Schulungen und Weiterbildungen für Arbeitnehmer sind heutzutage essenziell für das Bestehen am Wirtschaftsmarkt. Sowohl Arbeitgeber, als auch Angestellte sind darauf angewiesen immer up to Date zu sein. Innovative Unternehmen in Deutschland und weltweit setzen deshalb schon längst auf eine neue Form des Lernens, die den alten Frontalunterricht abgelöst hat.
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Bild: von Marcin Wichary. Lizenz: CC BY 2.0


E-Learning ist schon ein guter Anfang, um berufliche Fortbildung zu realisieren. Doch auch eine Mischung aus Präsenzunterricht und digitalem Lernen, das sogenannte Blended Learning, kann viele Vorteile haben. Präsenzseminare nehmen dabei einen großen und wichtigen Teil der Wissenskommunikation in Anspruch.

Was erwartet den Arbeitnehmer?

Der Umfang von Präsenzseminaren reicht vom eintägigen Auffrischungskurs bis hin zu fünftägigen Seminaren. Ziel ist die Vermittlung von Fähigkeiten und Soft Skills in einem meist betriebswirtschaftlichen Rahmen. Die Dauer ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von der Zielsetzung des Unternehmens und dem Vorwissen der Teilnehmer ab.

Die Seminare sind meist so konzipiert, dass Vorträge und Gruppenarbeiten in Abwechslung zu einem komplexen, aber effektiven Lernprozess führen. Interaktivität, Teamarbeit sowie Konkurrenzsituationen erhöhen die Lernmotivation der Teilnehmer.

Kurze oder lange Lehrgespräche und abschließende Analysen der Arbeitsergebnisse durch den Seminarleiter dienen der Reflexion der Lehrinhalte. Das ist für die Teilnehmer wichtig, um die Erkenntnisse aus dem Seminar richtig zuzuordnen und nachhaltiges Lernen zu garantieren. Die Seminarleiter unterstützen die Teilnehmer mit Antworten auf ihre Fragen unterstützen neue Denkweisen.

Einsatzmöglichkeiten für Präsenzseminare

Je nach Zielsetzung und Zielgruppe können verschiedene Methoden und Konzepte, wie die Erstellung eines Businessplans, Kreativ- und Analysetools, Planspiele oder Verhandlungselemente, in das Seminar integriert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit Gastredner zu verschiedenen Themen in den Unterricht zu integrieren oder nachbereitende Gespräche zu führen.

Präsenzseminare können also ganz unterschiedlich genutzt werden: als Refresher für bereits vorhandenes Wissen, zur Wiederholung oder Vertiefung von spezifischen Sachverhalten oder zur Entwicklung von Soft Skills.

E-Learning vs. Präsenzseminar

Vergleicht man die Kosten für Präsenzseminare mit den Kosten für E-Learning-Lösungen, so wird schnell klar, dass netzgestützte Lernformen in der Regel deutlich günstiger ausfallen. Besonders bei großen Gruppen, bei denen der finanzielle Aufwand für die örtliche Zusammenführung zu groß wäre, können mit E-Learning-Systemen Kosten eingespart werden.

Vorteile des Präsenzseminars

Allerdings bieten auch Präsenzseminare gegenüber der digitalen Lernform Vorteile. Im Gegensatz zum E-Learning, wo keine soziale Bindung zu weiteren Teilnehmenden entsteht, gibt es bei Präsenzseminaren eine direkte Betreuung der Teilnehmer durch die Seminarleiter. Teilnehmer nehmen miteinander Kontakt auf und bilden eine Gruppe.

Mögliche Missdeutungen von Inhalten bleiben nicht unbemerkt. Der Dozent kann auf Verständnisschwierigkeiten und auf Anregungen unmittelbar reagieren. Beim E-Learning können Teilnehmer der Kursleitung leicht „abhanden“ kommen, wenn keine Betreuung erfolgt. Dieses Risiko besteht nicht bei Seminaren in realen Räumen.

Durch die unmittelbare Anwesenheit der Teilnehmer und den ständigen Austausch im Unterricht, kann der Dozent das kommende Online-Kursgeschehen besser planen. Dadurch können die Bedürfnisse und Interessen der Lernenden besser berücksichtigt werden.

Im Gegensatz zu digitalen Lernformen, wo eine hohe Selbstlernkompetenz erforderlich ist, erfolgt bei Präsenzseminaren Motivation durch Gruppendynamik und starke Involvierung aller Teilnehmer. Sie unterstützen sich gegenseitig. Es entstehen Diskussionen, die alle Teilnehmer weiterbringen. Durch die Möglichkeit die Komplexität und Geschwindigkeit flexibel anpassen zu können, besteht ein sehr intensiver Wissenstransfer.

Ein Nachteil, der beim digitalen Lernen häufig zu beobachten ist, nämlich dass sich Teilnehmer aus der Lerngruppe zurückziehen, wenn dominante Teilnehmer die Gruppe beherrschen, entfällt bei Präsenzseminaren. Hier achten die Seminarleiter auf Gleichberechtigung und können auf die Stärken und Schwächen der Teilnehmer eingehen.

Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch meist, dass alle Teilnehmer nach Möglichkeit das gleiches relevante Vorwissen haben, damit der allgemeine Lernfortschritt nicht gehemmt wird. Aus zeitlichen Gründen ist das Lerntempo meist nicht individualisierbar.

Die Mischung macht’s: Blended Learning

Die Stärken aus Präsenz- und Onlineveranstaltung lassen sich in Blended-Learning-Konzepten effektiv kombinieren. Mit diesem Konzept können Teilnehmer auch bei eingeschränkter Präsenzzeit relevantes Wissen erwerben und vertiefen. Durch den Einsatz von Onlineseminaren, bestimmen die Teilnehmer selbst, wie und wo sie lernen.

Sie setzen eigene Schwerpunkte und erzielen damit für sich selbst optimale Ergebnisse. Auch das individuelle Lerntempo bestimmen die Teilnehmer selbst. Der Lernstoff ist gut aufbereitet und die Methodik und Didaktik sind sehr flexibel. Der Einsatz verschiedene Medien (Bilder, Animationen, Texte, Videos) und unterschiedlicher Aufgabenstellungen (Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten, Spiele etc.) spricht alle Lerntypen an.

Je nach Plattform sind individuelle und motivierende Betreuungen der Teilnehmer möglich. Durch die Nähe zu den Seminarleitern während Präsenzveranstalungen können auch Missdeutungen ausgeschlossen werden und Missverständnisse geklärt werden.

Wie viel oder wenig Online-Lehre in Blended-Learning-Systeme gehört, ist nicht festgelegt und individuell unterschiedlich. Kritiker stimmen darin überein, dass das Verhältnis nicht so bedeutend ist, wie die pädagogische Gestaltung der Lernsysteme, die zum Ziel haben sollten, ein einheitliches Lernerlebnis zu schaffen.

 

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