Menschen zu führen ist eine Herausforderung – als Teamleiter ist jedoch genau das die Kernaufgabe. Sie sind für den Verlauf des Arbeitsprozesses verantwortlich und müssen einen manchmal schwierigen Spagat zwischen unterschiedlichen Aspekten bewältigen. Unsere Tipps erleichtern Ihnen den Start.
Tipp: Keine Lust zu lesen? Dann starten Sie doch einfach kostenlos unseren Notfallsanitäter-Kurs.

sechs-entenkueken-folgen-mama

Bild: „duck“ von Joses Tirtabudi. Lizenz: CC BY 2.0


1. Klären Sie Ihr Selbstbild

Wie sind Sie eigentlich so als Führungskraft? Wo liegen Ihre Stärken, woran möchten Sie bei sich arbeiten? Welche zentralen Werte vertreten Sie? Welche Haltung nehmen Sie, das Bindeglied zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen, grundsätzlich ein?

All diese Dinge sind wichtig für Ihre Aufgabe als Teamleiter. Befassen Sie sich deshalb zu Beginn aktiv mit diesen Themen. Von Zeit zu Zeit kritisch abzugleichen, wie sie tatsächlich agieren und was Sie sich vorgenommen haben, kann hilfreich sein.

2. Kennen Sie Ihre Teammitglieder

Machen Sie sich zu Beginn zunächst mit jeder einzelnen Person vertraut. Nur wenn Sie wissen, wer welche Stärken und Schwächen, welche Vorstellungen, Wünsche und Ambitionen hat, können Sie die Aufgaben ideal verteilen. Möglicherweise erkennen Sie bei der Gelegenheit auch, wen Sie zusätzlich an Bord holen sollten. (Hierzu gibt es 5 ultimative Tipps, wie Sie das Potenzial eines Teams richtig einschätzen)

Stellen Sie Ihr Team selbst zusammen, achten Sie darauf, die passenden Mitarbeiter auszuwählen. Nicht nur die fachliche Qualifikation spielt eine wichtige Rolle – auch die mögliche Gruppendynamik, die bestehenden Beziehungen der Individuen untereinander, sowie ihre jeweiligen menschlichen Qualitäten.

Wenn Sie den Mitarbeitenden offen begegnen, sie ganzheitlich als Personen wahrnehmen und darüber hinaus über Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen, eine gute Beobachtungsgabe und Rückgrat verfügen, ist das schon die halbe Miete. Sprechen Sie Konflikte im Team offen an und bleiben Sie empathisch.

Wie gutes Teambuilding gelingt, erfahren Sie in diesen 27 Übungen für einen besseren Teamgeist.

3. Hören Sie zu und kommunizieren Sie offen

Es ist für einen reibungslosen Arbeitsablauf wichtig, Informationen effektiv und transparent zu vermitteln. Teilen Sie allen Teammitgliedern alle Informationen mit, sodass niemand sich übergangen fühlt und alle sich einbringen können. Seien Sie ehrlich, auch in unangenehmen Punkten, und informieren Sie frühzeitig über jeden das Projekt betreffenden Aspekt.

Bei Diskussionen ist es Ihre Aufgabe, moderierend für Struktur und eine konstruktive Atmosphäre zu sorgen. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt, formulieren Sie Kritik konstruktiv und immer sachlich statt mit persönlichen Bezügen. Klare Regeln im Hinblick auf die Zusammenarbeit sind auf der menschlichen Ebene ebenso wichtig wie auf der sachlichen.

Auch Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken zu können, ist für Teamleitende grundlegend, da die Motivation Ihres Teams sehr stark davon abhängt, ob sich alle respektiert und geschätzt fühlen. Hier ist das „offene Ohr“ gefragt! Bleiben Sie ruhig und hören Sie sich ohne nervöse Blicke auf die Uhr an, welche Nöte, Bedenken und Ideen Mitarbeitende haben.

Wie gut können Sie kommunizieren? Machen Sie jetzt den Selbst-Test und finden Sie in 10 Praxis-Situationen heraus, wie gut Sie Gespräche führen können.

4. Bleiben Sie am Boden

Es ist kein Zeichen von Schwäche, erfahrene Kollegen um Rat zu fragen. Damit machen Sie deutlich, dass Sie sich und ihre Fähigkeiten gut einschätzen können und die Erfahrung Ihrer Mitarbeitenden achten. Sie nehmen eine Vorbildfunktion ein und es ist wichtig, dass auch Ihre Teammitglieder offen dazu stehen können, nicht allwissend zu sein. Delegieren Sie; pflegen Sie ein konstruktives Miteinander!

