Wirksprache: Prinzipien, Kriterien und Anwendungen von LL.M. Gerd Ley

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Wirksprache: Prinzipien, Kriterien und Anwendungen“ von LL.M. Gerd Ley ist Bestandteil des Kurses „Rhetorik für Jurist*innen“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Kleiner Test
  • Auswertung
  • Worthülsen vermeiden
  • Keine Weichmacher
  • Länge der Wirksprache begrenzen
  • Rhetorische Wirkfrage
  • Horror- und Paradiesszenario vergleichen

Quiz zum Vortrag

  1. Die Wirksprache ist die einfachste Sprache, die es gibt. Sie besteht aus kurzen Sätzen. Die Sätze sollten dabei nicht mehr als acht Wörter enthalten. Sprechen Sie also so, wie Sie auch im wirklichen Leben sprechen.
  2. Vermitteln Sie mit Ihrer Sprache Bilder. Nur so erreichen Sie sofort das Unterbewusstsein Ihrer Zuhörer. Vermeiden sie es wenn irgend möglich, Ihre Botschaft über den logischen Verstand Ihrer Zuhörer zu transportieren. Sie können auch bei komplizierten Sachverhalten und Fachvorträgen die Wirksprache einsetzen. Verwenden Sie Metaphern! Ein Triggersatz hierzu lautet z.B.: "Das ist genauso, als wenn...". "Das ist dasselbe wie...". Es gibt kaum einen Begriff oder eine Situation, die nicht auch durch eine Metapher ausgedrückt werden könnte. Sie müssen es nur üben!
  3. Sie können ein Sachthema nicht so verkaufen, dass es bei Ihnen irgendwelche Bilder auslöst. Wie wollen Sie einen juristischen Sachverhalt z.B. bildhaft darstellen? Das dürfte wohl kaum möglich sein.
  4. Sprache muss überzeugen. Das kann sie nur dann, wenn sie ein gewisses Niveau nicht unterschreitet. Cogito ergo sum. Das wusste schon Descartes. Deshalb müssen sie die Zuhörer zum (Mit) Denken anregen. Nur dann, wenn ich eine Botschaft rational verarbeiten kann, erzielt sie eine Wirkung.
  1. Die bevorzugte Zeitform der Wirksprache ist die Gegenwart.
  2. Fachbegriffe werden vermieden oder übersetzt.
  3. Die Sprache sollte aktivisch statt passivisch ausgestaltet sein.
  4. Es werden Substantive statt Verben verwendet.
  5. Werbeversprechen und Worthülsen sind wesentlicher Bestandteil der Wirksprache.
  1. Behauptungen werden durch Beispiele belegt.
  2. Behauptungen werden einfach selbstbewusst aufgestellt.
  3. Es wird fachspezifische Sprache verwendet.
  4. Die wörtliche Rede wird vermieden.
  5. Sätze sind lang und beinhalten viele Nebensätze.
  1. Sie ist gezielt an wichtigen Punkten einzusetzen, um diese hervorzuheben.
  2. Wirksprache und normale Sprache wechseln sich ab, um Spannung zu erzeugen.
  3. Der ganze Vortrag ist in Wirksprache zu halten, denn alles ist wichtig.
  4. Wirksprache ist nur selten einzusetzen, um den Zuhörer nicht zu überfordern.
  1. Eine rhetorische Wirkfrage ist eine Frage, auf die niemand eine Antwort gibt, weder der Fragende noch der Zuhörer.
  2. Eine rhetorische Wirkfrage ist das Gleiche, wie eine rhetorische Frage. Hier wird lediglich alter Wein mit neuem Etikett versehen.
  3. Sie soll bei mehrfacher Nutzung bezwecken den Redner als Meinungsführer hervorzuheben.
  4. Sie gibt dem Publikum die Möglichkeit seine Meinung zu äußern.

Dozent des Vortrages Wirksprache: Prinzipien, Kriterien und Anwendungen

LL.M. Gerd  Ley

LL.M. Gerd Ley

Gerd Ley, LL M. (Oec.), Dipl.-Verwaltungswirt, studierte Verwaltungswissenschaften an der FHSöV NW und Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Saarbrücken (Schwerpunkte Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Arbeitsrecht). Er war 10 Jahre als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht tätig und verfügt über mehrjährige forensische Erfahrung in der Vertretung vor dem Arbeitsgericht als Arbeitgeber und Vertreter von Arbeitnehmern (für eine Gewerkschaft). Gerd Ley war 6 Jahre als Dozent an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung Köln und 12 Jahre als Dozent an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie tätig.

Er ist als freier Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei tätig, Referent und Berater für arbeitsrechtliche Fragen für KMU und IHK, sowie Personal- und Compliance-Berater für KMU (Schwerpunkt Arbeitsrecht, Arbeitsstrafrecht).

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