Das Innenohr von Dr. med. Boris Haxel

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Das Innenohr“ von Dr. med. Boris Haxel ist Bestandteil des Kurses „HNO Heilkunde“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Audiometrie
  • Erkrankungen des Innenohrs
  • Altersschwerhörigkeit
  • Lagerungsschwindel

Quiz zum Vortrag

  1. Der Stimmgabelversuch nach Weber lateralisiert immer in das kranke Ohr.
  2. Mit Hilfe von Stimmgabelversuchen kann zwischen Schallempfindungs- und Schallleitungsschwerhörigkeit unterschieden werden.
  3. Schallleitungsstörungen haben ihre Ursache im Bereich des äußeren Gehörganges bzw. des Mittelohrs.
  4. Ein positiver Rinne-Test spricht für eine vorliegende Innenohrschwerhörigkeit oder einen Normalbefund.
  5. Die direkte Erfassung eines Hörverlustes ist mit den Stimmgabelversuchen allein nicht möglich.
  1. Hohe Frequenzen haben ihre maximale Amplitude an der Schneckenbasis.
  2. Tiefe Frequenzen haben ihre maximale Amplitude an der Schneckenbasis.
  3. Hohe Frequenzen haben ihre maximale Amplitude an der Schneckenspitze (Helicotrema).
  4. Tonotopie bezeichnet ein besseres Hörvermögen auf dem jeweils bevorzugten Ohr.
  5. Die Wanderwelle durch die Cochlea beginnt am Helicotrema und endet am ovalen Fenster.
  1. Normalbefund
  2. Bilaterale Schallleitungsschwerhörigkeit
  3. Unilaterale Innenohrschwerhörigkeit
  4. Unilaterale zerebrale Läsion der Hörbahn
  5. Unilateraler Paukenerguss
  1. Schallleitungsschwerhörigkeit links
  2. Schallleitungsschwerhörigkeit rechts
  3. Normalbefund
  4. Schallempfindungsschwerhörigkeit links
  5. Bilaterale Schallempfindungsstörung
  1. Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel aufs Mastoid bis der Patient nichts mehr hört, dann vor das Ohr halten.
  2. Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel auf die Schädelmitte.
  3. Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel aufs Mastoid, anschließend Verschluss des äußeren Gehörgangs mittels Politzer-Ballon.
  4. Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel auf den Tragus.
  5. Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel auf die Schädelmitte bis der Patient nichts mehr hört, dann aufs Mastoid setzen.
  1. Otoakustische Emissionen finden als objektives Verfahren zum Hörscreening Neugeborener Verwendung.
  2. Der Hauptsprachbereich des Menschen liegt zwischen 10 und 1000 Hz.
  3. Mit dem Sprachaudiogramm lassen sich sehr gute Aussagen zur Mittelohrschwerhörigkeit treffen.
  4. Beim Morbus Menière ist das Audiogramm vor allem im Bereich hoher Frequenzen auffällig verändert.
  5. Ein pantonaler Hörverlust tritt typischerweise nach chronischem Lärmeinfluss auf.
  1. Ein positives Recruitment spricht für einen Innenohrschaden.
  2. Die inneren Haarzellen sind empfindlicher als die äußeren Haarzellen.
  3. Bei einer cochleären Störung ist nur der Hörnerv betroffen.
  4. Durch Erhöhung der Lautstärke lassen sich retrocochleäre Störungen ausgleichen.
  5. Im SISI-Test nimmt der Innenohrschwerhörige etwa in 20% eine Lautstärkerhöhung wahr.
  1. Anhand des Tonaudiogramms lässt sich zwischen cochleärer und retrocochleärer Schädigung unterscheiden.
  2. Um eine retrocochleäre Störung zu detektieren, eignen sich vor allem akustisch evozierte Potenziale und Hirnstammaudiometrie.
  3. Die häufigste retrocochleäre Störung ist das Akustikusneurinom.
  4. Bei einem Patienten mit einem Tumor im Verlauf des achten Hirnnerven ist ein negatives Recruitment zu erwarten.
  5. Der Fowler-Test dient der Diagnostik einer einseitigen Schwerhörigkeit.
  1. Tonaudiometrie
  2. Tympanometrie
  3. Stapediusreflexmessung
  4. Hirnstammaudiometrie (BERA)
  5. Otoakustische Emissionen
  1. Symmetrische Schwerhörigkeit im Hochtonbereich
  2. Bilaterale Schwerhörigkeit mit überwiegend Tieftonverlust
  3. Einseitiger akuter Hochtonverlust
  4. Wannenförmige Einsenkung bei 2kHz ("Carhart-Senke")
  5. Akuter pantonaler Hörverlust
  1. Mit der OAE-Messung lässt sich bereits ein Hörverlust ab 15dB detektieren.
  2. Sie finden vor allem beim Neugeborenen-Hörscreening Verwendung.
  3. Sie entstehen durch die Kontraktionen der äußeren Haarzellen.
  4. Die Messung ist schnell und einfach (auch vom Laien) durchführbar.
  5. Die Messung kann Hinweise auf einen vorliegenden Haarzellschaden geben.
  1. Die Prognose ist insgesamt günstig, sogar bei plötzlicher Ertaubung gelingt in der Mehrzahl der Fälle die vollständige Heilung.
  2. Es handelt sich um eine plötzlich einsetzende, meist einseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit.
  3. Zu den Symptomen können unter Umständen Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen zählen.
