite Demografie Netzwerk (ddn) gegründet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehr als 300 deutschen Unternehmen, die mehr als 2 Millionen Mitarbeiter beschäftigen.

Laut eigenen Angaben nimmt in den Unternehmen des ddn jeder 5. der über 50-Jährigen Arbeitnehmer an betrieblichen Weiterbildungen teil. Diese Ambitionen sind positiv. Trotzdem liegt der Anteil damit immer noch 5% unter dem Durchschnitt.

2. Nutzen für Unternehmen und Mitarbeiter

Nur wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Lernen animieren, können sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und die der Arbeitnehmer erhalten. Auch finanzielle Anreize wie Boni und Beförderungen könnten dazu anregen.

Vorgesetzte sollten vor allem darauf achten, dass sie ihren Mitarbeitern ein Lernziel aufzeigen. Es sollte ein Plan erstellt und Zwischenstationen abgesteckt werden.

Auch für Arbeitnehmer bietet es große Vorteile, wenn sie sich regelmäßig neue Kompetenzen aneignen. Sie können dadurch nicht nur in ihrem Unternehmen unersetzlich werden, sondern ihren Marktwert auch gegenüber anderen potenziellen Arbeitgebern steigern.

Um als Experte wahrgenommen zu werden, sollten sie ihre Expertise in Fachforen und Business-Netzwerken veröffentlichen. So könnten Arbeitnehmer neue Stufen der Karriereleiter erklimmen.

Auch ohne eine betriebliche Weiterbildung können Mitarbeiter eine Menge bewegen. Wissen ist heute einfacher über Wikis, Foren und Datenbanken zugänglich. Auch zahlreiche Module und Seminare können im Internet abgerufen werden und gestalten das Lernen so auf spielerische Weise. Dadurch prägen sich Kenntnisse nachhaltiger ins Gedächtnis ein.

3. Worauf beim lebenslangen Lernen geachtet werden sollte

Das Klischee, dass das menschliche Gehirn irgendwann ausgelernt hat, ist wissenschaftlich längst widerlegt. Lernforscherin Elsbeth Stern fand heraus, dass Erwachsene schneller Wichtiges von Unwichtigem trennen können. Sie können ihre Leistungen besser reflektieren und ihre Fähigkeiten realistischer einschätzen.

Häufig wird älteren Mitarbeitern weniger zugetraut. Auch das ist ein Fehler! Arbeitnehmer über 50 sind stressresistenter, erfahrener und teamorientierter. Im Gegensatz zu ihren jüngeren Kollegen konzentrieren sie sich weniger auf ihre eigene Karriere und teilen ihre Kenntnisse mit anderen.

Erwachsene lernen außerdem nicht schlechter, sondern nur anders. Der Gedächtnisforscher Hermann Ebbinghaus kam im 19. Jahrhundert zu der Erkenntnis, dass Menschen sich nach 20 Minuten nur noch an 60 % des neu erlangten Wissens erinnern. Nach 24 Stunden waren es nur noch ungefähr 30% und langfristig blieben ungefähr 15% im Gedächtnis.

Es bietet sich deshalb an, die Lernzeit aufzuteilen. Einen Monat lang 10 Minuten pro Tag zu lernen, ist deshalb effektiver als 5 Stunden pro Tag.

4. Zusammenfassung

Während Ihres gesamten Berufslebens werden Sie Kompetenzen erweitern und sich neues Wissen aneignen müssen. Auch wenn der Wandel der Informationsgesellschaft immer schneller vollzogen wird, so ist Bildung auch immer einfacher zugänglich. Zudem gibt es viele verschiedene Möglichkeiten des Lernens, die den Prozess unterhaltsamer gestalten.

Quellen

Lebenslanges Lernen: Warum Sie nie aufhören sollten via karrierebibel.de

Weiterbildung: Lebenslanges Lernen sichert die Zukunftschancen via bmbf.de

Lebenslanges Lernen als Potenzial für Unternehmen wiwo.de



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