Behandlung von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) von Dr. Andreas Klein

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Behandlung von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)“ von Dr. Andreas Klein ist Bestandteil des Kurses „Allgemeine Chirurgie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Rektumkarzinom / Lebermetasenchirurgie / Divertikulose
  • Inkontinenz / Rektum/Analprolaps
  • Anatomie
  • Hämorrhoiden / Analfissur
  • Perinalabszeß
  • Bauchwand / Leiste / Hernien

Quiz zum Vortrag

  1. Die Totale Mesorektale Exzision ist für alle Stadien der Erkrankung das Verfahren der Wahl.
  2. Beim T1-Stadium stellt die transanale mikrochirurgische Exzision eine Therapieoption dar, sofern kein Lymphknotenbefall nachweisbar ist.
  3. Neoadjuvante Chemotherapie mit 5-FU im fortgeschrittenen Stadium ist sinnvoll, um ein Downsizing des Tumors zu erreichen.
  4. Je nach Lokalisation ist eine hämatogene Metastasierung vom Pfortader- oder Cavatyp möglich, sodass es sowohl zu Leber- als auch Lungenmetastasen kommen kann.
  5. Die digital-rektale Untersuchung ist bei Verdacht auf ein Rektumkarzinom obligat, da über die Hälfte aller Darmtumoren im Mast- oder Enddarm lokalisiert sind und somit oftmals palpiert werden können.
  1. sollte bei der Resektion ein Mindestabstand von 1cm gewahrt werden.
  2. ist der Therapieansatz palliativ.
  3. handelt es sich häufig um Metastasen eines Mammakarzinoms.
  4. kommt es früh zu Symptomen wie Aszites oder Leberversagen.
  5. handelt es sich häufig um solitäre Einzelmetastasen.
  1. Rezidivierende Divertikulitiden zeigen ein erhöhtes Entartungsrisiko und sollten mittels Hemikolektomie therapiert werden.
  2. Sie sind häufig im Sigma lokalisiert.
  3. Nach Entzündungen lassen sich oftmals Spikulae nachweisen.
  4. Eine ballaststoffreiche Diät wird empfohlen.
  5. Sie sind häufig symptomfrei und werden rein zufällig im Rahmen einer Koloskopie diagnostiziert.
  1. Perforation
  2. Stenose
  3. längerstreckige Wandstarre
  4. Rezidive
  5. Alle Antwortmöglichkeiten sind richtig.
  1. Stadium III - neoadjuvante Radio-/Chemotherapie, TME, adjuvante Chemotherapie
  2. Stadium I - transanale Lokalexzision
  3. Stadium III - TME
  4. Stadium IV - TME
  5. Stadium II - transanale Lokalexzision, adjuvante Chemotherapie
  1. villöses Adenom
  2. tubulovillöses Adenom
  3. tubuläres Adenom
  4. Alle Adenome tragen das gleiche Entartungsrisiko.
  5. Adenome entarten typischerweise nicht.
  1. Alle genannten Verfahren können zur Therapie von Lebermetastasen eingesetzt werden.
  2. Chemoembolisation
  3. Radio-Frequenz-Ablation
  4. Thermoembolisation
  5. systemische und lokale Chemotherapie
  1. Alle Aussagen sind zutreffend.
  2. Bei Frauen kommt es häufig nach Hysterektomie zur Inkontinenz durch verstärktes Absinken der Beckenbodenmuskulatur infolge fehlender seitlicher Bandaufhängung.
  3. Für die Kontinenz verantwortlich sind vor allem die Nervi splanchnici pelvici aus den Segmenten S2-S4.
  4. Die Schließmuskulatur kann mithilfe eines Stimulators kontrolliert werden, um eine Kontinenz zu gewährleisten.
  5. Die dynamische Gracilisplastik stellt eine Therapieoption dar.
  1. Der Prolaps ist zirkulär prolabierend.
  2. Hämorrhoiden sind die häufigste Ursache.
  3. Therapeutisch erfolgt eine Hämorrhoidektomie mit Entfernung der Schleimhaut.
  4. Das Rektumkarzinom kommt als seltene Ursache in Betracht, daher ist eine genaue Diagnostik erforderlich.
  5. Der Sphinkterapparat ist meist intakt, wobei der Tonus vermindert ist.
  1. Beim Rektumprolaps treten alle Enddarmschichten aus dem Anus.
  2. Der Prolaps ist durch eine radiäre Fältelung charakterisiert.
  3. Die Therapie besteht in der Resektion der Analschleimhaut.
  4. Der Sphinkterapparat ist zumeist intakt.
  5. Alle aufgeführten Antworten sind zutreffend.
  1. Beim Rektumprolaps kommt es definitionsgemäß zum Vorfall der innersten Wandschicht des Rektums.
  2. Man unterschiedet zwischen vollständigem (extraanalem) und partiellem bzw. "innerem" Rektumprolaps.
  3. Die Schleimhautfalten des Rektumprolapses sind zirkulär.
  4. Therapieoptionen sind u.A. die Rektopexie und die Resektionsrektopexie.
  5. Es kann im Verlauf zu Inkarzerationen und Gangrän kommen.
  1. Kolitis
  2. Apoplex
  3. Multiple Sklerose
  4. Tumor
  5. Psychiatrische Erkrankungen
  1. Die A. rectalis inferior ist ein Ast der A. pudenda interna.
  2. Das Rektum verbindet das Colon descendens mit dem After.
  3. Die arterielle Versorgung des Rektums erfolgt über 5 größere Arterien.
  4. Die A. rectalis superior ist ein Ast der A. mesenterica superior.
  5. Die A. rectalis media ist ein Ast der A. iliaca externa.
  1. Alle genannten Aussagen sind falsch.
