In den letzten Jahren haben sich im Bereich Recruiting zahlreiche Trends gezeigt. Das Lecturio-Magazin stellt die wichtigsten ausführlich vor. Hier finden Sie nun einen kurzen Überblick über die Methoden und die jeweils damit verbundenen Vorteile sowie den entsprechenden Link zu den detaillierten Beiträgen.
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Bild: Herzensmensch von Rosa majalis . Lizenz: CC BY 2.0


1. Karriereseite

Die Karriereseite ist eine Unterseite der Firmen-Website. Hier stellen Unternehmen interessierten Bewerbern nicht nur Jobangebote vor, sondern liefern ihnen auch vielfältige Informationen über das Unternehmen und seine Tätigkeitsfelder.

Mit einem sympathischen Online-Auftritt können Sie sich von der Konkurrenz abheben, Ihre Bekanntheit steigern und die besten Kandidaten erreichen. Findet ein Interessent die Seite attraktiv, steigt die Chance, dass er sich – zum gegenwärtigen oder zu einem späteren Zeitpunkt – für eine Bewerbung entscheidet.

Was eine gute Karriereseite auszeichnet, erfahren Sie hier.

2. Jobbörsen

Jobbörsen sind nach wie vor die beliebteste Plattform für die Schaltung von Stellenanzeigen im Internet. Sie bieten die Möglichkeit, aktuelle Stellenangebote dort zu veröffentlichen, wo nach ihnen gesucht wird, und sie mit der Website des Unternehmens zu verlinken.

Über Jobbörsen erreichen Sie die größte Zahl an Jobsuchenden. Damit Sie Bewerbungen von geeigneten Kandidaten erhalten, muss Ihre Anzeige zunächst einmal gut auffindbar sein. Tipps zu Aufbau und Inhalt sowie zu einer gezielten Verschlagwortung und Kategorisierung erhalten Sie hier.

Zudem ist eine ansprechende Gestaltung von zentraler Bedeutung. Wie diese gelingt, lesen Sie hier.

3. Active Sourcing

Unter Active Sourcing versteht man Maßnahmen, die der Identifizierung und direkten Ansprache potenzieller Bewerber dienen. Es handelt sich gleichsam um eine Initiativbewerbung des Unternehmens bei einem Wunschmitarbeiter. Active Sourcing wird auf Veranstaltungen wie Kongressen oder Fachmessen, über Mitarbeiterempfehlungsprogramme, vor allem aber in Social Media Kanälen betrieben.

Für Sie als Personalentscheider verbindet sich mit Active Sourcing der Vorteil, dass der Auswahlprozess von Anfang an in Ihrer Hand liegt. So können Sie mehr Kandidaten erreichen, darunter auch solche, die gerade nicht aktiv auf Stellensuche sind. Sie sprechen nur diejenigen Kandidaten an, die Ihren Anforderungen gerecht werden, verkürzen dadurch den Recruitingprozess und sparen erhebliche Kosten ein. Zudem verringert sich durch Active Sourcing die Gefahr von Fehlbesetzungen.

Detaillierte Informationen und Tipps für ein erfolgreiches Active Sourcing geben wir Ihnen hier.

4. Twitter Cards

Twitter Cards sind kleine Vorschautexte, die angezeigt werden, wenn in einem Tweet ein Link geteilt wird. Sie bieten mehr Platz für einen Einblick in die Inhalte der verlinkten Webseite als ein normaler Tweet mit 140 Zeichen. Wenn Sie den Link zu einer Stellenausschreibung teilen, kann die entsprechende Twitter Card die wichtigsten Informationen zur Stelle und einen Link zur vollständigen Anzeige liefern.

Die Einrichtung von Twitter Cards ist nicht schwer und gelingt am einfachsten via Plugin für WordPress.

Mit Twitter Cards können Sie die Bekanntheit Ihres Unternehmens erhöhen, mehr Aufmerksamkeit für Ihre Stellenanzeigen wecken und so eine größere Zahl an Bewerbern erreichen. Durch die Bereitstellung von ausführlicheren Informationen ergänzen Sie Ihre bisherigen Aktivitäten auf Twitter und stärken so Ihre Arbeitgebermarke.

Mehr Informationen zu diesem noch wenig bekannten Recruiting-Tool finden Sie bei Monster.

5. Mobile Recruiting

Unter dem Begriff Mobile Recruiting fasst man Karriereseiten, Stellenanzeigen oder Bewerbungsformulare, die für mobile Endgeräte optimiert wurden. Laut einer aktuellen Studie nutzen 60 Prozent der Jobsuchenden ihr Smartphone für die Stellensuche, 21 Prozent von ihnen bewerben sich sogar mobil. Diese Zahl würde der Umfrage nach auf 76 Prozent steigen, wenn Unternehmen diese Bewerbungsform akzeptierten.

