Für viele Bewerber gehört es zu den schwierigsten Übungen bei einer Bewerbung: Das Motivationsschreiben. Hier sollte man sich keine Fehler erlauben. Mit unseren 9 Tipps für das perfekte Motivationsschreiben werden Sie in Zukunft auch diese Hürde auf dem Weg zu Ihrem Traumjob meistern.
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Motivation und Ehrgeiz


Tipp 1: Nicht wild drauf los schreiben

Legen Sie ein Motivationsschreiben nur bei, wenn es explizit gefordert ist, sonst nicht. In diesem Fall ersetzt es keinesfalls das ursprüngliche Bewerbungsschreiben, sondern steht – in der Bewerbungsmappe – meist auf der dritten Seite, nach Anschreiben und Lebenslauf.

Tipp 2: Immer die Anforderungen im Hinterkopf behalten

In puncto Inhalt ähnelt das Motivationsschreiben dem Bewerbungsschreiben in Ansätzen, allerdings ist es weit weniger formal. Die Kunst ein Motivationsschreiben zu verfassen liegt darin, wenige inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, diese aber ansprechend darzustellen. Dabei sollten Sie das Motivationsschreiben den Anforderungen anpassen und den Fokus nicht aus den Augen verlieren. Ist ein Kurzprofil gefragt, sollten Sie Ihren schulischen und beruflichen Werdegang skizzieren. Ist Ihre Motivation gefragt, gibt das Motivationsschreiben Ihnen den Raum, Wichtiges aus Ihrem Lebenslauf noch einmal vertiefend darzustellen.

Tipp 3: Fließtext oder Aufzählung – es geht beides

Vor- und Nachteile bieten beide Varianten. Persönlicher ist in jedem Fall der Fließtext, der einem Brief ähnelt. Achten Sie bei dieser Variante darauf, mit Absätzen den Text zu strukturieren, sonst wird dieser leicht unübersichtlich. Bei der Gestaltung als Aufzählung müssen Sie wirklich jedes Wort in die sprichwörtliche Waagschale legen, denn hierbei können Sie nicht mit einem ansprechenden Satzbau punkten, sondern lediglich mit einer komprimierten Darstellung Ihres Profils bzw. Ihrer Motivation. Hier muss die Strukturierung der einzelnen Bausteine sehr bewusst gewählt werden.

Tipp 4: Auf die äußere Form kommt es an

Achten Sie darauf, dass Ihr Motivationsschreiben eine Seite nicht überschreitet, sonst ist der Effekt – sich „schnell“ über den Bewerber informieren zu können – dahin. Wie im Anschreiben müssen Sie auch hier Ihre vollständigen Kontaktdaten angeben. Auch das Datum ist Bestandteil des Motivationsschreibens. Sprechen Sie Ihren Ansprechpartner direkt mit Namen an. Eine korrekte Rechtschreibung ist zudem oberstes Gebot. Darüber hinaus ist das Motivationsschreiben ein Bestandteil der Bewerbungsmappe und sollte daher optisch genau so aussehen. Dieselbe Schriftart und -größe sorgt hier für ein einheitliches Erscheinungsbild.

Tipp 5: Die richtige Überschrift wählen

Überschrift, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Das sind die einzelnen Bestandteile eines Motivationsschreibens, die es nun mit Leben zu füllen gilt. Eine erste Herausforderung kann dabei bereits die Überschrift sein. Sagen Sie in drei, vier oder fünf Worten, worum es in Ihrem Schreiben geht. Formulierungen in Form von Fragen – „Warum sollten Sie mich einstellen?“ – sind dabei genauso möglich wie die kurze und knappe Variante – „Über mich“ – oder die selbstbewusste Aussage: „Warum ich der Richtige für die Position bin“. Wählen Sie die Überschrift in jedem Fall passend zum folgenden Text und prüfen Sie noch einmal die Kongruenz.

Tipp 6: Wecken Sie das Interesse des Personalers

Müssten Personalreferenten einen Einleitungssatz mit Schulnoten bewerten, würden Sie für den Satz „Hiermit bewerbe ich mich …“ glatt durchfallen. Zum Mittelfeld zählen Sie mit dem Einleitungssatz, der mit den Worten beginnt „mit großer Freude habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen …“. Hier ist jedoch Ihr Einfallsreichtum gefragt. Sagen Sie in ein bis zwei Sätzen, warum Sie diese Stelle möchten und was Sie fachlich und emotional dafür prädestiniert. Dann wird auch der Personalreferent weiterlesen – und zwar im Hauptteil.

Tipp 7: Die eigenen Stärken hervorheben

Im Marketing oder in der Verkaufspsychologie nennt man es den USP, den unique selling point, den Sie nun im Hauptteil herausarbeiten müssen. Dabei geht es nicht darum, die Themen aus dem Anschreiben noch einmal neu zu umschreiben, sondern zu vertiefen oder ein in Worte gefasstes Verkaufskonstrukt für Sie als Person zu schaffen – eben Sie selbst Ihrem künftigen Arbeitgeber bestmöglichst zu verkaufen.

Tipp 8: Lassen Sie zum Schluss nicht nach

Um Ihr Motivationsschreiben gut zu beenden, bedienen Sie sich bitte nicht der üblichen Floskeln und rutschen mit Konjunktiv belasteten Phrasen zurück auf das 0-8-15-Niveau. Ihr Schlusssatz soll von authentischem Selbstbewusstsein zeugen. Zu viel Demut hat dabei nichts zu suchen.

Tipp 9: Seien Sie kreativ

Unzählige Male bekommen Personalchefs Motivationsschreiben, in denen akribisch genau die Worte aus dem Bewerbungsschreiben umgedreht und umformuliert wurden. Schade um diese Zeitverschwendung – für beide Seiten. Eingeladen wird z.B. ein Bewerber, der die Organisation des 150-jährigen Vereinsjubiläums der freiwilligen Feuerwehr in Worten skizziert hat – und das, obwohl er sich als Teamleiter im Büro beworben hat und die Branche nicht einmal annährend etwas mit der Feuerwehr zu tun hatte. Es war seine Geschichte, die ihn als verantwortungsvollen Mensch charakterisiert hat, seinen Einsatz gezeigt hat und daneben noch Mut bewiesen hat. Denn dieser Bewerber hat es gewagt, im Motivationsschreiben ein Selbstprofil abzugeben, welches ihm letztendlich geholfen hat, die Stelle zu bekommen.


 

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