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vom 04.06. – 06.06.2024 | Halle 1 | Stand D55 | Messe Karlsruhe

EU AI Act: Was Unternehmen bis zum 2. August 2026 tun müssen

EU AI Act: Was Unternehmen bis zum 2. August 2026 tun müssen

Der 2. August 2026 gilt als der zentrale Stichtag des EU AI Act. Viele Unternehmen wissen inzwischen, dass an diesem Datum etwas passiert — aber nicht genau, was das für sie bedeutet. Dabei ist der EU AI Act kein neues Gesetz: Er ist bereits seit über zwei Jahren in Kraft. Was sich am 2. August ändert, ist nicht die Existenz der Pflichten, sondern die Möglichkeit, sie durchzusetzen und zu sanktionieren.
Two Business Professionals Collaborate
Lecturio Redaktion

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24.07.2026

Inhalt

Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden und sichern Sie den Erfolg und die Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens

Kein neues Gesetz: Der EU AI Act gilt schon seit 2024

Die Verordnung (EU) 2024/1689 ist am 1. August 2024 in Kraft getreten. Seitdem läuft ein gestaffelter Zeitplan, der die Pflichten schrittweise scharf schaltet. Seit dem 2. Februar 2025 gelten die Verbote bestimmter KI-Praktiken, sowie die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Artikel 4. Unternehmen müssen seitdem dafür sorgen, dass ihre Mitarbeitenden ausreichend geschult sind, um KI-Systeme sicher und verantwortungsvoll einzusetzen. Was der EU AI Act grundsätzlich vorschreibt und warum Weiterbildung dabei eine zentrale Rolle spielt, haben wir bereits im Artikel „EU AI Act und Weiterbildung: Was Unternehmen jetzt wissen müssen” eingeordnet.

Was ändert sich nun am 2. August 2026? Ab diesem Datum gilt die Verordnung für KI-Systeme vollständig und auch der Sanktionsrahmen greift.

Was zum 2. August 2026 konkret in Kraft tritt

Zwei Dinge sind für die meisten Unternehmen relevant. Erstens: Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 greifen. Chatbots, KI-generierte Inhalte, Deepfakes und Emotionserkennungssysteme müssen ab diesem Zeitpunkt klar als solche gekennzeichnet werden. Zweitens: Die Marktüberwachungsbehörden – in Deutschland unter anderem die Bundesnetzagentur – nehmen ihre Arbeit vollumfänglich auf, der Sanktionsrahmen der Verordnung greift ab diesem Tag in ganzer Breite.

Genau das ist der eigentliche Unterschied zu den vorangegangenen Fristen: Bisher galten die Pflichten zwar rechtlich, wurden aber kaum aktiv geprüft. Ab August können Behörden gezielt kontrollieren – und bei Verstößen gegen die verbotenen KI-Praktiken von Artikel 5 Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen.

Ein weit verbreitetes Missverständnis kommt hinzu: Artikel 4 betrifft nicht nur Unternehmen, die KI entwickeln oder Hochrisiko-Anwendungen betreiben. Als „Betreiber” gilt jedes Unternehmen, das ein KI-System im eigenen Namen einsetzt – vom ChatGPT-Einsatz im Kundenservice bis zur automatisierten Datenanalyse.

Konkrete Schritte bis zum Stichtag

Vier Punkte sollten Unternehmen jetzt priorisieren. Erstens ein Inventar aller im Unternehmen genutzten KI-Systeme erstellen und diese grob einer Risikoklasse zuordnen. Zweitens die eigene Rolle klären: Anbieter oder Betreiber, da sich die Pflichten unterscheiden. Drittens KI-Kompetenz systematisch aufbauen, mit dokumentiertem Nachweis für Mitarbeitende und mit vertieftem Risikowissen für Führungskräfte. Viertens Verantwortlichkeiten für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte festlegen, bevor die Transparenzpflicht greift.

Mit Lecturio den Nachweis strukturiert erbringen

Lecturio hat sein Kursangebot gezielt auf diese Anforderungen zugeschnitten. Im Zentrum stehen zwei Pflichtunterweisungen: KI-Training für alle Mitarbeitenden, das Chancen und Risiken von KI realistisch einordnet und den rechtssicheren Umgang mit KI-generierten Inhalten vermittelt. Außerdem die Führungskräfte-Version zur KI-Verordnung, die Risikostufen von KI-Systemen, Anbieter- und Betreiberpflichten sowie Risikomanagement abdeckt. Diese KI-Trainings schließen mit einem dokumentierten Kompetenznachweis nach Art. 4 EU AI Act ab.

Darüber hinaus bietet Lecturio Kompetenzkurse für den Arbeitsalltag: von den KI-Grundlagen über ChatGPT- und Copilot-Schulungen bis zu Claude Grundlagen und Vibe Coding mit Claude Code. So verbindet sich die gesetzlich geforderte Unterweisung mit echtem Praxisnutzen im Team. Die Kurse sind online und flexibel buchbar, mit garantiertem Kursbeginn zum Wunschtermin. Alle Informationen und ein Kontaktformular für unser KI-Training finden Sie hier.