Mit mobil-optimierten Inhalten präsentieren Sie sich als moderner und dynamischer Arbeitgeber und können eine größere Zahl an Bewerbern für Ihr Unternehmen gewinnen.

Näheres zu den Erfolgsaussichten von Mobile Recruiting erfahren Sie hier.

6. Social Media Recruiting

Wie sich in der Bezeichnung schon andeutet, handelt es sich beim Social Media Recruiting um Personalbeschaffungsmaßnahmen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Xing, LinkedIn, Twitter oder Youtube.

Mit einer eigenen Seite in diesen Kanälen erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens und erreichen eine größere Zahl von potenziellen Bewerbern. Die Plattformen bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation. Sie eignen sich zudem hervorragend für das Active Sourcing.

Wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Social Media Nutzung im Recruiting geben wir Ihnen hier.

7. Talent Pools

Talent Pools sind Datenbanken, in denen Unternehmen ausführliche Profile von Kandidaten sammeln, die sie gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt als Mitarbeiter gewinnen möchten. Um die Bindung zu festigen, versorgen sie ihre Talents regelmäßig mit Nachrichten aus dem Unternehmen, Einladungen zu Events und passenden Jobangeboten.

Die Vorteile dieser Form des Recruitings liegen auf der Hand. Ihr Talent Pool bietet Ihnen eine Auswahl an passenden Kandidaten, auf die Sie gezielt zurückgreifen können, wenn es um die Besetzung einer Stelle geht. Der Recruitingprozess verkürzt sich erheblich und ist mit geringeren Kosten verbunden.

8. Recruiting Apps

Recruiting oder Karriere Apps bilden eine Sonderform des Mobile Recruitings. Sie werden von Unternehmen als Ergänzung zu ihrer mobilen Karriereseite angeboten. Die Varianten reichen von Apps, nach deren Download Kandidaten ihr Profil hinterlegen und anschließend passende Jobangebote erhalten, bis hin zu solchen, die mittels Testfragen ein anonymes Talentprofil erstellen und dieses dann mit Stellenangeboten von Unternehmen abgleichen.

Die Entwicklung einer solchen App ist mit besonderen technischen, finanziellen und vor allem konzeptionellen Herausforderungen verknüpft, die viele Unternehmen bislang abschrecken. Wer sich dennoch traut, erreicht damit den direkten Zugang zur Zielgruppe. Die einfache Handhabung geht mit einem häufigen Zugriff einher. So können Sie Kandidaten dauerhaft an Ihr Unternehmen binden.

Mehr über die Vorteile der Nutzung von Recruiting Apps verraten wir Ihnen hier.

9. Mitarbeiterempfehlungsprogramme

Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Personen aus ihrem persönlichen Netzwerk als „neue Kollegen“ zu empfehlen. Aufgrund ihrer hohen Erfolgsquote sind Empfehlungsprogramme in vielen Unternehmen längst etabliert.

Durch die Empfehlung geschieht gleichsam eine Vorauswahl. Die Passgenauigkeit von Stellenanforderung und Bewerberprofil ist gegeben. Der Recruitingprozess gestaltet sich kurz und unkompliziert, was mit einer deutlichen Kostenersparnis einhergeht. Zudem ist das Risiko der Fehlbesetzung von Stellen geringer als bei anderen Recruitingmethoden.

10. Recrutainment

Hinter dem Begriff Recrutainment verbirgt sich eine Mischung aus „Recruiting“ und „Entertainment“. Darunter fasst man Berufsorientierungsspiele, mit Hilfe derer Unternehmen reale Arbeitsabläufe simulieren und so prüfen, ob ein Bewerber den Stellenanforderungen gerecht wird.

Diesem innovativen Angebot kommt eine große Bedeutung als Marketing- und Brandinginstrument zu. Zudem ist Recrutainment mit einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis im Recruitingprozess verbunden, da ungeeignete Bewerber von vornherein aussortiert werden.

 

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Ein Gedanke zu „I want you! 10 innovative Recruitingstrategien im Überblick

  • PeterThiels

    Spannend! Ich würde noch hinzufügen, dass man über Themen für die Abschlussarbeiten gezielt mit spannenden Inhalten werben kann und so die Studierenden interessieren die für eine Frage brennen. Junge Leute suchen nach Arbeit mit Inhalt.

    Die Fragen könnte man über klassische Jobplattformen bekannt machen oder spezialisierte Anbieter wie http://www.die-masterarbeit.de die tatsächlich die Inhalte in den Vordergrund stellen.