Nicht nur Bewerber tricksen in Bewerbungsgesprächen – auch Personaler bleiben Bewerbern gegenüber nicht immer bei der Wahrheit. Sie sollten einem Personaler deshalb lieber nicht alles glauben, wenn Sie später nicht enttäuscht werden wollen. Doch bei welchen Aussagen sollten Sie skeptisch werden? Wir enttarnen die 5 größten Lügen der Personaler.
Tipp: Wollen Sie die Weiterbildungskosten in Ihrem Unternehmen reduzieren? Dann informieren Sie sich über unsere Online-Weiterbildungsangebote und fordern Sie eine kostenlose Live-Demo an.

Bild: “Promise?” von Carmella Fernando. Lizenz: CC BY 2.0 Das Bild wurde zugeschnitten.


Lüge 1: Ich melde mich bei Ihnen!

Sie haben es geschafft: Das Vorstellungsgespräch ist überstanden. Der Personaler bedankt sich bei Ihnen und versichert Ihnen, sich in zwei Tagen zu melden. Klingt super – ist aber oftmals schlichtweg gelogen. Denn oft warten Bewerber viel länger auf eine Antwort vom Personaler als abgesprochen.

Dies ist häufig gar keine böse Absicht des Personalers und hängt beispielsweise mit Verzögerungen im Bewerbungsprozess oder anderen Vorkommnissen im Unternehmen zusammen. Manchmal bricht der Personaler jedoch auch vorsätzlich seine Versprechungen, um zum Beispiel der unangenehmen Konfrontation im Falle einer Absage so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Lüge 2: Sie sind der Top-Favorit!

Nach dem Bewerbungsgespräch versichert Ihnen der Personaler, dass Sie der Top-Favorit unter den Bewerbern sind. Für Sie als Bewerber erweckt er damit den Eindruck, als hätten Sie den Job so gut wie sicher.

Lassen Sie sich von solchen Aussagen jedoch nicht blenden. Wer weiß schon, zu wie vielen Bewerbern er diesen Satz bereits gesagt hat? Oder ob ein Bewerber nach Ihnen besser für den Job geeignet ist, als Sie?

Sie sollten sich deshalb niemals vollkommen auf das mündliche Wort des Personalers verlassen und bei solchen Aussagen stets skeptisch sein. Erst, wenn Sie eine schriftliche Zusage erhalten haben, haben Sie den Job auch wirklich in der Tasche.

Lüge 3: Dieser Job ist Ihr Sprungbrett!

Der Personaler möchte Ihnen den Job natürlich möglichst schmackhaft machen und Sie davon zu überzeugen, dass Sie sich für diese Stelle entscheiden. Dies sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, denn die Gefahr der Beschönigung ist allgegenwärtig.

Ein Personaler lügt besonders, wenn es um Aufstiegschancen geht. Er möchte Ihnen den Job als Sprungbrett für Ihre weitere Karriere präsentieren. Ganz nach dem Motto: Wenn Sie in diesem Job gearbeitet haben, stehen Ihnen alle Türen offen!

Natürlich trifft dies nicht auf jeden Job zu und das sollten Sie sich bewusst machen. Fragen Sie nach konkreten Projekten, die Sie betreuen werden und erkunden Sie sich detailliert nach Ihren Aufgaben. Auf diese Weise können Sie sich einen realistischeren Eindruck von dem Job machen.

Lüge 4: Das Unternehmen ist perfekt für Sie!

Wenn der Personaler Sie für den Job haben möchte, wird er Ihnen nicht nur den Job, sondern das gesamte Unternehmen bestmöglich verkaufen wollen.

Verlassen Sie sich nicht auf die Aussagen des Personalers. Sichern Sie sich lieber ab und recherchieren Sie selbst über das Unternehmen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden.

Das direkte Gespräch mit anderen Mitarbeitern kann Ihnen beispielsweise helfen, einen Eindruck vom Betriebsklima zu erlangen. Und auch das Internet und Zeitungsartikel können Ihnen ein erstes Bild vom Unternehmen und dessen Image verschaffen.

Lüge 5: Ich muss Ihnen leider absagen!

Auch bei Absagen können Personaler oftmals ganz schön kreativ in ihrer Begründung sein, warum Sie den Job nicht erhalten haben. Diese Aussagen entsprechen nicht immer der Wahrheit und sind in den meisten Fällen sehr allgemein gehalten. Die wahren Gründe für die Absage werden Bewerbern vorenthalten.

Personaler versuchen auf diese Weise Sie nicht persönlich zu verletzen. Außerdem wollen Sie sich juristisch so wenig wie möglich anklagbar machen. Aufgrund dessen haben Personaler häufig gar keine andere Wahl, als in der Absage nicht die volle Wahrheit zu sagen.

Skepsis schützt Sie vor Enttäuschungen

Personaler sind nicht immer ehrlich – das sollten Sie sich in einigen Situationen bewusst machen. Besonders wenn es um den zu besetzenden Job und das eigene Unternehmen geht, bleiben sie in vielen Fällen nicht bei der Wahrheit, um Sie zu überzeugen. Dies sollten Sie stets im Hinterkopf behalten und skeptisch sein, um am Ende nicht enttäuscht zu werden.

Sie haben einen Bildungsgutschein?
Mit dem Bildungsgutschein zum Projektmanager!
(PRINCE2®, ITIL®, Six Sigma)
Jetzt mehr erfahren & Beratung anfordern!
Nein, danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *