Sich richtig gut zu verkaufen und geschickt in Szene zu setzen sind das A und O, wenn Sie auf der Karriereleiter nach oben klettern wollen. Da hilft es, wenn Sie selbstbewusst und souverän auftreten können. Um dies zu trainieren, stellen wir Ihnen im folgenden ein paar einfach, aber sehr wirkungsvolle Tricks vor.

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souverän auftreten

Bild: “Pug Dog” von Alex Brown. Lizenz: CC BY 2.0


Sich gut zu verkaufen ist das A und O im Job

Menschen mit souveräner Ausstrahlung scheinen es oft leichter zu haben. Sie werden respektiert und geachtet, ihre Meinung wird gehört und geschätzt. Zeigt die Körpersprache jedoch Unsicherheit und Selbstzweifel, ruft das meist Ignoranz und sogar Respektlosigkeit hervor. Dann fällt es umso schwerer, seinen Standpunkt souverän zu vertreten und nicht gleich unterbrochen oder gar übergangen zu werden.

Dass das Auftreten des Menschen eine große Rolle spielt, fanden Forscher heraus: Bei einem geplanten Auftritt, wie einem Vortrag oder einer Präsentation prägt sich die Qualität des Inhalts nur zu einem sehr geringen Teil ein. Die akustischen Merkmale, allen voran die Stimme, prägen den Eindruck zu gut einem Drittel und die äußere Erscheinung entscheidet in über 50 Prozent über einen gelungenen Auftritt.

Demnach können Sie selbst einen Einfluss darauf nehmen, wie überzeugend Sie in einem Vortrag wirken. Sie sind dem Publikum oder dem Gesprächspartner also nicht schutzlos ausgeliefert.  Um sein selbstsicheres, souveränes Auftreten zu üben, eignen sich die folgenden sechs Übungen.

Der Weg zum souveränen Selbstbewusstsein

Natürlich sind ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild und eine dem jeweiligen Anlass angemessene Kleidung Voraussetzung, aber mit der passenden Körpersprache kann man noch viel mehr erreichen. Versuchen Sie, sich wohl in Ihrer Haut zu fühlen. Wenn Sie sich Ihrer selbst bewusst werden und für sich selbst eintreten ohne sich dabei zu verbiegen, haben Sie schon den ersten Schritt für eine Steigerung des Selbstwertgefühls geleistet.

Jeder Mensch ist von Natur aus unterschiedlich mit Selbstbewusstsein ausgestattet und nimmt sich selbst ganz unterschiedlich wahr. Mit einigen Fertigkeiten scheint man geboren worden zu sein, einiges hat in der Erziehung seinen Ursprung und anderes kann man auch noch im Erwachsenenalter lernen.

Nicht alle Menschen, die souverän auf uns wirken, haben das selbstsichere Auftreten mit in die Wiege gelegt bekommen. Viele haben es erst lernen müssen, um wirklich erfolgreich zu sein. Heute sieht man es ihnen nicht mehr an, aber es sind mehr als Sie vielleicht vermuten würden. Also tun Sie aktiv etwas für Ihr souveränes Auftreten und öffnen Sie sich die eine oder andere Tür!

Trick 1: Akzeptieren Sie sich selbst!

Jeder sollte lernen, sich mit all seinen Ecken und Kanten so zu akzeptieren wie er ist. Vergessen Sie bei aller Bewunderung nie: Ihre Mitmenschen haben auch Schwachstellen. Dieser Erkenntnisprozess kann durch einfache Übungen strukturiert und unterstützt werden.

Stellen Sie sich beispielsweise vor einen Spiegel, nehmen Sie eine sichere, gerade Standposition ein und straffen Sie die Schultern. Stellen Sie nun Ihre Fragen an sich selbst, stellen Sie sie ruhig laut und seien Sie duldsam mit den Antworten. Es gibt Dinge, an denen kann man arbeiten, das sollte man auch tun. An anderen eben nicht.

Trick 2: Hören Sie in sich hinein!

