Hochqualifizierte Fachkräfte, sogenannte High Potentials, sind heutzutage Mangelware und deswegen heiß begehrt. Große Firmen wie BMW, Google oder auch Apple haben es leicht, diese Talente für sich zu begeistern, weil sie nicht nur für qualitativ hochwertige Produkte stehen, sondern auch eine Arbeitgeber-Marke, eine „Employer Brand“ sind. Wie Sie es ebenfalls schaffen, Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen und als potenzieller, attraktiver Arbeitgeber zu überzeugen, erfahren Sie hier.
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Bild: “Join The Conspiracy Of Kindness” von Wade M. Lizenz: CC BY-SA 2.0


Die Entwicklung einer „Employer Brand“

Wenn Sie eine Arbeitgeber-Marke entwickeln möchten, ist der erste Schritt, Ihr Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen und eine Stärkenanalyse vorzunehmen. Bevor Sie Bewerber für sich begeistern können, müssen Sie wissen, was Sie überhaupt für selbige attraktiv machen könnte und inwiefern Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben.

Bedienen Sie sich hierbei der wichtigsten Informationsquelle die Ihnen zur Verfügung steht: Ihren Mitarbeitern. Führen Sie eine anonyme Umfrage durch und erfahren Sie, was Ihre Mitarbeiter am Unternehmen schätzen und in welchen Punkten sie Verbesserungsbedarf sehen. Somit schaffen Sie die Grundlage für alle weiteren Schritte.

Nachdem Sie einen genaueren Blick auf Ihre Firma geworfen haben, können Sie sich nun mit Ihrer Bewerber-Zielgruppe beschäftigen. Nutzen Sie dabei die folgenden Fragen als Checkliste:

  • Welche Eigenschaften sollte Ihr Wunschbewerber haben?
  • Wo und wie wäre er erreichbar?
  • Welche Punkte könnten neben einem guten Gehalt Priorität haben?
  • Sind es Aufstiegschancen, Weiterbildungen, Familienorientierung oder eine flache Hierarchie?

Versuchen Sie, sich so detailliert und realistisch wie möglich in ein potentielles Talent hinein zu versetzen. Visualisieren Sie konkrete Erwartungen. Überlegen Sie sich, wie diese letztendlich mit den Anforderungen Ihrer Firma vereinbar wären.

Nun geht es konkret um Ihre „Employer Brand“. Legen Sie das Profil Ihrer Firma fest und welche Werte Sie vermitteln. Aber Achtung: bleiben Sie realistisch und glaubwürdig. Das Bild, das Sie nach außen tragen möchten, muss intern gelebt werden, sonst enttäuschen Sie Ihre Mitarbeiter und mögliche Neuangestellte gleichermaßen.

Zu guter Letzt müssen Sie einen Kommunikations- und Umsetzungsplan erstellen. Die Vorarbeit der vorangegangenen Schritte, Ihre Marke, Ihre Ansprüche und die Botschaft Ihrer Firma sind die Grundlage für die Kommunikation mit den Talenten. Wählen Sie Botschaften, die zu Ihrer Marke passen und die Ihre gewünschte Zielgruppe effizient erreichen.

High Potentials anwerben

Da Sie das Konzept Ihrer Arbeitgeber-Marke festgelegt haben, können Sie sich nun der Frage widmen, wie Sie High Potentials konkret erreichen können. Es wird nicht ausreichen, passiv darauf zu warten, dass potentielle Bewerber auf Sie zukommen. Ergreifen Sie die Initiative! Tragen Sie Ihre „Employer Brand“ nach außen und zeigen Sie den Talenten aktiv, warum es sich lohnt, bei Ihnen zu arbeiten!

Dafür stehen Ihnen zwei Strategien zur Verfügung, die Sie beide gleichermaßen nutzen können: externes und internes Employer Branding.

Nutzen Sie die Macht der Medien

Die Medien gelten als glaubwürdige Quellen. Es spricht nichts dagegen, Journalisten von den Qualitäten Ihres Unternehmens zu überzeugen, damit diese über Sie schreiben und somit eine Vielzahl potentieller Talente erreichen. Natürlich ist es nicht ganz leicht, in den Medien erwähnt zu werden. Es braucht kreative Ideen, große Erfolge oder innovative und praktikable Strategien.

Aber haben Sie es erst geschafft, Journalisten auf sich aufmerksam zu machen, kann eine kontinuierliche Medienarbeit den teuren Imagekampagnen großer Konzerne etwas entgegen setzen. Die Voraussetzung ist hierbei immer, dass die Themen, die Sie Journalisten anbieten, aktuell und mediengerecht aufgearbeitet sind.

Stellen Sie dafür sicher, dass die Abteilungen Öffentlichkeitsarbeit und Personal eng zusammen arbeiten und halten Sie Augen und Ohren offen für mögliche Schlagzeilen. Dies können aktuelle Entwicklungen in Ihrem Unternehmen sein, Veranstaltungen wie Schnuppertage, Produktneuheiten mit einem Fokus auf die Leistungen Ihrer Mitarbeiter oder auch Standorterweiterungen.

Nichts ersetzt den persönlichen Kontakt

Finden Sie Möglichkeiten, in persönlichen Kontakt mit High Potentials zu treten. Die offensichtlichste Option sind hierfür Job- oder Recruiting-Messen, die beispielsweise von Universitäten veranstaltet werden. Auf diesen erreichen Sie viele Talente aus einem größeren Einzugsgebiet.

Selbstverständlich stellen hier viele Firmen aus und Sie werden sich etwas einfallen lassen müssen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und Bewerber an Ihren Stand zu locken. Seien Sie kreativ und unkonventionell, aber behalten Sie im Hinterkopf, dass Ihr Auftritt zu Ihrer Arbeitgeber-Marke passen muss. Schaffen Sie an Ihrem Stand zusätzlich einen Rückzugsort, der sich für vertrauliche Gespräche mit Bewerbern eignet.

Wenn Sie lokal nach Nachwuchs suchen, können Sie auf Inhouse-Veranstaltungen zurückgreifen. Mit einer Betriebsführung können Sie Talenten beispielsweise einen echten Eindruck der Atomsphäre und der Arbeitsbereiche in Ihrem Unternehmen vermitteln. Stellen Sie bewusst direkten Kontakt mit Mitarbeitern her, denn auf diese Weise wecken Sie das Vertrauen der Bewerber.
Weitere Möglichkeiten, in das Rampenlicht der Öffentlichkeit zu treten, sind Vorträge oder auch Workshops. Entscheiden Sie sich dafür, Workshops abzuhalten, sollten Sie über eine Zusammenarbeit mit Schulen oder Universitäten nachdenken. So werden Sie schon für die Jugend sichtbar und bleiben Ihnen womöglich im Gedächtnis.

Ständiger Dialog – Social Media macht’s möglich!

Heutzutage nutzen gerade junge Menschen vermehrt die sozialen Medien um freie Stellen zu suchen. Seien Sie dort präsent! Soziale Plattformen haben einen deutlichen Vorteil, denn sie ermöglichen den ständigen Dialog mit Talenten über aktuelle Entwicklungen, Karrieremöglichkeiten und ähnliches. Allerdings sollten Sie bedenken, dass das Anlegen eines Firmenprofils zwar schnell realisiert ist, dessen Pflege aber Zeit, IT- und Personal-Ressourcen kostet. Bevor Sie sich dafür entscheiden, diesen Schritt zu wagen, sollten Sie sicherstellen, dass diese Ressourcen auch verfügbar sind.

 

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