Lexikon

Phimose

Definition Phimose

auch bekannt als: Vorhautverengung

Phimose Meist angeborene, seltener erworbene Verengung der Vorhaut des männlichen Gliedes, in deren Folge es nicht möglich ist, die Vorhaut über die Eichel zurückzuziehen.

Eine Verklebung von Vorhaut und Eichel ist beim Neugeborenen ein normaler Zustand, durch den die empfindliche Haut der Eichel vor dem ätzenden Urin geschützt wird. In der Kleinkinderzeit löst sich diese Verklebung meist von selbst. Während dieser Zeit darf nicht versucht werden, die Vorhaut gewaltsam zurückzuziehen, weil aus den dadurch erzeugten Schleimhauteinrissen, Entzündungen und narbigen Schrumpfungen eine echte Phimose entstehen kann. Wenn sich die Vorhaut allerdings danach noch immer beim Wasserlassen sackförmig aufbläht, muss die Phimose behandelt werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Arzt durch Dehnung versuchen, den Zustand zu beseitigen. Gelingt dies nicht, so muss vor dem 6. Lebensjahr eine operative Umschneidung der Vorhaut (Zirkumzision) vorgenommen werden, da es anderenfalls durch die Sekretstauung zu Entzündung und Steinbildung im Vorhautsack, schlimmstenfalls sogar zum Peniskrebs kommen kann.

Von Paraphimose oder »spanischem Kragen« spricht man, wenn die zurückgestreifte, etwas zu enge Vorhaut nicht mehr vorgeschoben werden kann und hinter der Eichel einen Schnürring bildet. Da die dadurch bedingte Blutstauung zu einer schmerzhaften Schwellung der Eichel führt, die sich von selbst nicht mehr zurückbilden kann, und da infolge mangelhafter Durchblutung der Eichel das Absterben von Gewebe mit nachfolgender Narbenbildung droht, ist unverzüglich ärztliches Eingreifen erforderlich.

Abbildungen

  • Phimosis_treatment_03.jpg

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