  4. Zu den Therapieansätzen zählt die Infusionstherapie mit Kortisonzusatz.
  5. Für die Diagnostik ist besonders das Tonaudiogramm von Bedeutung.
  1. Alkoholabusus
  2. Arterielle Hypertonie
  3. APC Resistenz
  4. Nikotinabusus
  5. Antithrombinmangel
  1. Der chronische Tinnitus wird am erfolgreichsten operativ durch Abdeckung der Rundfenstermembran therpiert.
  2. Es kommt zur Wahrnehmung eines Tones bzw. eines Geräusches ohne entsprechende akustische Stimulation.
  3. Im Gegensatz zum Hörsturz ist beim Tinnitus eine Ursache manchmal objektiv erkennbar.
  4. In den ersten drei Monaten nach Auftreten spricht man vom akuten Tinnitus.
  5. Bei der sogenannten Tinnitus-Retraining-Therapie wird dem Patienten seine Erkrankung verständlich gemacht, um einen besseren Umgang mit dieser zu ermöglichen.
  1. Ein Lärmtrauma entsteht frühestens nach mehreren Minuten.
  2. Akute Lärmschädigungen erfordern in den meisten Fällen die Versorgung mit einem Hörgerät.
  3. Beim Knalltrauma kommt es regelmäßig zur Trommelfellverletzung.
  4. Explosionstraumata gehen mit Schallimpulsen unter 2 ms und über 150 db einher.
  5. Bei einem Explosionstrauma bleibt das Trommelfell intakt.
  1. Hochtonverlust bei 4000Hz (C5-Senke)
  2. Tieftonverlust, später pantonale Schallempfindungsschwerhörigkeit
  3. Senke bei 2000 Hz (Carhart-Senke)
  4. Pantonale Schallleitungsschwerhörigkeit
  5. Undulierende Knochenleitungskurve
  1. Die berufsbedingte chronische Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufserkrankung in Deutschland.
  2. Auch nach Beendigung der Lärmexposition zeigt die chronische Lärmschwerhörigkeit eine kontinuierliche unaufhaltsame Progression.
  3. Sie ist durch späte Remission gekennzeichnet, da sich insbesondere die äußeren Haarzellen nur innerhalb von mehreren Monaten regenerieren.
  4. Die chronische Lärmschwerhörigkeit ist reversibel.
  5. Sie tritt innerhalb von Millisekunden auf, verursacht durch einen plötzlichen, intensiven Schalldruckpegel >150dB mit sehr kurzer Druckspitze.
  1. Diagnostisch wegweisend sind eine Schallleitungsschwerhörigkeit sowie Spontannystagmus zur gesunden Seite.
  2. Ein Hydrops des häutigen Labyrinths im Bereich der Reissner-Membran führt zur Reizung des Labyrinths.
  3. Zur Klinik gehört ein anfallsweise auftretender Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen.
  4. Durch die Applikation von Gentamycin im Bereich des runden Fensters kann bei Therapieresistenz das Vestibularorgan ausgeschaltet werden.
  5. Im Anfall erfolgt die symptomatische Therapie mit Bettruhe, Antiemetika sowie Antivertiginosa.
  1. Betroffen ist vor allem der Tieftonbereich.
  2. Presbyakusis bezeichnet einen beidseitigen Hörverlust durch Schallempfindungsschwerhörigkeit ab dem 5. Lebensjahrzehnt.
  3. Der Hörverlust entwickelt sich schleichend.
  4. Charakteristisch ist das eingeschränkte Sprachverständnis bei Hintergrundgeräuschen, z.B. auf einer Familienfeier.
  5. Die betroffenen Patienten sollten möglichst frühzeitig mit einem Hörgerät versorgt werden.
  1. Alle Antworten sind zutreffend.
  2. Die Diagnose erfolgt klinisch anhand der Anamnese und durch Lagerungsmanöver.
  3. In über 80% der Fälle sind Befreiungsmanöver nach Epley oder Sêrmont erfolgreich.
  4. Selbst ohne Therapie werden die Patienten innerhalb einiger Monate nach Symptombeginn beschwerdefrei.
  5. Ursächlich für den Schwindel sind losgelöste Kristalle der Otolithenmembran, welche in einen Bogengang eintreten und dadurch bei Bewegung Endolymphe bewegen.
  1. Es handelt sich um einen semi-malignen Tumor.
  2. Der Tumor hat seinen Ursprung in der Regel im inneren Gehörgang und wächst in den Kleinhirnbrückenwinkel.
  3. Zu den Symptomen gehören Schwindel, Innenohrschwerhörigkeit und Facialisparese.
  4. Die eigentlich korrektere Bezeichnung lautet Vestibularisschwannom.
  5. Bei der chirurgischen Therapie haben sich drei verschiedene Zugangswege etabliert.
  1. Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit ist typisch für Querfrakturen des Felsenbeins.
  2. Bei einer Felsenbeinquerfraktur liegt meist ein Trommelfelldefekt vor.
  3. Eine periphere Facialisparese tritt häufiger bei Felsenbeinlängsfrakturen auf.
  4. Für Längsfrakturen spricht ein Ausfall des Nervus vestibularis.
  5. Querfrakturen gehen mit Stufenbildung im äußeren Gehörgang einher.
  1. Seromukotympanon
  2. Rötelnembryopathie
  3. Aminoglykoside
  4. Labyrinthitis durch Streptokokkus pneumoniae
  5. Akustisches Trauma

Dozent des Vortrages Das Innenohr

Dr. med. Boris Haxel

Dr. med. Boris Haxel

Dr. Boris Haxel ist Oberarzt der Klinik Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie Allergologie.

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