Sie erhielten eine Einladung zum Vorstellungsgespräch – Glückwunsch, Sie haben die erste Hürde genommen. Abteilungsleiter können Ihre Zeit nicht wochenlang nur darauf verwenden, einen neuen Mitarbeiter zu finden. Sie sind gezwungen, eine kleine Auswahl und eine grundsätzliche Einschätzung zu treffen. Das sollte Ihnen Mut machen, Sie besitzen schließlich eine Einladung. Die folgenden fünf Tipps werden Ihnen aufzeigen, wie Sie souverän ins Vorstellungsgespräch gehen.
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Wählen Sie ein dem Job angemessenes „Wohlfühlstyling“!

Stopp! „Wohlfühlstyling“ heißt nicht, in einer verwaschenen Jogginghose beim Vorstellungsgespräch aufzutauchen. Jedoch sollen Sie sich auch nicht „verkleidet“ vorkommen. Sie tragen nie einen Hosenanzug? Warum dann beim Vorstellungsgespräch? Eine dunkle Hose, ein Hemd oder eine Bluse ist ‑ wenn Sie sich nicht gerade als Geschäftsführer bewerben ‑ genauso standesgemäß. Beachten Sie: Ihr Outfit sollte zum einen stimmig, sauber und ordentlich sein, und zum anderen zu Ihnen passen.

Planen Sie ausreichend Zeit ein, um pünktlich zum Gespräch zu erscheinen!

So einfach und simpel dieser Tipp auch zu sein scheint, so schwierig mutet er manchmal in der Praxis an. Dabei ist die Kalkulation, die Sie anstellen müssen, doch denkbar einfach: Wie viel Zeit benötigen Sie, um ‑ unter den widrigsten Verkehrsbedingungen ‑ zu Ihrem neuen Wunscharbeitgeber zu kommen? Wie lange brauchen Sie beispielsweise, um einen Parkplatz zu finden oder von U- oder S-Bahn dorthin zu gelangen? Addieren Sie die Teilzeiten und legen Sie 15 bis 30 Minuten drauf ‑ je nach Ihrer individuellen Stressresistenz. Dieser leicht pedantisch anmutende Zeitplan hilft Ihnen, zumindest zeitlich relativ entspannt das Gespräch anzutreten.

Bereiten Sie sich inhaltlich gut vor und seien Sie gewappnet für Fragen!

Ja, es gibt Fragen, die in 90 Prozent der Fälle gestellt werden. Wenn Sie genau das schon wissen, ist dies für Sie ein enormer Vorteil. Sie können sich bereits im Vorfeld darauf vorbereiten, um dann souverän zu antworten, zum Beispiel mit unserer Infografik.

Relativ oft kommen dabei solche Testfragen vor, bei denen geprüft wird, wie gut Sie über Ihren künftigen Arbeitgeber informiert sind. Studieren Sie die Homepage und recherchieren Sie weitere Details im Internet. Praxisorientierte Fragen beantworten Sie sicher, weil Sie sich im Vorfeld über Ihre Praxiserfahrung Gedanken gemacht haben.

Denken Sie dabei darüber hinaus nach, wie Ihre bisherige Arbeit zur angestrebten Stelle passt. Welche Fähigkeiten besitzen Sie bereits und was empfinden Sie als positive Herausforderung am neuen Job. Das hilft Ihnen, etwaige Abstraktionsfragen oder die Frage, warum gerade Sie für den Job die perfekte Wahl wären, souverän zu beantworten.

Achten Sie auf Ihre Außenwirkung während des Gesprächs!

Sie betreten den Besprechungsraum und sehen eine Person vor sich, die Ihnen bereits beim ersten Anblick unsympathisch zu sein scheint. Damit stehen Sie zwar vor einem erhöhten Schwierigkeitsgrad, allerdings bleibt Augenrollen oder Naserümpfen natürlich ein absolutes No-Go im Vorstellungsgespräch.

Nun ist Ihre Fähigkeit gefragt, im Inneren zu denken und etwas anderes auszustrahlen. Schwierig, aber machbar. Ähnliches kann Ihnen widerfahren, wenn Sie eine Frage gestellt bekommen, die Sie als unpassend oder vielleicht sogar als lächerlich empfinden. Halten Sie kurz inne, achten Sie auf die richtige Wortwahl und antworten Sie souverän.

Achten Sie neben Ihrer Mimik auch auf Ihre Gestik. Setzen Sie unterstreichende Handbewegungen bedacht ein. Vermeiden Sie stattdessen wilde Bewegungen.

Kurzum: Mimik und Gestik im richtigen Maße einzusetzen, erfordert Training. Üben Sie mit einem guten Freund. Er wird Ihnen sagen, wie Sie wirken.

Trainieren Sie Wortwahl und Gesprächsführung!

Ich engagiere mich ehrenamtlich und arbeite gerne mit jungen Menschen zusammen.

Sehr gut, aber helfen Sie Ihrem Gegenüber doch dabei, zu verstehen, was Sie wirklich tun:

Ich bin seit sieben Jahren im Verein aktiv und habe vor eineinhalb Jahren die Leitung der Jugendgruppe übernommen.

Das klingt nach einem engagierten Mitarbeiter, den man bei guter fachlicher Kompetenz gerne im Team hat.

Auf den Punkt gebracht: unterlegen Sie Ihre Antworten möglichst mit passenden Beispielen.

Darüber hinaus ist eines ganz wichtig: Halten Sie lieber einen kurzen Moment inne, denken Sie über Ihre Erwiderung sorgfältig nach und antworten Sie in klaren und gewählten Worten. Finden Sie in puncto Gesprächsführung die richtige Mischung aus Zuhören und Interagieren. Wirken Sie dabei nicht zu passiv. Hören Sie interessiert zu und stellen Sie klar formulierte Nachfragen. Das zeigt Ihrem Gegenüber, dass Sie sich setzen mit dem Unternehmen und den Inhalten des Gesprächs auseinandersetzen. So sind Sie in der Lage, souverän aufzutreten.

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