Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird immer schwieriger. Die Menschen sind heute flexibler und häufiger bereit, ihren Wohnort oder ihren Arbeitgeber zu wechseln, als noch vor zehn Jahren. Gerade Großunternehmen sind ständig auf der Suche nach neuen Talenten und haben Social-Media-Kanäle für ihre Recruiting-Maßnahmen entdeckt.
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Bild: von Alan Reeves. Lizenz: CC BY 2.0


Laut einer Studie des MMB – Institut für Medien- und Kompetenzforschung gehen 88 Prozent der Experten davon aus, dass Web 2.0-Kanäle für die Personalbeschaffung in den nächsten 3 Jahren eine wichtigere Rolle spielen werden als die klassischen Kanäle. Statt im Anzeigenteil der Zeitung, in Online-Jobbörsen oder der Rubrik Karriere auf der firmeneigenen Website, wird die Ausschreibung von Stellen zunehmend bei Twitter, LinkedIn, Xing und Facebook erfolgen.

Für die Attraktivität von Facebook und Co. gibt es gleich mehrere Gründe:

  • Social Media ist relativ neu. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nach jungen Mitarbeitern Ausschau hält. Unter jungen Menschen ist die Nutzung von Social Media weit verbreitet. Von mehr als 27 Millionen deutschen Facebook-Nutzern sind etwa 15 Millionen zwischen 18 und 34 Jahre alt.
  • Social Media ist angesagt. Nicht nur große Konzerne, auch immer mehr mittelständische Unternehmen nutzen Facebook und Co., um neue Mitarbeiter zu gewinnen. In einer Befragung der Universität Bamberg unter den Top-1000-Unternehmen aus Deutschland schätzten 64,8 Prozent Social-Media-Anwendungen für das Recruiting als positiv ein. Am häufigsten wird Xing genutzt.
  •  Social Media ist kostengünstig. Wenn Sie die zur Verfügung stehenden Social-Media-Kanäle aktiv nutzen, müssen Sie wenig oder gar kein Geld ausgeben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine freie Stelle über Social-Media-Kanäle bekannt zu machen:

Die erste ist eine klassische Stellenanzeige. Diese ist mit Kosten verbunden. Verglichen mit einer Anzeige in einer Tageszeitung, für die leicht ein vierstelliger Betrag fällig wird, halten sich die Gebühren allerdings in Grenzen.

  • Über BranchOut, eine Facebook-App, können Sie ein Stellenangebot schalten. Kostenpunkt: 49 US-Dollar. Um die Anwendung zu testen, können Sie einmal eine kostenfreie Anzeige aufgeben, die nur für Ihre Kontakte sichtbar ist.
  • Bei Xing haben Sie die Auswahl zwischen einem Klickpreis-Produkt, bei dem Sie nur die wirklich vorgenommenen Klicks auf Ihr Inserat im jeweiligen Monat bezahlen (ohne Mindestumsatz und ohne Grundgebühr), und verschiedenen Festpreis-Produkten, die einen Pauschalpreis haben. Die Kosten liegen aktuell bei 0,85 Euro pro Klick bzw. 395 Euro für eine Laufzeit von 30 Tagen.
  • Die Preise für Stellenanzeigen bei LinkedIn richten sich nach dem Standort. In Deutschland zahlt man für eine Anzeige mit einer Laufzeit von 30 Tagen 139,95 Euro, für ein Paket mit 5 oder 10 Anzeigen 110,99 Euro bzw. 89,50 Euro pro Anzeige.

Die zweite Möglichkeit, eine vakante Stelle bekannt zu machen, ist ein Posting in verschiedenen Gruppen. Diese Methode ist kostenlos.

  • Suchen Sie nach Gruppen, die Ihren Zielpersonen entsprechen. Bevor Sie eine Stellenanzeige posten, gehen Sie jedoch sicher, ob dies in der Gruppe erwünscht ist. Bei Xing können Sie für Ihren Post nur reinen Text verwenden. Graphische Element einzubauen ist nicht möglich.
  • Wenn Sie auf LinkedIn oder Facebook eine Anzeige veröffentlichen, können Sie einen Link zu Ihrem Unternehmensprofil beim jeweiligen Anbieter oder zu Ihrer eigenen Website setzen.

Eine weitere Alternative ist die Suche im Netzwerk. Auch hier kommen keinerlei Kosten auf Sie zu.

  • Das persönliche Profil der Nutzer von Xing und LinkedIn gibt Auskunft über den beruflichen Werdegang und die Qualifikationen. Auch immer mehr Facebook-Nutzer verwenden ihr Profil beruflich. Über die Suchfunktionen können Sie geeignete Kandidaten ausfindig machen und sie zur Bewerbung auffordern.
  • Sie können auch ein Stellenangebot posten und Ihr Netzwerk bitten, dieses zu teilen. Bei Netzwerken, die das Hashtag unterstützen (LinkedIn, Google+, Twitter, So.Cl), sollten Sie Begriffe wie #Job mit einbauen.

Zum Schluss noch ein paar Tipps

  • Ausschlaggebend bei der Entscheidung, welches Netzwerk Sie nutzen, sollte nicht der Preis sein, sondern die Frage, welche Zielgruppe Sie erreichen möchten. Wollen Sie hochqualifizierte Fachkräfte einstellen, sind Xing und LinkedIn die richtige Anlaufstelle.
  • Suchen Sie vorrangig in dem Netzwerk, das Sie selbst am intensivsten nutzen. Ein gut gepflegtes Profil gibt den Interessenten wichtige Informationen und hilft ihnen bei der Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung in Ihrem Unternehmen.
  • Seien Sie kreativ in der Ausgestaltung Ihrer Anzeige. Durch Originalität erreichen Sie eine höhere Reichweite. Sie können den Bewerbern Aufgaben stellen oder einen kleinen Wettbewerb ausschreiben. Lassen Sie die Bewerber Entwürfe und Ideen für ihre mögliche neue Tätigkeit posten. Wer die meisten „Gefällt mir“-Angaben bekommt, wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Teilnehmer werden ihre Kontakte motivieren, für sie zu stimmen. Die Anzeige findet so immer mehr Verbreitung und wird das Interesse weiterer Bewerber auf sich ziehen.

 

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