Lexikon

Nagelerkrankungen

Definition Nagelerkrankungen

auch bekannt als: Onychosen

Nagelerkrankungen Zum Teil treten Veränderungen von Finger- und Zehennägeln für sich allein, zum Teil in Verbindung mit anderen Störungen, vor allem mit inneren und Hautkrankheiten, auf. In vielen Fällen bleibt die Ursache allerdings unklar.

Im Einzelnen unterscheidet man:

  • die Onycholyse: Darunter versteht man das - meist durch Unfälle oder Infektionen bedingte - Ausfallen der Nägel. Manchmal lösen sich dabei auch nur Teile eines Nagels ab. Gelingt es, die Ursache zu beheben, wachsen die Nägel in der Regel wieder nach.
  • die Onychodystrophie: Hierbei ist das Nagelwachstum krankhaft gestört. Man findet diese Erscheinung unter anderem bei verschiedenen mit der Ablösung der Oberhaut einhergehenden Hautkrankheiten und bei der Reiter-Krankheit.
  • die Onychogryposis: Bei dieser auch als »Krallennagel« bezeichneten Anomalie handelt es sich um eine familiär gehäuft vorkommende Störung mit stark verdickter, schwarzgrauer, klauenartig verkrümmter Nagelplatte.
  • die Leukonychie: Sie macht sich in Form weißer Streifen und Flecken auf den Nägeln bemerkbar. Man nimmt an, dass diese Verfärbungen durch Luft zu Stande kommen, die in feine Verletzungen eingedrungen ist.
  • die Onychorrhexis: Dabei sind die Nägel extrem spröde und brüchig und splittern bei der kleinsten Beanspruchung.
  • die Koilonychie: Diese Fehlbildung wird auch als »Hohlnagel« bezeichnet und äußert sich in einer ausgeprägten Dellenbildung, die auf einer Störung des nagelbildenden Gewebes beruht.

Im weiteren Sinne gehört zu den Nagelerkrankungen auch noch die Nagelbettentzündung, bei der allerdings in erster Linie das den Nagel umgebende Gewebe betroffen ist.