"Sehr geehrte Damen und Herren, Bezug nehmend auf Ihre Stellenausschreibung, möchte ich mich bei Ihnen bewerben. Aufgrund meiner Ausbildung, meinen Fortbildungen und meiner Teamfähigkeit bin ich für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle wie geschaffen." Herzlichen Glückwunsch! Mit diesem Einstiegssatz können Sie sich ganz sicher sein: Ihre Bewerbung wird die Erste sein - auf dem Stapel der Absagen. Das möchte kein Personalreferent, kein Abteilungsleiter und schon gar kein Geschäftsführer lesen.
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Wenn Ihr Profil beste Voraussetzungen erfüllt, dann erfahren Sie dank der folgenden Tipps, wie Sie das bereits im Bewerbungsschreiben deutlich machen können.

Tipp 1: Recherchieren Sie den Adressaten!

Sprechen Sie den Adressaten direkt an. Dazu ist natürlich etwas Recherchearbeit nötig, denn schließlich müssen Sie herausfinden, wer für die Besetzung der Stelle zuständig ist. Ein Anruf im Unternehmen kann Ihrer Bewerbung darüber hinaus auch Persönlichkeit verleihen. Schließlich sind Sie dann nicht mehr Nummer XY, sondern der Bewerber, der angerufen und sich vorab informiert hat.

Tipp 2: Verfassen Sie eine Einleitung!

Zaubern Sie einen Einleitungssatz in Ihr Bewerbungsschreiben, welcher aussagt, auf welche Stelle Sie sich bewerben (und zwar mit genauer Berufsbezeichnung) und versuchen Sie authentisch darauf hinzuwirken, dass der Personalreferent weiterliest. Dabei ist es nicht nötig, möglichst viele verschachtelte Sätze in diese Einleitung zu packen – wichtig ist nur eins: Beschreiben Sie auf pfiffige Art, was Sie mit Ihrem Schreiben bewirken wollen.

Tipp 3: Fassen Sie Ihren Werdegang sinnvoll zusammen!

Im nächsten Abschnitt berichten Sie bitte von Ihrem Werdegang. Es geht in diesem Teil der Bewerbung allerdings nicht darum, alle Stationen aufzuführen, die Sie bereits absolviert haben. Wichtig ist, sinnvoll zu bündeln und dieses „Bündel“ mit Mehrwert für die Firma zu versehen. So können Sie beispielsweise kurz anreißen, dass Sie inner- und außerbetriebliche Weiterbildungen besucht haben, dank denen Sie einen speziellen Bereich Ihres Berufes besonders gut beherrschen. Gerne können Sie in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass Sie auch bei Ihrem neuen Arbeitgeber weitere Seminare besuchen würden.

Tipp 4: Heben Sie Ihre wichtigste Fähigkeit hervor!

Im nächsten Absatz ist einmal mehr Ihre Fähigkeit gefragt, aus Ihrem Lebenslauf das Detail herauszufiltern, welches zu Ihrer Wunschstelle passt. Bewerben Sie sich beispielsweise auf eine Stelle als Teamleiterin, so müssen Sie sowohl Ihre Teamfähigkeit als auch Ihre Führungskompetenz in Worte fassen – und praktisch belegen. Also ist es an dieser Stelle nicht verkehrt, dem Personalreferenten mitzuteilen, dass sie im Verein tätig sind und dabei entweder eine Gruppe leiten oder sehr stark in die Organisation von Festlichkeiten eingebunden sind (was auch davon zeugt, dass Sie organisationsstark und verantwortungsbewusst sind).

Tipp 5: Variieren Sie den Schlusssatz!

Warum Sie und keiner der anderen Bewerber? Gerne wird dieser „alles entscheidende“ Satz vor den obligatorischen Schlusssatz gestellt – „auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich“. Überraschen Sie doch Ihr Gegenüber und halten Sie sich für diesen Abschluss noch ein letztes Ass im Ärmel. „Ich freue mich auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Wen Sie treffen werden? Eine motivierte, junge Frau mit viel Passion für Ihren Beruf und für das, was sie bisher beruflich und privat erreicht hat.“ So oder so ähnlich könnte ein Schlusssatz lauten, der in Ansätzen zusammenfasst, was Sie im Bewerbungsanschreiben ausdrücken wollten.

Tipp 6: Seien Sie ehrlich!

Grundsätzlich muss jedes Wort, welches Sie schreiben, ehrlich sein. Ja, jedes Bewerbungsschreiben ist ein großes Stück Eigenwerbung und Werbung ist ja auch bekannt dafür, Tatsachen zu schönen. Aber Details, die jeglicher Grundlage entbehren, sind definitiv fehl am Platz. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass man Ihnen nicht auf die Schliche kommen kann. Wer heutzutage Mitarbeiter einstellt, will genau wissen, wen er sich für sein Team aussucht. So sind Recherchen sowohl in sozialen Netzwerken als auch bei ehemaligen Arbeitgebern leicht möglich.

Tipp 7: Bleiben Sie individuell!

Achten Sie auf Individualität! Ihre Bewerbung kommt dann gut an, wenn Ihr Gegenüber nicht merkt, dass Sie bereits einen Bewerbungsmarathon hinter sich haben. Und das bedeutet auch, dass es nicht damit getan ist, bei einer neuen Bewerbung lediglich die Berufsbezeichnung und die Adresse der Firma zu tauschen. Achten Sie darauf, in jedes Bewerbungsschreiben ein Detail der Firma einzuarbeiten, bei der Sie sich bewerben. Das zeigt, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben und dass Sie die Bewerbung individuell für diesen potenziellen Arbeitgeber erstellt haben.

Tipp 8: Machen Sie keine Fehler!

Das K.-O.-Kriterium in jedem Bewerbungsschreiben sind nach wie vor Rechtschreibfehler. Es gibt heutzutage zahlreiche Programme, die Tippfehler und Grammatik-Ungereimtheiten herausfiltern. Nutzen Sie diese. Nach wie vor empfehlenswert ist auch der prüfende Blick eines weiteren Augenpaares: Bitten Sie doch einen ehrlichen Bekannten oder Freund darum, Ihr Schreiben zu lesen.

Tipp 9: Achten Sie auf das Äußere!

Große Bedeutung hat nach wie vor das äußere Erscheinungsbild, die Form und der Aufbau. So müssen Absender- und Empfängeradresse, Ort und Datum sowie eine aussagekräftige Betreffzeile ins Bewerbungsschreiben. Auf das Medium, in dem Sie die Stelle gefunden haben, sowie das Datum oder eine etwaige Referenznummer beziehen Sie sich in der Betreffzeile. Machen Sie sich darüber hinaus die Mühe, Ihre Unterschrift zu digitalisieren und ins Bewerbungsschreiben einzubinden, wenn Sie dieses per E-Mail übermitteln. Verweisen Sie auf Anlagen, die Sie anfügen.

Tipp 10: Zeigen Sie sich menschlich!

Eine Bewerbung kommt dann an, wenn Ihr Profil auf das Stellenprofil des Unternehmens passt. Dabei ist sowohl die fachliche Qualifikation als auch die persönliche Eignung ausschlaggebend. Geben Sie Ihrem Gegenüber bereits im Bewerbungsschreiben die Möglichkeit, Sie als Person kennenzulernen. Denken Sie immer daran: Die Stelle, auf die Sie sich bewerben, soll mit einem Menschen besetzt werden – und nicht mit einer Maschine.

 

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