Egal ob sie groß oder klein, schwierig oder leicht sind - Entscheidungen zu treffen gehört zu unserem Alltag dazu. Was vielen bereits im Privatleben schwer fällt, wirkt sich im Berufsalltag noch intensiver aus. Besonders Menschen, die in gehobenen Positionen wie Managerposten arbeiten, sind fast täglich damit konfrontiert. Damit Sie nicht lange zweifeln und den richtigen Weg einschlagen, haben wir für Sie 11 Fragen zusammengestellt, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. 
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Bild: “5 Questions to Make a Decision” von Satya Murthy. Lizenz: CC BY 2.0


1. Warum möchte oder muss ich diese Entscheidung treffen?

Diese erste Frage dient dazu, sich noch einmal Ihr Ziel zu vergegenwärtigen. Versuchen Sie, so klar wie möglich zu definieren, was Sie mit der anstehenden Entscheidung erreichen wollen, im Rahmen welcher Aufgabe Sie sie treffen und welche Priorität diese hat.

2. Wie viel Zeit habe ich für diese Entscheidung zur Verfügung?

Machen Sie sich bewusst, in welchem Zeitrahmen die Entscheidung getroffen werden muss. Möglicherweise ist es weniger dringend, als Sie selbst annehmen. Es kann helfen, klare Zeitangaben vor Augen zu haben, um der Situation den Druck zu nehmen.

Außerdem könnte es ebenfalls richtig sein, nicht augenblicklich eine Entscheidung zu treffen, wenn sich die Umstände absehbar verändern werden. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie in Kürze neue Faktoren in Ihren Entschluss einbeziehen müssen, sollten Sie sich selbst die Chance zugestehen, diese erst kennenzulernen.

3. Warum habe ich Schwierigkeiten, eine Entscheidung zu treffen?

Meistens lautet die Antwort auf diese Frage „Aus Angst“. Sie sollten sich Ihrer Angst stellen und herausfinden, was genau Sie fürchten. Lassen Sie sie nicht zu Ihrer Beraterin werden, denn aus Angst getroffene Entscheidungen sind selten wohl durchdacht. Atmen Sie einmal tief durch und fragen Sie sich, wie Sie handeln würden, hätten Sie eben keine Angst. Was würden Sie einem Freund raten, der mit diesem Problem an Sie heran tritt?

4. Betrachte ich diese Entscheidung realistisch?

Oftmals ist die Fähigkeit zu entscheiden blockiert, wenn der eine oder andere Sachverhalt unrealistisch betrachtet wird. Erforschen Sie Ihre Gefühle und versuchen Sie herauszufinden, ob Sie möglicherweise zu pessimistisch oder auch zu optimistisch eingestellt sind. Bemühen Sie sich um Objektivität und gewinnen Sie ein wenig Abstand zu Ihrem Problem. So können Sie Ihre Entscheidung frei und unvoreingenommen treffen.

5. Welche Entscheidungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl?

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Bild: “0610 List (by Paleotic)” von Chris Lott. Lizenz: CC BY 2.0

Diese Frage sollten Sie vorzugsweise schriftlich beantworten. Listen Sie auf, welche Wahlmöglichkeiten Sie haben! Jede Entscheidung beinhaltet einen gewissen Handlungsspielraum – definieren Sie ihn!

Hilfreich ist auch, sich genauer mit den Pros und Kontras der verschiedenen Möglichkeiten auseinander zu setzen. Schreiben Sie diese ebenfalls auf, um positive sowie negative Aspekte besser visualisieren zu können. Möglicherweise wird so bereits deutlich, welche Option die meisten Vorteile bietet.

6. Stehen mir alle Informationen zur Verfügung, die ich für die Entscheidung benötige?

Eventuell ist Ihnen aufgefallen, dass Sie nicht ausreichend über die Thematik informiert sind, um einen fundierten Entschluss zu fassen. Wenn Sie nicht alle Aspekte überblicken, ist es nicht verwunderlich, dass Sie sich unsicher fühlen. Beschaffen Sie sich die Informationen, die notwendig sind.

