Da sich auf eine freie Stelle in den meisten Fällen zahlreiche Interessenten bewerben, ist der Erfolgsdruck verständlicherweise besonders hoch. Immerhin geht es dabei für die meisten Bewerber um die berufliche Zukunft – und die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Es gilt also einen möglichst positiven Eindruck bei dem Personaler zu hinterlassen, um die Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu erhöhen. Um das zu schaffen, muss man in der heutigen Zeit allerdings nicht nur die Anforderungen der Stellenausschreibung erfüllen, sondern noch einiges mehr zu bieten haben. Dazu gehört auch eine möglichst perfekte Bewerbung, die zum einen absolut fehlerfrei und zum anderen strukturiert und auch optisch ansprechend ist. Aber wie sieht eine außergewöhnliche Bewerbung denn eigentlich aus? Und wie kreativ darf sie sein, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen?

Photo by Alice Achterhof on Unsplash


Die meisten Personalentscheider müssen sich tagtäglich durch zig Bewerbungen kämpfen, die in nahezu allen Fällen gleich aussehen: Layout, Struktur, Aufbau und Design – alles standardisiert und eher langweilig. Da kann es verständlicherweise schon mal passieren, dass auch die eigene Bewerbung schlicht und einfach untergeht.

Aber was wäre, wenn sich das Anschreiben und der Lebenslauf optisch von dem grauen Einheitsbrei abheben und somit aus der Masse hervorstechen? Würde das nicht vielleicht die eigenen Chancen deutlich erhöhen, von dem Personaler wahrgenommen zu werden und zeitgleich einen bleibenden und vor allem positiven Eindruck zu hinterlassen? Die Antwort lautet ja, denn wie heißt es so schön: Wer wagt, gewinnt. Allerdings gibt es dabei einige wichtige Dinge zu beachten, damit die Bewerbung am Ende nicht aussieht wie eine ungewollte Designstudie.

Das Wichtigste vorab: Auf keinen Fall übertreiben

Bevor man damit beginnen kann, sich auf das Vorstellungsgespräch und die häufigsten Bewerbungsfragen vorzubereiten, gilt es im ersten Schritt die vielleicht schwierigste Hürde zu überwinden: Eine Bewerbung abzuliefern, die dem Personaler gar keine andere Möglichkeit lässt, als den Aspiranten direkt persönlich einzuladen. Wer seine Bewerbungsunterlagen optisch auf ein neues Level heben möchte, sollte dabei jedoch keinesfalls übertreiben. Denn in eine ansprechende und professionelle Bewerbung gehören weder viele bunte Farben und verschiedene Schriftarten noch irgendwelche Grafiken oder sonstige Albernheiten.

Stattdessen gilt es einen kreativen Mittelweg zu finden, der den Recruiter nicht an der eigenen Glaubwürdigkeit und Authentizität zweifeln lässt, sondern ganz einfach zeigt, dass man originell denken und innovativ handeln kann. Und wie dieses Vorhaben erfolgreich sein kann, zeigen wir in dem nun folgenden Leitfaden.

So schreibt man eine Bewerbung, die einen mehr als positiven Eindruck hinterlässt

Da sich die meisten Bewerber schlichtweg nicht trauen, etwas Neues zu wagen, um den Personalchef zu beeindrucken, kann man im Optimalfall bereits schon mit kleinen Veränderungen Großes bewirken. Die folgenden Ideen sollen dabei in der Hauptsache als Anregung fungieren und die eigene Kreativität ankurbeln. Das bedeutet aber auch, dass nicht alle Vorschläge auch automatisch zum Erfolg führen – denn je nach Branche und Unternehmenskultur können die Anforderungen an eine rundum perfekte Bewerbung zum Teil recht stark variieren.

Daher ist es ratsam, auch selber kreativ zu werden und sich eigene Ideen auszudenken. Jetzt aber genug der Vorrede: Wie schafft man es denn nun eigentlich, der Bewerbung ein tolles und einmaliges Alleinstellungsmerkmal zu verpassen?

Etwas Farbe ins Spiel bringen

Wer denkt, dass eine professionelle Bewerbung zwangsläufig wie ein ungemütlicher Regentag aussehen muss, der irrt. Wie wäre es denn statt dem üblichen und langweiligen Schwarz und Weiß mit ein wenig mehr Farbe? So könnte man zum Beispiel die Überschriften im Lebenslauf in der Farbe gestalten, die auch von dem Unternehmen bei dem man sich bewirbt verwendet wird. So erreicht man nicht nur eine gesteigerte Aufmerksamkeit, sondern suggeriert dem Personaler gleichzeitig auch, dass man sich bereits schon jetzt mit der Firma identifiziert hat.

Individuelle Formen und Formate verwenden

Eine weitere Möglichkeit, um den Personalentscheider zu beeindrucken, kann in einigen Fällen auch ein außergewöhnliches Format sein. Statt den Lebenslauf in dem altbekannten DIN A4-Hochformat anzulegen, könnte man sich stattdessen ein ansprechendes Design für eine querformatige Vita ausdenken, zum Beispiel in Form einer Timeline. Ebenso können spezielle Formen für einen positiven Überraschungseffekt sorgen, beispielsweise ein kleiner QR-Code am Ende des Anschreibens oder eine Grafik, die zeigt, wie gut die persönlichen Hard- und Softskills ausgeprägt sind.

Modernes Design und innovative Elemente nutzen

Dass ein 08/15-Design in den meisten Fällen langweilig und dröge aussieht, wissen auch die Karriere-Experten des Online-Magazins t3n. Wer auffallen möchte, muss seiner Bewerbung ein moderneres Aussehen verpassen, das frisch und zugleich elegant aussieht. Ein wenig Farbe an der Seite oder im Header-Bereich, das eine oder andere grafische Element (zum Beispiel kleine Icons, die vor den jeweiligen Punkten im Lebenslauf integriert werden) und eine besondere Schriftart können die gesamte Bewerbung um ein Vielfaches aufwerten.

Hochwertiges Papier samt exklusiver Bewerbungsmappe

Was sich bei Visitenkarten schon vor langer Zeit durchgesetzt hat, kann auch bei der eigenen Bewerbung nicht schaden: Ein besonderes Papier, das etwas schwerer ist als das Standard-Druckerpapier (und das vielleicht sogar nicht einfach nur weiß ist, sondern eher die Farbe einer Eierschale besitzt). Gleiches gilt übrigens auch für die Bewerbungsmappe. Zwar mögen außergewöhnliche Mappen etwas teurer sein als die klassischen Alternativen, doch zeigt man dem Personaler so, wie viel einem diese spezielle Bewerbung wert ist.

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