  2. Der venöse Abfluss erfolgt über die Venae rectales superior, media und inferior in die Portalvene.
  3. Der venöse Abfluss erfolgt über die Venae rectales superior, media und inferior in die Vena cava inferior.
  4. Als Linea dentata wird der Punkt bezeichnet, an dem die Innervation durch den N. vagus endet.
  5. Das Rektum liegt intraperitoneal.
  1. Beim Stadium II nach Goligher muss der Prolaps nach Defäkation manuell reponiert werden.
  2. Die Hauptlokalisationen der Befundmanifestation findet man bei 3, 7 und 11 Uhr in Steinschnittlage.
  3. Chronische Obstipation mit verlängertem Pressen bei der Defäkation begünstigt die Entstehung von Hämorrhoiden.
  4. Eine mögliche Differentialdiagnose ist die Perianalthrombose.
  5. Es handelt sich um eine Erweiterung des arteriovenösen Plexus haemorrhoidalis.
  1. Hämorrhoiden in Stadium I werden auch Marisken genannt und liegen oberhalb des Cannon-Böhm-Punktes.
  2. Hämorrhoiden ab Stadium III werden i.d.R. operativ nach Milligan-Morgan versorgt.
  3. Therapieoption in Stadium II ist die Gummbandligatur.
  4. Therapieoption in Stadium I ist die Sklerosierung.
  5. Typische Symptome sind hellrote Blutungen, Pruritus ani und Schmerzen.
  1. Eine operative Therapie wird wegen der hohen postoperativen Gefahr für Inkontinenz möglichst vermieden.
  2. Analfissuren sind quer verlaufende Einrisse der Schleimhaut.
  3. Analfissuren sind meist ein Zufallsbefund im Rahmen einer digital rektalen Untersuchung da sie lange asymptomatisch bleiben.
  4. Die Therapie der Wahl ist die laterale Sphinkterotomie.
  5. Analfissuren haben ein stark erhöhtes Entartungsrisiko.
  1. Die Erstmanifestation einer Colitis ulcerosa stellt eine wichtige Differentialdiagnose bei einem perianalen Abszess im fortgeschrittenen Lebensalter dar.
  2. Die akute Analfissur muss primär nicht behandelt werden.
  3. Die chronische Analfissur muss oftmals exzidiert werden.
  4. Die laterale Sphinkteromyotomie bei hohem Schließmuskeltonus wird mittlerweile nur noch selten durchgeführt.
  5. Bei Perianalabszessen existieren oft mit dem Darm kommunizierende Fisteln.
  1. Patienten mit Analfistel oder perianalem Abszess bei M. Crohn müssen schnellstmöglich einer Operation mit Komplettexzision unterzogen werden.
  2. Perianale Abszesse sind oft an der hinteren Kommissur (6 Uhr Steinschnittlage) lokalisiert.
  3. Ursache perianaler Abszesse ist meist eine Entzündung der Proktodealdrüsen.
  4. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
  5. Alle Aussagen sind richtig.
  1. Beim Mann zieht unter anderem der Ductus deferens durch den Leistenkanal.
  2. Die Länge des Leistenkanals beträgt etwa 8-10cm.
  3. Das Leistenband bildet die ventrale Wand des Leistenkanals.
  4. Der M. obliquus externus abdominis ist nicht an der Wandbildung des Leistenkanals beteiligt.
  5. Alle Antworten sind richtig.
  1. können durch schwere körperliche Arbeit hervorgerufen werden.
  2. liegen lateral der epigastrischen Gefäße.
  3. sind fast ausschließlich angeboren.
  4. bedürfen keiner operativen Therapie.
  5. betreffen häufiger Frauen.
  1. Schenkelhernien verursachen in aller Regel keine Schmerzen und können beachtliche Größen von über 10cm Durchmesser erreichen.
  2. Sie tritt fast ausschließlich bei Frauen auf.
  3. Die Schenkelhernie tritt unterhalb des Leistenbandes durch die Lacuna vasorum.
  4. Geschwollene Lymphknoten stellen eine häufige Differentialdiagnose dar.
  5. Die Schenkelhernien klemmen häufig ein und inkarzerieren häufig.
  1. Notfalloperation (<2 Stunden) – mechanischer Ileus
  2. Dringliche Operation (<8 Stunden) – akute Appendizitis
  3. Notfalloperation (<2 Stunden) – Mesenterialinfarkt
  4. Sofortoperation – rupturiertes Aortenaneurysma
  5. Frühelektive Operation (<48 Stunden) – akute Cholezystitis
  1. Leistenhernien haben eine hohe spontane Rückbildungsrate.
  2. In etwa 15% der Fälle treten Leistenhernien beidseitig auf.
  3. Männer sind deutlich häufiger von Leistenhernien betroffen als Frauen.
  4. Offene Operationsverfahren werden am häufigsten nach Shouldice oder Lichtenstein durchgeführt.
  5. Laparoskopische Verfahren sind bspw. TAPP (= transabdominelle präperitoneale Plastik) und TEP (= totale extraperitoneale Plastik).
  1. Ligamentum teres uteri (Boden)
  2. M. obliquus internus abdominis (Dach)
  3. M. transversus abdominis (Dach)
  4. Aponeurose des M. obliquus externus abdominis (Vorderwand)
  5. Fascia transversalis (Hinterwand)

Dozent des Vortrages Behandlung von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)

Dr. Andreas Klein

Dr. Andreas Klein

Dr. Andreas Klein ist als Oberarzt der Chirurgischen Abteilung der Asklepiosklinik in Lich tätig. Zu seinen Fachbereichen zählen die Chirurgie, Viszeralchirurgie und Unfallchirurgie.

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