Äußeres Ohr und Mittelohr von Dr. med. Boris Haxel

Über den Vortrag

Der Vortrag „Äußeres Ohr und Mittelohr“ von Dr. med. Boris Haxel ist Bestandteil des Kurses „2. und 3. Staatsexamen (M2/M3) Komplettkurs“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Missbildungen und Erkrankungen
  • Anatomie und Funktion des Mittelohres
  • Erkrankungen des Mittelohres
  • Otosklerose

Quiz zum Vortrag

  1. Zur Dysplasie vom Grad I zählt unter anderem die Mikrotie.
  2. Makrotie und abstehende Ohrmuscheln zählen zu den haufigsten Missbildungen.
  3. Das sog. Miniohr zählt zu den Dysplasien vom Grad II.
  4. Bei Missbildungen des äußeren Ohres sollte man auch an Fehlbildungen im Bereich des Mittelohres denken.
  5. Ohrfisteln haben in der Regel keine Auswirkung auf die Anlage des Mittelohres.
  1. Zu den typischen Errergern einer Otitis externa maligna zählt Pseudomonas aeruginosa.
  2. Die Reinigung des Gehörganges sollte mindestens einmal täglich unter Zuhilfenahme sog. Q-Tips erfolgen.
  3. Die Mortalität der Otitis externa maligna liegt mittlerweile bei unter 5%.
  4. Die Therapie der Otitis externa maligna beinhaltet die lokale Anwendung von Clotrimazol.
  5. Am häufigsten wird die Otitis externa maligna durch aerobe Bakterien verursacht.
  1. Die Pilzinfektion erfordert eine konsequente mehrwöchige Therapie.
  2. Durch die prophylaktische Gabe von Piperacillin hat sich die Rate an postbakteriellen Gehörgangsmykosen mehr als halbiert.
  3. Patienten mit einer Mykose des Gehörganges fallen typischerweise durch einen reduzierten Allgemeinzustand auf.
  4. Typisch ist das schmierige, farblose und übel riechende Sekret.
  5. Die Antimykotikatherapie erfolgt in den meisten Fällen systemisch.
  1. Das Erysipel ist durch eine scharf begrenzte Rötung gekennzeichnet, welche allerdings das Ohrläppchen ausspart.
  2. Die Perichondritis wird häufig durch Staphylokokken verursacht.
  3. Ein Erysipel wird durch β-hämolysierende Streptokokken ausgelöst.
  4. Zur Therapie der Wahl beim Erysipel gehören hoch dosierte Penicilline.
  5. Bei Perichondritiden ist der Einsatz von Gyrasehemmern indiziert.
  1. Die Therapie des Othämatoms erfolgt durch Kühlung und begleitende Antibiotikagabe.
  2. Eine ballonartige Schwellung spricht am ehesten für eine Verletzung im Bereich der Ohrmuschel.
  3. Ursächlich sind oft stumpfe Verletzungen, die von außen nicht erkennbar sind.
  4. Ein mögliches Risiko bei Verletzungen im Bereich der Ohrmuschel ist die Minderversorgung des Knorpelgewebes.
  5. Beim Ohrmuschelabriss steht der Versuch der operativen Rekonstruktion im Vordergrund.
  1. Neu aufgetretene Schallempfindungsschwerhörigkeit
  2. Neu aufgetretene Schallleitungsschwerhörigkeit
  3. Tragusdruckschmerz
  4. Ohrmuschelzugschmerz
  5. Retroaurikuläre Lymphknotenschwellung
  1. Diabetes mellitus
  2. Hunter-Glossitis
  3. Apostasis Otis
  4. Zoster Oticus
  5. Infektion mit Parvovirus B19
  1. Im Verlauf kann es zu Hirnnervenbeteiligung mit Faszialisparese, Nystagmus, Hörverlust und Gleichgewichtsstörungen kommen.
  2. Der Erreger des Zoster Oticus ist das reaktivierte Zytomegalie-Virus.
  3. Therapeutisch stehen lokales Debridement und hoch dosierte Aminoglykosid-Gabe im Vordergrund.
  4. Vesikuläre Effloreszenzen schließen einen Zoster Oticus aus.
  5. Es sind immer beide Ohren gleichzeitig betroffen.
  1. Eine operative Therapie ist in den meisten Fällen nicht notwendig.
  2. Ursächlich sind meist Traumata mit stumpfer Gewalteinwirkung.
  3. Klinisch zeigt sich eine rötlich-blaue Schwellung, die nur gering bis gar nicht schmerzhaft ist.
  4. Begleitverletzungen von Gehörgang, Mittelohr oder Kiefergelenk können vorliegen.
  5. Es handelt sich um eine Blutansammlung zwischen Perichondrium und Knorpel der Ohrmuschel.
  1. Die Untersuchung wird sowohl über Luftleitung als auch über Knochenleitung durchgeführt.
  2. Wenn Töne über die Luftleitung normal wahrgenommen werden, aber über die Knochenleitung nur schlecht, so liegt eine Schallleitungsstörung vor.
  3. Im Rahmen der Altersschwerhörigkeit kommt es zunächst zu einer Senke im tiefen und mittleren Frequenzbereich.
  4. Die Verwertbarkeit der Untersuchung ist nicht von der aktiven Mitarbeit des Patienten abhängig.
  1. Bei einer rechtsseitigen Schallleitungsschwerhörigkeit lateralisiert der Weber-Versuch typischerweise nach links.
  2. Für eine maximale Verwertbarkeit dürfen Weber- und Rinne-Test nicht isoliert voneinander beurteilt werden.
  3. Beim Weber-Test wird durch eine mittig auf dem Kopf aufgesetzte Stimmgabel die Knochenleitung überprüft.
  4. Bei einer Innenohrschwerhörigkeit ist zu erwarten, dass das Weber-Signal auf die gesunde Seite lateralisiert.
