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Puls

Definition Puls

Puls Wenn das Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader (Aorta) gepresst wird, entsteht eine Druckwelle, die die Wände der Arterien kurzfristig dehnt. Diese Pulswelle kann man mit den Fingern über einer oberflächlichen Arterie tasten (üblicherweise mit den Fingerkuppen an der Daumen- und Beugeseite des Handgelenks; aber ebenso gut auch an den Schläfen oder an der Halsseite neben dem Kehlkopf). Die Beurteilung des Pulses gestattet dem Arzt Rückschlüsse auf die Herztätigkeit und die Eigenschaften der Arterien. Am wichtigsten sind dabei Frequenz und Rhythmus des Pulses:

1. Pulsfrequenz: bei gesunden Erwachsenen in Ruhe 60-80 Schläge in der Minute, bei Kindern 90-100, bei Greisen 70-90. Eine Pulsverlangsamung findet man bei Myxödem, Erbrechen, erhöhtem Hirndruck (z. B. bei einer Gehirngeschwulst) sowie bei Sportlern im Training. Eine Pulsbeschleunigung kommt bei jeder körperlichen Anstrengung und seelischen Erregung sowie bei vielen Krankheiten, z. B. bei Fieber, Basedow-Krankheit, Herzkleiden und Anämie (Blutarmut) vor.

2. Pulsrhythmus: Rhythmusstörungen sind vor allem bei Herzkrankheiten zu finden; sie können aber auch durch nervöse Störungen, Vergiftungen (Nikotin, Arzneimittel) und Atemstörungen bedingt sein.

Pulslosigkeit ist ein Anzeichen bei Durchblutungsstörungen, Ohnmacht und anderen Kreislaufstörungen.

Abbildungen

  • Puls_Messung_Radial_pulse.jpg

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