Stellenanzeigen sind ein wichtiges Instrument der Personalsuche. Je härter der Kampf um qualifizierte Bewerber, umso wichtiger ist es, für treffende Formulierungen und eine ansprechende Gestaltung zu sorgen. Hier erfahren Sie, wie es Ihnen gelingt, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und so das Interesse potentieller Bewerber zu wecken.
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Bild: “Gesucht” von Dennis Skley. Lizenz: CC BY-ND 2.0


Die 5-W-Regel

Damit Ihre Anzeige alle wichtigen Informationen über Ihr Unternehmen und die zu besetzende Position enthält, können Sie sich an der so genannten 5-W-Regel orientieren. Danach sollte eine Stellenanzeige aus fünf Abschnitten bestehen, die verschiedene W-Fragen beantworten:

  • Wer sind wir? (Selbstdarstellung)
  • Wen suchen wir? (Stellenbeschreibung)
  • Was erwarten wir? (Anforderungsprofil)
  • Was bieten wir? (Leistungen des Unternehmens)
  • Wie soll die Bewerbung aussehen? (Bewerbungsmodalitäten)

Wer sind wir?

Im ersten Absatz einer Stellenanzeige sollten Sie Ihr Unternehmen zunächst kurz vorstellen. Nennen Sie den Standort, die Zahl der Mitarbeiter und das Geschäftsfeld, in dem Sie tätig sind. Sie können auch auf Ihre Unternehmenskultur eingehen.

Formulieren Sie hier nicht zu nüchtern und faktenorientiert. Heben Sie hervor, was Sie zu einem attraktiven Arbeitnehmer macht. Betreiben Sie Werbung für Ihr Unternehmen.

Wen suchen wir?

Im zweiten Teil der Anzeige sollten Sie kurz umreißen, mit welchen konkreten Tätigkeiten die zu besetzende Position verbunden ist. Hier sind alle Aufgaben und Verantwortungsbereiche zu nennen. Ein Interessent muss beim Lesen sofort entscheiden können, ob ihn die Arbeit reizen würde.

Konkretisieren Sie, wo die Stelle in der Unternehmenshierarchie verortet ist, und geben Sie an, ob es sich um eine Voll- oder eine Teilzeitstelle handelt. Aus dem Text sollte auch hervorgehen, ob ein befristetes oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten wird.

Was erwarten wir?

Erstellen Sie ein detailliertes Anforderungsprofil. Beschreiben Sie, was der Bewerber mitbringen sollte: Welche Ausbildung oder welches Studium sollte er absolviert haben? In welchem Bereich und über welchen Zeitraum sollte er Berufserfahrung gesammelt haben? Welche sozialen Fähigkeiten sind für die Position unerlässlich? Über welche IT- oder Fremdsprachkenntnisse sollte der Bewerber verfügen?

Machen Sie deutlich, welche Anforderungen unbedingt erfüllt werden müssen und welche von Vorteil wären. Bleiben Sie dabei realistisch und legen Sie die Messlatte weder zu hoch noch zu niedrig. Nur so können Sie sichergehen, dass sich geeignete Bewerber finden.

Achten Sie auf präzise Formulierungen. Zählen Sie nicht eine Reihe von Eigenschaften auf, die der Bewerber aufweisen soll: Flexibilität, Belastbarkeit, Organisationstalent etc. Es bleibt unklar, was genau Sie darunter verstehen. Gerade das Wort Flexibilität ist mit der Vorstellung von ungewöhnlichen Arbeitszeiten verbunden. Bei Belastbarkeit kommt jedem sofort Überlastung und Burnout in den Sinn.

Statt von Flexibilität zu sprechen, schreiben Sie lieber: „Unser neuer Mitarbeiter sollte offen sein für neue Lösungsansätze.“ Ihren Wunsch nach einem belastbaren Mitarbeiter können Sie folgendermaßen umschreiben: „Unser neuer Vertriebsleiter sollte einen kühlen Kopf bewahren, auch wenn es einmal ‚brenzlig‘ wird.“ So erkennen potenzielle Bewerber, was Sie von ihnen erwarten.

Was bieten wir?

An dieser Stelle sollten Sie schildern, was das Unternehmen dem Bewerber an Sonderleistungen zu bieten hat. Dies ist von enormer Bedeutung, gerade wenn die gesuchte Qualifikation selten ist und die potenziellen Kandidaten es sich leisten können, wählerisch zu sein. Listen Sie darum alles auf, was beim Bewerber das Gefühl erzeugen kann, dass Sie ein interessanter Arbeitgeber für ihn sind.

Dass Sie dem Bewerber ein attraktives Gehalt in Aussicht stellen, ist selbstverständlich. Von Ihren Konkurrenten heben Sie sich damit nicht ab. Anders sieht es bei freiwilligen Sozialleistungen aus. Nicht jedes Unternehmen stellt seinen Mitarbeitern etwa Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung oder unterstützt sie bei der Wohnungssuche. Auch mit Weiterbildungsangeboten und Aufstiegschancen können Sie bei vielen Bewerbern punkten.

Wie soll die Bewerbung aussehen?

Hier sollten Sie genau beschreiben, auf welchem Wege und in welcher Form sich Interessenten auf die ausgeschriebene Stelle bewerben können: postalisch, per Email oder online. Geben Sie an, welche Unterlagen der Bewerbung beizufügen sind. Bei einer Email- oder einer Online-Bewerbung ist die Information sinnvoll, welche Dateiformate erwünscht und welche Dateigröße zulässig ist.

Nennen Sie auch einen Ansprechpartner (mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse), an den sich potentielle Bewerber mit ihren Fragen richten und an den sie auch ihre Bewerbung adressieren können. Das wirkt persönlich und macht sympathisch.

 

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