Fazit

Der EU AI Act ist keine neue Überraschung, sondern ein seit 2024 laufender Prozess, der am 2. August 2026 in seine bislang wirkungsvollste Durchsetzungsphase eintritt. Unternehmen, die jetzt handeln statt abzuwarten, sichern sich nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch ein Team, das KI-Werkzeuge tatsächlich sicher nutzen kann. Lecturio unterstützt dabei mit Pflichtunterweisungen und praxisnahen Kursen, die beides zusammenbringen.

Die Lecturio-Redaktion

Unsere Artikel sind das Ergebnis gewissenhafter Arbeit unseres Redaktionsteams und entsprechender Fachautoren. Strenge Redaktionsvorgaben und ein effektives Qualitätsmanagement-System helfen dabei, die hohe Relevanz und Validität aller Inhalte zu sichern. 

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Simon Veiser

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Dr. Frank Stummer

Dr. Frank Stummer ist Gründer und CEO der Digital Forensics GmbH und seit vielen Jahren insbesondere im Bereich der forensischen Netzwerkverkehrsanalyse tätig. Er ist Mitgründer mehrerer Unternehmen im Hochtechnologiebereich, u.a. der ipoque GmbH und der Adyton Systems AG, die beide von einem Konzern akquiriert wurden, sowie der Rhebo GmbH, einem Unternehmen für IT-Sicherheit und Netzwerküberwachung im Bereich Industrie 4.0 und IoT. Zuvor arbeitete er als Unternehmensberater für internationale Großkonzerne. Frank Stummer studierte Betriebswirtschaft an der TU Bergakademie Freiberg und promovierte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe.

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Sobair Barak hat einen Masterabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen absolviert und hat sich anschließend an der Harvard Business School weitergebildet. Heute ist er in einer Management-Position tätig und hat bereits diverse berufliche Auszeichnungen erhalten. Es ist seine persönliche Mission, in seinen Kursen besonders praxisrelevantes Wissen zu vermitteln, welches im täglichen Arbeits- und Geschäftsalltag von Nutzen ist.

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Wolfgang A. Erharter ist Managementtrainer, Organisationsberater, Musiker und Buchautor. Er begleitet seit über 15 Jahren Unternehmen, Führungskräfte und Start-ups. Daneben hält er Vorträge auf Kongressen und Vorlesungen in MBA-Programmen. 2012 ist sein Buch „Kreativität gibt es nicht“ erschienen, in dem er mit gängigen Mythen aufräumt und seine „Logik des Schaffens“ darlegt. Seine Vorträge gestaltet er musikalisch mit seiner Geige.

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Als akkreditierter Trainer für PRINCE2® und weitere international anerkannte Methoden im Projekt- und Portfoliomanagement gibt Andreas Ellenberger seit Jahren sein Methodenwissen mit viel Bezug zur praktischen Umsetzung weiter. In seinen Präsenztrainings geht er konkret auf die Situation der Teilnehmer ein und erarbeitet gemeinsam Lösungsansätze für die eigene Praxis auf Basis der Theorie, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Da ihm dies am Herzen liegt, steht er für Telefoncoachings und Prüfungen einzelner Unterlagen bzgl. der Anwendung gern zur Verfügung.

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Zach Davis ist studierter Betriebswirt und Experte für Zeitintelligenz und Zukunftsfähigkeit. Als Unternehmens-Coach hat er einen tiefen Einblick in über 80 verschiedene Branchen erhalten. Er wurde 2011 als Vortragsredner des Jahres ausgezeichnet und ist bis heute als Speaker gefragt. Außerdem ist Zach Davis Autor von acht Büchern und Gründer des Trainingsinstituts Peoplebuilding.

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Wladislaw Jachtchenko ist mehrfach ausgezeichneter Experte, TOP-Speaker in Europa und gefragter Business Coach. Er hält Vorträge, trainiert und coacht seit 2007 Politiker, Führungskräfte und Mitarbeiter namhafter Unternehmen wie Allianz, BMW, Pro7, Westwing, 3M und viele andere – sowohl offline in Präsenztrainings als auch online in seiner Argumentorik Online-Akademie mit bereits über 52.000 Teilnehmern. Er vermittelt seinen Kunden nicht nur Tools professioneller Rhetorik, sondern auch effektive Überzeugungstechniken, Methoden für erfolgreiches Verhandeln, professionelles Konfliktmanagement und Techniken für effektives Leadership.

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Alexander Plath

Alexander Plath ist seit über 30 Jahren im Verkauf und Vertrieb aktiv und hat in dieser Zeit alle Stationen vom Verkäufer bis zum Direktor Vertrieb Ausland und Mediensprecher eines multinationalen Unternehmens durchlaufen. Seit mehr als 20 Jahren coacht er Führungskräfte und Verkäufer*innen und ist ein gefragter Trainer und Referent im In- und Ausland, der vor allem mit hoher Praxisnähe, Humor und Begeisterung überzeugt.