Schrecken Sie hierbei nicht davor zurück, sich von Kollegen oder Mitarbeitern helfen zu lassen. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihrer Quelle vertrauen. Informationen, die Sie nicht als zuverlässig einschätzen, könnten Ihre Situation zusätzlich erschweren und darüber hinaus zu falschen Schlussfolgerungen führen.

 7. Habe ich bereits alle möglichen Alternativen bedacht?

Trauen Sie sich, ein wenig kreativ zu werden. Erlauben Sie Ihren Gedanken etwas Spielraum und auch, unkonventionelle Bahnen einzuschlagen. Eine Idee, die anfangs ausgefallen und unrealistisch wirkt, kann sich bei genauerer Betrachtung als die innovative Lösung Ihres Problems herausstellen. Außerdem ist es möglich, dass Sie bisher schlicht den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht sehen konnten und die ideale Entscheidungsmöglichkeit bereits vor Ihnen liegt.

 8. Welche Konsequenzen haben meine Entscheidungsmöglichkeiten?

Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Diese in Ihre Überlegungen einzubeziehen, ist dementsprechend vorausschauend. Selbstverständlich ist es unmöglich, alle direkten und indirekten Folgen Ihrer Entscheidungsmöglichkeiten zu determinieren. Allerdings kann es Ihnen helfen, zumindest einen groben Überblick der Auswirkungen zu erhalten, die eine oder andere Alternative auszuschließen oder jedoch ernsthafter in Betracht zu ziehen.

Versuchen Sie hierbei immer, beide Extreme zu bedenken: was ist das Schlimmste, das passieren könnte, was ist das Beste? Darüber hinaus sollten Sie die Konsequenzen in langfristige, mittelfristige und kurzfristige Folgen einteilen.

 9. Welche Möglichkeiten kann ich ausschließen?

Nachdem Sie Ihre verschiedenen Möglichkeiten festgelegt und deren Konsequenzen durchdacht haben, können Sie diejenigen eliminieren, die für Sie auf keinen Fall in Frage kommen. Wenn Sie Ihre Alternativen begrenzen, stellen Sie dabei eventuell auch fest, welche Punkte für Sie bei der Entscheidung besonders relevant sind.

Beobachten Sie sich selbst während des Aussortierens: welches Verhältnis aus Vorteilen, Nachteilen und Konsequenzen empfinden Sie als vertretbar?

 10. Habe ich in der Vergangenheit bereits eine ähnliche Entscheidung getroffen?

Erforschen Sie Ihre Erinnerungen nach Situationen, in denen Sie einen ähnlichen Entschluss fassen mussten. Aus bereits getroffenen Entscheidungen können Sie schlussfolgern, was Sie in dem aktuellen Fall anders machen möchten oder sollten. Legen Sie fest, welche Punkte Sie in der Vergangenheit als wünschenswert empfanden und welche Sie nicht zufriedenstellten. Lernen Sie aus Ihren Fehlern und schöpfen Sie Kraft und Mut aus Entscheidungen, die sich als richtig herausstellten.

 11. Kann ich die Verantwortung für meine Entscheidung übernehmen?

Wenn Sie sich für eine Möglichkeit entschieden haben, halten Sie noch einmal inne und stellen Sie sich die Frage, ob Sie die Verantwortung für diese Entscheidung tragen können. Sie müssen in der Lage sein, mit Ihrer Entscheidung zu leben. Sie darf Ihr Gewissen trotz voraussichtlich negativer Aspekte nicht dauerhaft belasten.

Betrifft Ihre Entscheidung Ihr Berufsleben, sollten Sie darüber hinaus damit rechnen, dass Sie sie vor Ihren Vorgesetzten, Kollegen und/oder Mitarbeitern rechtfertigen müssen. Stehen Sie selbst nicht hinter Ihrem Entschluss, werden Sie auch andere nicht von dessen Richtigkeit überzeugen können.

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