Generalisten sind auf dem Arbeitsmarkt längst nicht so gefragt wie Spezialisten. Doch wenn Sie sich kaum über Ihr Fachgebiet hinaus entwickeln, kann der einzige Vorteil plötzlich zum Nachteil werden. Wie Sie eine Stagnierung Ihrer Karriere verhindern können, erfahren Sie in folgendem Artikel.
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1. Spezialisierung als Sackgasse?

In welchen Bereich Sie sich spezialisieren, entscheiden Sie bereits bei der Studienwahl. Mit jedem absolvierten Praktika, Trainee und Job nimmt Ihre Spezialisierung automatisch zu.

Für die Unternehmen bringt dieser Prozess bestimmte Vorteile mit sich. Zum einen erfolgt durch die Spezialisierung der Mitarbeiter eine Arbeitsteilung. Diese bringt außerdem bestimmte Kostenvorteile mit sich.

Doch die lange Beschäftigung mit einem Fachbereich kann zur Abflachung der Lernkurve führen. Plötzlich sind sie sich nicht mehr sicher, ob der bereits eingeschlagene Weg der Richtige ist.

Diese Veränderung kommt nicht nur durch den Wandel des Arbeitsmarktes zustande, sondern auch durch den Wechsel der eigenen Präferenzen.

Auch der rasche Fortschritt der Technologien bewirkt, dass immer wieder neue Experten benötigt werden, die andere Spezialkenntnisse aufweisen als die Mitarbeiter davor.

2. Wie viel Spezialisierung ist notwendig?

Sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer befinden sich aufgrund dieser Thematik häufig in einer Zwickmühle. Die so genannten Generalisten waren bereits in vielen Bereichen tätig, verfügen jedoch häufig nur über ein Halbwissen.

Für die meisten Aufgabenstellungen im Job bedarf es jedoch einer spezifischen Fachkenntnis, die nur ein Spezialist aufzuweisen hat. Als Experte kennen Sie sich besonders gut in Ihrem Themenfeld aus und können deshalb auch ein höheres Gehalt fordern. Ein Wissen, das über bestimmte Gebiete hinaus reicht, fehlt Ihnen jedoch.

Daher haben sich mittlerweile so genannte T-Shaped Profis für viele Arbeitgeber als optimale Lösung erwiesen. Dabei handelt es sich um Spezialisten, die auch diverse Kenntnisse über ein bestimmtes Fachgebiet erworben haben.

Pure Generalisten und Spezialisten werden auch heute noch benötigt. Die Prognose besagt aber, dass der Bedarf im Service-Zeitalter sinken wird.

Besonders im IT-Bereich sind T-Shaped Professionals von hoher Bedeutung, da sie zusätzlich über breite Geschäftserfahrungen verfügen, was in diesem Berufszweig unerlässlich ist.

Wichtig ist auch, wie klar Sie Ihr Profil umreißen können. Es macht einen besseren Eindruck, wenn Sie sich als „Controller“ oder „Programmierer“ und nicht als „Diplom-Kaufmann“ oder „Diplom-Informatiker“ bezeichnen.

3. Wie eine Veränderung gelingt

Wenn Sie eine Neuorientierung anstreben, sollten Sie den Arbeitsmarkt genau beobachten und eine angemessene Entscheidung treffen. Nur wenn Sie Ihr Ziel genau kennen, können Sie es erreichen.

Dabei sollten Sie sich nicht zu sehr von Emotionen leiten lassen. Voreilig kündigen, weil Sie sich so schnell wie möglich aus der unangenehmen Situation befreien wollen, muss aber nicht immer die Lösung sein. Manchmal lassen sich auch im aktuellen Unternehmen neue Betätigungsfelder erschließen.

Oftmals begrüßen es Vorgesetzte, wenn sich Mitarbeiter weiterentwickeln möchten. Das bedeutet, dass Sie Verantwortung übernehmen und sich offen gegenüber neuen Aufgaben zeigen. Diese Punkte sind auch Teil der Führungskraftentwicklung.

4. Folgen bedenken

Eine Veränderung wird sich in vielen Bereichen Ihres Lebens auswirken. Es ist deshalb wichtig, dass Sie die Situation schon vor dem ersten Schritt genau analysieren und Ihre Optionen prüfen.

Bedenken Sie, welche finanziellen Einschränkungen ein Wandel zur Folge haben kann und welche familiären Verpflichtungen Sie trotzdem erfüllen müssen. Welche Opfer sind Sie bereit für Ihr Ziel zu bringen?

Am besten holen Sie sich unabhängige Gesprächspartner zur Hilfe, die nicht von Ihrer Entscheidung betroffen wären (z.B. Coach, Freunde). Spielen Sie in Gedanken Pro und Contras durch.

Ein erster Schritt könnte deshalb auch erst einmal sein, ein neues Betätigungsfeld in Ihrer Freizeit anzutesten, z.B. im Verein oder innerhalb des Unternehmens.

5. Fazit

Mit Expertenwissen in einem bestimmten Bereich können Sie auf dem Arbeitsmarkt immer punkten. Sie sollten jedoch auch für Themenfelder außerhalb Ihres Fachgebietes offen bleiben. Eine Neuorientierung zu wagen, ist sicher nicht einfach. Um Ihrer Karriere neue Impulse zu geben, kann sich die Mühe jedoch lohnen.

Quellen

Spezialisierung im Job: Chance oder Risiko? via karrierebibel.de

Erfolgreich aus der Spezialisierungsfalle via e-fellows.net

T-Shaped Professional. Die Vorteile von Spezialist und Generalist vereint via business-wissen.de

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