Versuchen Sie, sich immer wieder zu verdeutlichen, wie Ihr Auftreten auf andere wirkt. Korrigieren Sie Ihr Verhalten gegebenenfalls. Eine Entschuldigung, wo sie angebracht ist, zeugt von Charakter: Sie sind ebenso wenig unfehlbar wie jeder andere Mensch. Da, wo Führungskräfte offen zu Fehlern stehen können, trauen sich auch Mitarbeitende eher, Missgriffe zuzugeben.

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist für Sie als Teamleiter unabdingbar. Bleiben Sie trotzdem authentisch, verbiegen Sie sich nicht. Gute Führungspersönlichkeiten sind das verbindende Element, das unterschiedlichste Menschen zu einer Gruppe zusammenfügt. Nur wenn Mitarbeitende Ihnen vertrauen und Sie für glaubwürdig halten, kann das gelingen.

5. Stehen Sie für wichtige Werte ein

Ihre Teammitglieder müssen sich auf Ihr Wort verlassen können – machen Sie deshalb keine Zusagen, die Sie möglicherweise nicht einhalten können, beschönigen Sie nicht und halten Sie sich an das, was Sie versprechen. Ein Projekt wird abgeschlossen, die Beziehung zu den Mitarbeitenden aber besteht weiter. Deshalb sollten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf die Beteiligten und Beziehungen legen.

Seien Sie fair. Zeigen Sie durch Ihr Handeln, wie Sie sich die Arbeit idealerweise vorstellen. Scheuen Sie sich auch nicht davor, unangenehme Aufgaben zu übernehmen – so sichern Sie sich Respekt und Glaubwürdigkeit im Team. Machen Sie Ihre Entscheidungen transparent, damit die Mitarbeitenden sie nachvollziehen können, selbst wenn Sie anderer Ansicht sind.

6. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr

Als Teamleiter sind Sie das Bindeglied zwischen dem Unternehmen und den Teammitgliedern. Motivieren Sie die Mitarbeitenden, indem Sie zeigen, dass Sie für die Werte des Unternehmens einstehen und mit Begeisterung am aktuellen Projekt arbeiten. Sie sind die Lokomotive, die den Team-Zug zieht: Wie, wie schnell und auf welchem Weg Sie gemeinsam zum Ziel kommen, bestimmen Sie. Dazu gehört auch die Koordination und Organisation der Rahmenbedingungen.

Behalten Sie auch in Krisensituationen einen kühlen Kopf. Es liegt in Ihrer Hand, ruhig und sachlich für eine Arbeitsatmosphäre zu sorgen, die überlegtes und systematisches Handeln ermöglicht. Vermeiden Sie es, Schuldzuweisungen zu machen. Überlegen Sie stattdessen gemeinsam, wie die Situation am besten zu lösen ist. Die Entscheidung treffen und verantworten jedoch letzten Endes Sie. Stellen Sie sich vor Ihre Teammitglieder!

Trauen Sie sich, Konsequenzen zu ziehen. Oft ist das unbequem. Ihr Team erwartet jedoch zu Recht von Ihnen, dass Sie für die Einhaltung der Regeln sorgen. Handeln Sie konsequent, denn nur so sind Sie auch glaubwürdig. Für Ihre Mitarbeitenden ist damit auch vorhersehbar, welche Folgen ihre Entscheidungen haben werden. Dass Sie sich selbst an die Regeln halten, sollte selbstverständlich sein!

Hauptsache Geduld und Freude an der Sache

Jede Entwicklung braucht Zeit – erwarten Sie deshalb nicht von sich, alles sofort richtig zu machen. Geben Sie Ihr Bestes und unterstellen Sie, dass auch Ihre Mitarbeitenden dies tun. Nehmen Sie Minderleistung von Teammitgliedern nicht persönlich, sondern als Anlass, ihre Entwicklung zu fördern. Wenn es Ihnen zudem gelingt, Spaß an Ihrer Aufgabe zu haben und dieses positive Gefühl zu transportieren, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Quellen

Aufgaben eines Teamleiters via business-wissen.de

Gute Tipps für gute Teamleiter via jobware.de

Haben Sie das Zeug zum erfolgreichen Teamleiter? via experteer-blog.de

8 Tips for Success as a Team Leader via humanresources.about.com

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *