Spontan, ungezwungen, aber nicht belanglos – so lassen sich die Grundzüge des Smalltalks beschreiben. So einfach das klingt, so schwierig kann es in der Praxis sein! Unsicherheit, Ideenlosigkeit oder endlose Pausen sind nur einige Symptome, die im spontanen Plausch auftauchen können. Mit unserer Checkliste gehen Sie garantiert vorbereitet ins nächste Gespräch und meistern jede Smalltalk-Hürde!
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GoodwinDan von photocase.de


1. Ergreifen Sie die Initiative

Trauen Sie sich, den Anfang zu machen. Sicher kostet das ein wenig Überwindung, aber erstens werden Sie mit der Unterhaltung belohnt und zweitens wird Ihr Gesprächspartner oftmals selbst erleichtert sein, dass Sie begonnen haben. Sie können somit durch Eigeninitiative den Respekt Ihres Gegenübers gewinnen.

2. Keine Panik bei einer Gesprächspause

Nehmen Sie eine Gesprächspause nicht persönlich und bleiben Sie entspannt. Möglicherweise findet der Gesprächspartner ebenfalls kein passendes Thema. Zu einer Unterhaltung gehören immer mindestens zwei! Das bedeutet konkret, es liegt nicht an Ihnen allein, diese am Laufen zu halten. Suchen Sie also nicht die Schuld bei sich. Setzen Sie sich nicht unter Druck, unbedingt etwas sagen zu müssen, denn verkrampft steigt die Gefahr von abgehackten Sätzen oder Gesprächspausen.

Es schadet jedoch nicht zu überdenken, ob Smalltalk in dem Moment überhaupt angebracht ist. Sie wollen schließlich niemandem zu nahe treten oder belästigen.

3. Triviales und Nebensächliches

Versuchen Sie sich nicht an den Gesprächsinhalten zu beweisen, sondern toben Sie sich im Trivialen aus! Wenn Sie nach besonders tiefgründigen oder anspruchsvollen Themen suchen, missachten Sie die Umstände und riskieren, sich selbst durch zu viel Nachdenken zu bremsen. Sie sollten eher eloquent als smart sein. Hier ist Ihre Raffinesse gefragt, nicht Ihr Wissen.

Die Themen liegen direkt vor Ihnen: die Umstände, das Befinden, das Wetter, die Umgebung, Zufälle. Denken Sie immer daran, dass es lediglich um oberflächliche Konversation geht.

4. Keine Reizthemen!

Smalltalk ist von kurzer Dauer. Dieser Fakt muss bei der Themenwahl berücksichtigt werden. Polarisierende Themen, die persönliche Aspekte berühren könnten, sollten tunlichst vermieden werden. Religiöse und politische Inhalte können äußerst heikel sein, und besonders in der Kürze explosiv wirken! Im Smalltalk sind gegensätzliche Meinungen zu tolerieren und zu akzeptieren – nicht auszudiskutieren.

Vermeiden Sie ebenfalls, persönlichen Bezug zu nehmen. Ihre Probleme oder gar die des Gesprächspartners haben beim Smalltalk nichts zu suchen – im geschäftlichen Rahmen generell nicht. Das Gleiche gilt für den sogenannten „Buschfunk“. Lassen Sie am besten Gerüchte und Lästereien komplett außen vor.

5. Gemeinsame Interessen finden

Loten Sie aus, ob gemeinsame Interessen bestehen. Ist das der Fall, sorgt das nicht nur für gegenseitige Sympathien, sondern fördert zudem den Gesprächsfluss. Selbst wenn Sie sich in dem Gespräch nicht wohlfühlen, können Sie sich dadurch mit etwas Vertrautem befassen und „am Ball bleiben“. Gerade wenn Sie sich nicht freiwillig in das Gespräch begeben haben, ist das ein nützliches Vorgehen.

6. Fragen Sie – aber nicht jede Frage

Fragen sind das Kernstück eines Gesprächs – umso mehr im Smalltalk. Achten Sie allerdings darauf, offene Fragen zu benutzen. Das Gespräch könnte ansonsten ein holpriges, quälendes Frage-Antwort-Format annehmen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit also Fragen, die nur mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Je besser das Gespräch allerdings im Fluss ist, desto weniger spielt das eine Rolle.

7. Körpersprache

Ihre Körpersprache kann sehr viel zum Erfolg beitragen. Sogar wenn Ihnen am Anfang die Worte fehlen. Seien Sie offen, zugewandt, wohlwollend höflich – und lächeln Sie! Ihre Art, wie Sie auf den Gesprächspartner zugehen, kann schneller das Eis brechen als eine hastig zurechtgelegte Floskel. Findet man Sie auf den ersten Blick sympathisch, sind Schnitzer in Fluss und Wortwahl beim Einstieg nicht mehr so relevant.

8. Kein Gespräch ohne Aufmerksamkeit

Mimik, Gestik, Körperhaltung und Blickkontakt sind auch für das weitere Gespräch von elementarer Bedeutung. Zeigen Sie dem Gesprächspartner, dass Sie trotz aller Trivialität zuhören. Nicken Sie, wiegen Sie den Kopf und bleiben Sie mit Körperspannung anwesend. Widmen Sie sich Ihrem Gegenüber mit maßvollem Augenkontakt und schenken Sie der Umgebung nicht zu viel Aufmerksamkeit. Aktives Zuhören sollte sich von selbst verstehen. Schließlich müssen Sie spontan reagieren können.

9. Authentisch wirken

Verstellen Sie sich nach Möglichkeit nicht und bemühen Sie sich um weitestgehende Authentizität. Es kann passieren, dass Sie Smalltalk mit Personen halten müssen, die Sie nicht mögen, oder über Themen, die Ihnen nicht liegen. Es ist natürlich in einem solchen Fall schwierig authentisch zu wirken, wenn man ein angenehmer Gesprächspartner sein soll.

Aber auch wenn Sie gute Miene zum bösen Spiel machen müssen, machen Sie nicht mehr als das. Stellen Sie nicht mehr dar als Ihnen liegt und Sie imstande sind zu zeigen. Das bedeutet praktisch, Sie sollten nicht betont lustig sein. Wenn Sie aufgesetzt wirken, fällt dies in der Regel auch dem Gesprächspartner auf. Ebenso kann überzogenes Verständnis problematisch sein. Vollziehen Sie Dinge nur soweit nach, wie Sie dies nach außen hin gut darstellen können. Vermeiden Sie somit Übertreibungen!

10. Kein Meister fällt vom Himmel

Selbst wenn Sie alle Tipps gewissenhaft beherzigen, bleibt Ihnen nun übrig, sich in der Praxis zu beweisen. Souveränität und Erfahrung bekommen Sie nur durch Übung. Gehen Sie unter Leute und wenden Sie unsere Kniffe an – Sie werden sehen, es wird von Mal zu Mal leichter gelingen!

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