Wie präsentiert sich Ihr Unternehmen im Netz? Sind Sie in den sozialen Netzwerken vertreten? Stehen die einzelnen Onlinepräsenzen in Zusammenhang zueinander, wirken sie auf Besucher als Teil eines großen Ganzen? Und wo genau haben Sie eigentlich den Share-Button eingebunden? Erscheint Ihnen zumindest eine dieser Fragen schwer zu beantworten? Dann lesen Sie hier weiter.
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CC BY 2.0


Warum man als Unternehmen in sozialen Netzwerken präsent sein muss

71,7 Millionen Menschen sind deutschlandweit im Internet aktiv. Über 22 Millionen von Ihnen nutzen im Dezember 2014 Facebook aktiv – das macht dieses Netzwerk mit großem Abstand zum wichtigsten sozialen Medium in Deutschland. Das geht aus den Erhebungen von „We are social“ hervor.

Social Media Link liefert weitere Zahlen im Social Recommendation Index. Daraus ist zu erfahren, dass 70% der Befragten Produktempfehlungen von Freunden auf Facebook oder Instagram vertrauen. 69% verlassen sich außerdem auf Online-Bewertungen zu bestimmten Waren, und 53% nutzen soziale Netzwerke gezielt, um sich über neue Produkte zu informieren.

Aber nicht nur im Hinblick auf Produkte spielen Social Networks eine große Rolle – noch stärker ist die Relevanz dieser Seiten als Kanal für Nachrichten, wie eine Studie der TU Darmstadt belegt: Im vergangenen Jahr reichten User rund 83 Millionen Mal Artikel weiter; 75,4 Millionen Mal über Likes auf Facebook, 5,7 Millionen Mal über Tweets auf Twitter und 1,9 Millionen Mal über One ups auf Google+. Das heißt, rund 91 Prozent der Nachrichten wurden über Facebook weiterverbreitet.

Diese Entwicklung könnte zu einem Monopol für Facebook bei der Nachrichtenweitergabe in sozialen Netzen führen. Wir erwarten, dass Google+ Twitter mit seiner Funktionalität und Zielgruppe angreift,

sagt Professor Oliver Hinz.

Wo und weshalb – Darum vernetzen Sie sich gerade hier

Wenn die verschiedenen Onlinepräsenzen eines Unternehmens jeweils für sich allein stehen, wirken sie nicht nur etwas verloren, sondern büßen auch an Wirkung ein. Außerdem frustriert man seine potenziellen Kunden damit möglicherweise. Vernetzten Sie die Seiten deshalb richtig miteinander.

Basis Ihrer Onlinevertretung ist immer die Homepage. Von ihr ausgehend errichten Sie Außenstellen im jeweiligen Netzwerk. Denken Sie daran: Sie müssen alle diese Präsenzen auch pflegen. Deshalb empfiehlt sich vorab eine Abwägung, wo Sie aus welchen Gründen gerne vertreten sein möchten.

Auf Facebook, wegen der hohen Userzahl? Auf Google+, weil sie vorrangig eher technikaffine Nutzer ansprechen wollen? Oder werden Sie twittern, weil es bei Ihnen häufig um politische Themen geht? Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, oder arbeiten Sie sich gründlich in die Materie ein.

Haben Sie sich nun für eine oder mehrere Plattformen entschieden, können Sie darüber:

  • Ihr Netzwerk pflegen
  • Ihre Inhalte verbreiten
  • Beiträge von anderen empfehlen
  • Sich informieren
  • An Diskussionen teilnehmen

Darauf sollten Sie Wert legen

Damit Ihre Außenstellen effizient und effektiv ihren Zweck erfüllen, achten Sie auf folgende Dinge:

1. Basis ist immer Ihre Homepage

Nur hier sind Sie ganz frei und nicht den Vorgaben von Seitenbetreibern unterworfen. Sie können sich hier am umfangreichsten darstellen. Die Gestaltung der Homepage ist die Grundlage für die Gestaltung der einzelnen Auftritte im Netz, die sich in der Optik und Usability gleichen sollten. Verwenden Sie nach Möglichkeit dieselben Bilder.

2. Alle Seiten sind im Internet leicht auffindbar

Egal, ob Ihr Unternehmen über eine Suchmaschine oder über eins der sozialen Netzwerke gesucht wird – Sie möchten unter den ersten Treffern sein, und zwar möglichst unverwechselbar. Legen Sie also Wert darauf, wiedererkennbar zu sein und wählen Sie den Namen so, dass Sie ihn in allen Netzwerken verwenden können (auf Vorgaben bezüglich Sonderzeichen usw. achten).

3. Einfache Navigation zwischen den sozialen Medien

Verlinken Sie die einzelnen Profile untereinander. So kann zwischen den jeweiligen Auftritten Ihres Unternehmens mit wenigen Klicks gewechselt werden. Sie können dazu die Icons des jeweiligen Mediums einbinden. Achten Sie darauf, dass diese Icons auf allen Ihren Seiten gleich aussehen und sich an derselben Stelle befinden.

In aller Regel bietet sich dafür die Kopfzeile an oder Sie verwenden dafür das oberste Widget in der Sidebar. Auch eine Einbindung über die Fußzeile ist möglich, setzt aber voraus, dass der Leser immer bis ganz nach unten scrollt – und warum sollte er das tun?

4. Verwenden Sie Share-Buttons

Binden Sie in jedem Ihrer Beiträge die Share-Buttons ein, die das Teilen Ihres jeweiligen spezifischen Inhalts mit wenig Aufwand ermöglichen. Der Share-Button gehört über, neben oder unter den Artikel. Auch hier sollten Sie darauf achten, ihn immer am selben Ort zu integrieren, um das Auffinden zu erleichtern.

Damit das, was da geteilt wird, auch ansprechend aussieht, müssen Sie noch zwei Tags in den Header Ihrer Seite einarbeiten:

<meta property=”og:image” content=”[URL des Bildes]“>

<meta property=”og:description” content=”[Kurze Beschreibung der Website]“>

Das sorgt dafür, dass auf Facebook und Google+ das von ihnen vorgesehene Bild und eine kurze textliche Erläuterung zum Link erscheinen.

5. Legen Sie in allen Profilen Wert auf das leicht auffindbare Impressum

Zum einen tun Sie damit der Impressumspflicht Genüge, zum anderen erleichtert es den potenziellen Kundinnen und Kunden, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Die meisten Social-Network-Profile sehen ein vorgefertigtes Impressumsfeld vor. Binden Sie hier auch einen Link zum Impressum Ihrer Homepage ein.

6. Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig – auch die in den Netzwerken

Ob und wann eine Plattform vom Netz geht, Ihre AGB ändert oder schlicht ein fataler Fehler geschieht – mit einem Backup Ihrer Daten sind Sie auf der sicheren Seite. So können Sie bei Bedarf das Profil leicht wiederherstellen oder mit all Ihren Inhalten umziehen.

Mit diesen Tipps können Sie Ihre unterschiedlichen Präsenzen ansprechend miteinander vernetzen.

Quellen

„Digital, Social & Mobile in 2015“ von We Are Social

New Social Recommendations Index Now Available [INFOGRAPHIC] (Social Media Link)

Development of the Social Network Usage in Germany since 2012 – Year 2014: The Winner Takes It All: Facebook Reaches Market Share of over 90%  (Studie der TU Darmstadt)

Nachrichtenverbreitung in Social Media: Facebooks Marktanteil steigt auf über 90% auf kress.de

 

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