Viele Wege führen nach Rom … oder zu einer Anstellung als Betriebswirt! Der Abschluss ist beliebt, weil auch ein attraktives Gehalt winkt. Doch stimmt das Klischee über die BWL-Studenten noch, die nach ihrem Studium als Anzugträger in den Chefetagen landen? Eines ist jedenfalls klar: Der Run auf BWL-Studiengänge ist ungebrochen hoch und nach wie vor werden Betriebswirte gesucht. Wo sie arbeiten, wie ihre Aufgabenbereiche aussehen und wie hoch ihr Gehalt ist, wird im Folgenden erläutert.
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Bild: von kallejipp via photocase.de


Der Weg zum Titel „Betriebswirt“ kann über eine akademische oder eine nicht-akademische Laufbahn führen. Folgende Ausbildungsmöglichkeiten stehen Interessenten zur Wahl:

  1. Bachelor-Studium als erste Wahl. Standen Abiturienten einst noch vor der Frage, ob sie zum BWL-Studium zugelassen werden, haben sie heute die Qual der Wahl, welches betriebswirtschaftliche Studium sie aufnehmen möchten. Unabhängig davon, in welche Richtung sie studieren werden, gehören die folgenden Studienfächer zu jedem BWL-Studium dazu: Marketing, Unternehmensplanung, Steuern, Mathematik, Statistik, Recht, Rechnungswesen und Controlling.
  2. Das Master-Studium als Aufbau kann angeschlossen werden. Hierfür sind die Aufnahmebedingungen noch schwieriger als für das Bachelor-Studium. Als Alternative zum Präsenzstudium ist ein Trend zum Fern- oder Online-Studium zu erkennen.
  3. Dualität ist das Zauberwort. Das duale Studium stellt eine Möglichkeit dar,theoretisches Fachwissen mit Betriebsphasen zu kombinieren. Weniger akademisch ist die duale Berufsausbildung, die eine Ausbildung im Betrieb und an der Berufs- oder Blockschule verbindet. Der Weg zum „Betriebswirt“ führt hier dann über eine Zusatzqualifikation, die parallel oder anschließend erworben werden kann.
  4. Der Forderung nach lebenslangem Lernen tragen die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten Rechnung. Voraussetzung ist kein Abitur, allerdings eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis. Aber Achtung! Bei der Wahl der Weiterbildungsmaßnahme kommt es auf jedes Detail an. Nicht nur Kosten und Dauer sind entscheidend, sondern auch die Art des Titels. Denn hier zeigt sich, dass Betriebswirt nicht gleich Betriebswirt ist. Und der Titel „Betriebswirt“ ist bei den meisten Anbietern nicht geschützt.

Wo arbeiten Betriebswirte?

Lehramtsstudenten findet man nach ihrem Abschluss in Schulen, Ärzte arbeiten in Praxen und Krankenhäusern. In welchen Firmen braucht man Betriebswirte? Jene findet man in Abhängigkeit von ihrem Studien- und Ausbildungsschwerpunkt überall.

Begehrte Aufgabenbereiche von Betriebswirten sind

  • Controlling, Finanzmanagement
  • Lohn- und Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen
  • Marketing, Qualitätsmanagement, Vertrieb
  • Personalwesen, Rationalisierungs- und Präventionsmaßnahmen
  • Waren- und Dienstleistungslogistik
  • Kapazitätsplanung, Wirtschaftlichkeitsrechnungen
  • Wirtschaftsrecht, Geschäftsbedingungen
  • Unternehmensberatung

Allen diesen Aufgaben ist eines gemeinsam: Es handelt sich um einen großen Verantwortungsbereich, der sich einerseits stark an finanziellen Themen ausrichtet, andererseits aber auch Soft Skills erfordert, da in allen Prozessen Mitarbeiter involviert sind, die es zu motivieren, zu leiten und ihren Stärken entsprechend einzusetzen gilt.

Gibt es noch Betriebswirte mit Managergehalt?

Das Gehalt wird durch die Qualifikation des Bewerbers und die Größe des Verantwortungsbereichs mitbestimmt, für den ein Mitarbeiter zuständig ist. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein Betriebswirt gut verdient.

Doch erst einmal ein Wort zur ernüchternden Wahrheit: Betriebswirte gehören beim Einstiegsgehalt nicht zu den Top 10. Und zum Spitzenverdiener wird nur derjenige, der den Sprung ins Management schafft.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Das durchschnittliche monatliche Einstiegsgehalt von Betriebswirten mit Universitätsabschluss liegt bei 3.650 Euro brutto. Die Tendenz ist steigend, denn nach fünf Jahren steht durchschnittlich ein Bruttomonatslohn von 4.100 Euro auf dem Gehaltszettel.

Zum Vergleich: Betriebswirte mit Fachschulabschluss beginnen mit 2.650 Euro und können sich binnen fünf Jahren auf 3.400 Euro pro Monat steigern. Zudem scheint der duale Ansatz aufzugehen, denn Betriebserfahrung zählt – einer Umfrage zufolge – fast schon mehr als ein klassischer Hochschulabschluss.

Natürlich macht sich auch hier eine Branchenspezifik bemerkbar. Am besten bezahlt werden Betriebswirte in Banken und bei Finanzdienstleistern. Ebenso setzen der Consulting-Bereich sowie die IT-Branche auf gut ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler und honorieren diese entsprechend. Aber vor den Betriebswirten machen die deutschlandweiten Tendenzen nicht Halt. So zeigt sich Folgendes:

  • Region und Unternehmensgröße wirken sich auf das Gehalt aus.
  • Frauen verdienen rund 23 % weniger als Männer in vergleichbaren Positionen.
  • Im Osten Deutschlands wird nach wie vor weniger verdient als im Westen.

Worauf die Personalreferenten achten!

Diejenigen, die sich heute für ein betriebswirtschaftliches Studium entscheiden, treffen keine schlechte Wahl, denn Wirtschaftswissenschaftler sind gefragt, Fach- und Führungskräfte ebenso. Wer sich allerdings auf einem BWL-Abschluss ausruht, wird im Stellenroulette leer ausgehen. Da die Konkurrenz hoch ist, zählen Zusatzqualifikationen mehr denn je. Neben den Noten sind Praxiskenntnisse, die Fächerkombination und Soft Skills unabdingbar, um als Betriebswirt Fuß zu fassen.

Eine Umfrage hat ergeben, dass insbesondere wirtschaftsfremde Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt gern gesehen sind. So ist der Besuch beispielsweise eines Psychologieseminars im Rahmen des Studiums ein guter Tipp.



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