  5. Der Rinne-Test dient der Detektion einer Schallleitungsschwerhörigkeit.
  1. Der charakteristische Lichtreflex zeigt sich im hinteren unteren Quadranten des Trommelfells.
  2. Das Tympanon lässt sich anatomisch in drei Etagen einteilen.
  3. Bei einer akuten Mittelohrentzündung ist oft die Schallübertragung gestört.
  4. Zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit kann es im Rahmen einer mesotympanalen Trommelfellperforation kommen.
  5. Beim Blick auf das normale Trommelfell ist der Hammergriff erkennbar.
  1. Tonaudiometrie
  2. Stapediusreflexe
  3. Tympanometrie
  4. Hirnstammaudiometrie (BERA)
  5. Otoakustische Emissionen
  1. Am häufigsten betroffen sind ältere Menschen mit Presbyakusis.
  2. Das Blutbild zeigt eine Leukozytose mit erhöhtem CRP und BSG.
  3. Die Mastoiditis ist eine Komplikation der akuten Mittelohrentzündung.
  4. Die Mastoiditis ist vor allem gekennzeichnet durch hohes Fieber und ein einseitig abstehendes Ohr.
  5. Jede Mastoiditis sollte operativ saniert werden.
  1. Als Cholesteatom bezeichnet man eine chronische Otitis media mesotympanalis.
  2. Im Rahmen von Komplikationen können Schwindel oder Fazialisparesen auftreten.
  3. Der Entzündungsprozess kann auf die Gehörknöchelchen übergreifen und diese destruieren.
  4. Die therapeutische Kombination von Antibiotikagabe und Operation ist sinnvoll.
  5. Ein Cholesteatom besteht aus mehrschichtig verhornendem Plattenepithel.
  1. Es handelt sich um eine isolierte Hyperplase der Tonsilla palatina.
  2. Die betroffenen Patienten atmen charakteristischerweise durch den offen stehenden Mund (Facies adenoidea).
  3. Therapeutisch steht die Entfernung mittels Adenotomie im Vordergrund.
  4. Typisch ist ein retrahiertes Trommelfell mit dahinterliegendem Seromukotympanon in der Otoskopie.
  5. Eine verzögerte Sprachentwicklung kann die Folge sein.
  1. Alle Antworten sind richtig.
  2. Petroapizitis
  3. Bezold-Abszess
  4. Sinusvenenthrombose
  5. Meningitis
  1. Ausräumung und Tympanoplastik
  2. Einbringen von Paukenröhrchen zur besseren Belüftung
  3. Stapedotomie
  4. Einsetzen eines Cochlea Implantats
  5. Keine operative Therapie
  1. Eine akute Otitis media sollte möglichst immer antibiotisch behandelt werden.
  2. Häufige Erreger sind Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenza.
  3. Klinisch imponieren Fieber, pulsierende Ohrenschmerzen und Hörminderung.
  4. Bei protrahiertem Verlauf kann eine Paracentese indiziert sein.
  5. Als Komplikation kann sich eine Labyrinthitis entwickeln.
  1. Compliance erniedrigt
  2. Compliance erhöht
  3. Unterdruck
  4. Überdruck
  5. Ein Paukenerguss ist mit der Tympanometrie nicht darstellbar
  1. Typisch ist die beidseitig akut einsetzende Hörminderung.
  2. Oft sind Frauen ab dem 30. Lebensjahr betroffen.
  3. Durch Fixierung des Steigbügels kommt es zur Schallleitungsschwerhörigkeit.
  4. Konservativ erfolgt die Therapie mittels Fluoridgabe.
  5. Operativ stellt die Stapesplastik eine bewährte Option dar.
  1. Nach Stapesplastik im Rahmen einer Otosklerose ist der Reflex auf der entsprechenden Seite nicht mehr nachweisbar.
  2. Am Stapediusreflex ist in erster Linie der Musculus tensor tympani beteiligt.
  3. Durch den Stapediusreflex wird der akustische Widerstand der Gehörknöchelchen und des Trommelfells erniedrigt.
  4. Der Stapediusreflex verstärkt die Trommelfellbeweglichkeit und damit die Geräuschübertragung.
  5. Bei Fazialisparese ist der Stapediusreflex auslösbar.
  1. Schwangerschaft
  2. Infektion mit Zytomegalie
  3. Diabetes mellitus
  4. Osteoporose
  5. Missbräuchliche Einnahme von Ibuprofen
  1. Carhart-Senke bei 2 kHz
  2. C5-Senke bei 4-6 kHz
  3. Tieftonschwerhörigkeit mit "Hydropskurve"
  4. Ausgeprägte Schallempfindungsschwerhörigkeit
  5. Hochtonabfall
  1. Stapesplastik
  2. Tympanoplastik
  3. Myringoplastik
  4. Inzision des Trommelfells und Einbringen von Paukenröhrchen
  5. Einsetzen eines Cochlea Implantats
  1. Es handelt sich um einen malignen Tumor, der frühzeitig hämatogen metastasiert.
  2. Durch sein verdrängendes Wachstum kann es zu einer Minderung des Hörvermögens kommen.
  3. Der gefäßreiche Tumor kann bei der Otoskopie bläulich-rot durch das Trommelfell schimmern.
  4. Patienten verspüren häufig ein pulssynchrones Tinnitusgeräusch.
  5. Die bildgebende Methode der Wahl ist die digitale Subtraktionsangiographie.

Dozent des Vortrages Äußeres Ohr und Mittelohr

Dr. med. Boris Haxel

Dr. med. Boris Haxel

Dr. Boris Haxel ist Oberarzt der Klinik Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie Allergologie.

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