Von Kühlschränken, die schwindende Vorräte selbst nachbestellen und Jalousien, die sich bei einfallendem Sonnenlicht von allein absenken, haben die meisten schon gehört. Doch nur wenige kennen den Begriff, der hinter diesen Mechanismen steckt: das Internet of Things (IoT). Schon 2008 gab es mehr "Dinge" als Menschen und die Art und Weise, wie das Internet der Dinge unser tägliches Berufs- und Privatleben beeinflussen wird, ist in seinem Ausmaß kaum vorstellbar.
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Bild: “NEC-Medical-137” von NEC Corporation of America. Lizenz: CC BY 2.0


Was ist neu am Internet of Things?

Das „normale“ Internet, wie wir es kennen, beruht auf der Kommunikation zwischen seinen Benutzern, sei es im One-to-One oder One-to-Many-Modus. Hier werden Emails verschickt, Geld überwiesen, Ressourcen geteilt, Kleidung geshoppt, Posts kommentiert usw. – ein „Internet of People“, wenn man es so will.

Im Internet of Things kommunizieren keine Menschen miteinander sondern – wie der Name schon sagt – intelligente Dinge, also Smart Phones, Smart TV’s, Beleuchtungssysteme, Industrieanlagen etc. Sie alle sind durch ihre eigene Internetadresse (URL) ansteuerbar und agieren mit angeschlossenen Informationssystemen. In Clouds oder auch lokal werden Daten gespeichert und verarbeitet.

Der Cluster of European Research Projects (CERP) fasst es so zusammen: „Das Internet der Dinge kann als dynamische globale Netzwerkinfrastruktur definiert werden, das selbstkonfigurierende Eigenschaften hat, auf den Standard-Kommunikationsprotokollen basiert und in dem physikalische und virtuelle ‚Dinge‘ eigene Identitäten und physikalische Attribute haben und das intelligente Schnittstellen nutzt.“

Die Idee des IoT beruht auf dem britischen Technologen Kevin Ashton, Gründer des Auto-ID Centers am Massachusetts Institute of Technology, aus dem Jahr 1999. Was vor dem Jahrtausendwechsel noch eine Vision war, hat heute schon Einzug in den Alltag vieler Fabriken, Bürogebäude, Pflegeeinreichtungen und auch Privathaushalte gefunden.

Das Internet of Things wird Ihr Privatleben verändern

Wie sich das Internet der Dinge im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat, lässt sich an dieser anschaulichen Grafik des Blogs „SmartThings“ gut erkennen. Noch vor zehn Jahren ließen sich Lichtquellen und die meisten elektrischen Geräte nur per Schalter oder mit einer eigenen Fernbedienung an- und ausschalten. Das höchste der Gefühle: Kühlschränke mit elektronischer Inventarliste, Internetzugang und Digitalanzeige.

Heute können wir unsere heimischen Geräte per Smartphone steuern und tragen unseren Fitnesstrainer als Armbanduhr mit uns herum (Stichwort: Wearable Monitoring). Und im Jahr 2025? In zehn Jahren schauen wir auf Smart Walls und leben mit einem digitalen Home-Assistenten. Das Internet der Dinge wird wahrscheinlich unser Privatleben verändern, die Lebensqualität steigern und Kosten einsparen.

Auch für die Wirtschaft, Industrie und vor allem für das Gesundheitswesen spielt das IoT eine immer größere Rolle. Die Kosten, die im Zuge effizienterer Prozesse, gesteigerter Produktivität und einer geringeren Fehler-, Verletzungs- und Verschleißgefahr eingespart werden können, schätzt man für die kommenden Jahre weltweit auf Billionenhöhe.

So lässt sich das Internet of Things nutzen

Die Einsatzmöglichkeiten des Internets der Dinge sind sehr vielfältig und werden vermutlich in Zukunft alle Lebensbereiche beeinflussen. IoT-Konzepte werden dabei in ihrer Zweckmäßigkeit unterschieden zwischen dem industriellen und dem privaten Gebrauch.

Da sind auf der einen Seite die Produktionseinrichtungen, Sensorennetzwerke, Gebäudeautomation, auch die Patientenüberwachung durch Telemedizin, also die Bereiche der Produktion, Warenwirtschaft, Logistik, Kommunikation und vieler mehr, die durch das Internet der Dinge gesteuert werden können.

Auf der anderen Seite ist das IoT nutzbar für Privatpersonen und ihre Tiere, beispielweise in der Unterhaltungselektronik, im Auto, am PC, in der Küche, für medizinische Geräte und Smart Wearables.

Ihre Arbeitsmittel werden Ihnen aktiv beim Lernen helfen

Das Internet of Things wird auch das Lernen verändern: Angebote der Wissensaneignung zum E-Learning zu digitalisieren ist nur der erste Schritt dahin. Schon jetzt verlieren Präsenzseminare und die guten alten Lehrbücher an Bedeutung. Doch auch das E-Learning birgt Probleme, beispielsweise die Messbarkeit von Lernerfolgen, Customizing und den wichtigen Wissenstransfer im Beruf.

Das Internet der Dinge könnte eine Lösung für die Probleme sein, die herkömmliche Onlinekurse bisher nicht zu lösen vermochten. Nicht nur Sie werden lernen, sondern auch Ihr Lernsystem. Es wird im Laufe seiner Nutzung immer besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen, sich am Ort des Geschehens – Ihrem Arbeitsplatz – zuschalten und Sie on the Job trainieren, weil es sich mit Ihrem Computer, der Produktionsmaschine oder anderen Programmen vernetzen kann.

Ohnehin werden Ihre Arbeitsmittel mit Ihnen kommunizieren. Stellen Sie sich vor, Ihr Arbeitsplatz lässt Sie wissen, wie er zu bedienen ist, ob Ihre Arbeit korrekt erledigt wird, welche Materialien benötigt werden, was Sie für Ihre Arbeitssicherheit tun sollten usw. – ein smart workplace sozusagen.

Das verändert auch die Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten. Diese sind im Zugzwang, ebenfalls so smart zu werden wie das Internet of Things.

Quellen

Giselle Abramovich: 15 Mind-Blowing Stats About The Internet Of Things via CMO

Coming Soon to Your Workplace: The Internet of Smart Things via Knowledgestarterblog

15 Mind-Blowing Stats About the Internet of Things via SmartThings

The Past, Present, and Future of the Internet of Things via SmartThings

Das Internet der Dinge via IT Wissen
https://www.lecturio.de/magazin/e-learning-juli-2015/

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