Nehmen Sie sich etwas Zeit und beantworten Sie sich einige grundlegende Fragen über Ihre eigene Person:

  • Wer bin ich?
  • Was will ich?
  • Was macht mich aus?

Denken Sie über Ihre Charakterzüge, Ihre Stärken und Schwächen ehrlich und intensiv nach. Es mag möglicherweise einige Zeit kosten, aber die Auseinandersetzung mit sich selbst lohnt sich immer, wenn man ehrlich zu sich selbst ist! Werden Sie sich Ihrer Eigenschaften gewiss, dann können Sie mit und an ihnen arbeiten.

Trick 3: Eine laute Stimme wird nicht besser gehört als eine gefestigte!

Wahres Selbstbewusstsein vermittelt man mit fester, sicherer Stimme, nicht über die Lautstärke.

Und falls Ihnen mal jemand ins Wort fallen sollte, hier noch ein Extra-Trick: Um zu zeigen, dass Sie noch nicht fertig gesprochen haben, strecken Sie einfach eine Hand auf Brusthöhe in Richtung des Gesprächspartners. Achten Sie dabei allerdings stets darauf, Ihren Gegenüber respektvoll zu behandeln und lassen Sie auch die Anderen ausreden, so wird man auch Ihnen Raum und Respekt entgegenbringen.

Trick 4: Kontrollieren Sie Ihre Mimik und Gestik!

Um Selbstbewusstsein zu signalisieren, ist der direkte Augenkontakt sehr entscheidend. Dabei ist es wichtig, eine gute Balance zu finden. Meiden Sie jederlei Blickkontakt, kann das desinteressiert oder unsicher wirken. Starren Sie jemandem direkt ins Gesicht, kann das als unhöflich empfunden werden.

Falls Ihnen der direkte Augenkontakt am Anfang eine zu große Hürde ist, dann richten Sie Ihren Blick einfach auf die Tränensäcke Ihres Gegenübers. Entscheiden Sie sich dazu, Ihre Aussagen mit ausladenden Gesten der Hände und Arme zu unterstützen, achten Sie darauf, die Hände sollten immer auf Brusthöhe agieren. Übung macht den Meister!

Trick 5: Arbeiten Sie an den Stärken, nicht nur den Schwächen!

Souveränes Auftreten ist zu einem großen Teil erlernbar, deshalb sollten Sie an sich trainieren. Dabei dürfen Sie nicht vergessen, dass es mitunter einfacher ist, seine eigenen Stärken weiter zu fokussieren, anstatt nur die Schwächen im Blick zu haben. Das kostet meist viel mehr Kraft, bis Sie zu einem ähnlichen Ergebnis kommen. Wenn Sie in Ihre eigenen Stärken vertrauen, baut dies hingegen Ihr Selbstwertgefühl auf und mindert dadurch automatisch negative Gedanken.

Trick 6: Körpersprache bestimmt Ihre Wirkung!

Die meisten der professionellen Trainer beginnen mit einer simplen Übung, um sich der eigenen Außenwirkung bewusst zu werden. Hier der Klassiker: Stellen Sie sich in einen sicheren Stand, beide Füße hüftbreit auseinander, denn auf diese Weise kann man nicht so leicht umgestoßen werden, auch im übertragenen Sinne. Halten Sie die Schultern locker und machen Sie sich etwas breit, heben Sie den Kopf und strecken Sie das Kinn gleichzeitig weiter vor. Achten Sie auch auf Ihre Blickrichtung und begegnen Sie Ihrem Gegenüber stets auf Augenhöhe.

Auch im Sitzen können Sie diese Übung anwenden: Rücken gerade durchstrecken, aufrechte Sitzposition, Beine nebeneinander auf den Boden stellen. Überkreuzen Sie nicht Beine oder Arme, denn das deutet auf Verschlossenheit und Ablehnung hin. Diese Steh-und Sitzübung sollten Sie so oft wiederholen, bis sich die Positionen selbstverständlich und natürlich für Sie anfühlen.

 

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