Die Überschrift im Journalismus von Markus Reiter

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Über den Vortrag

Die Überschrift ist das Türschild jedes Artikels. Schlechte Überschriften führen dazu, dass der Leser aussteigt, bevor der auch nur einen Satz gelesen hat. Dieser Vortrag verrät, auf was es bei einer guten Überschrift ankommt.

Der Vortrag „Die Überschrift im Journalismus“ von Markus Reiter ist Bestandteil des Kurses „Journalistisches Handwerk erlernen“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Warum soll ich das jetzt lesen?
  • Zwei Modelle
  • Einige Streitpunkte
  • Die Überschrift als Leseanreiz

Quiz zum Vortrag

  1. Drei Sekunden
  2. Fünf Sekunden
  3. Zwei Sekunden
  4. Acht Sekunden
  1. Eine quantitative Erhebung, die das Leseverhalten in Bezug auf Zeitungen prozentual darstellt.
  2. Ein Index, der das Leseverhalten in Bezug auf Zeitungen prozentual misst.
  3. Eine Übersicht, die angibt, welche Zeitungen von Lesern bevorzugt werden.
  4. Ein Messgerät zur quantitativen Bestimmung von Lesereigenschaften.
  1. Nachrichtliches Modell
  2. Kommentierendes Modell
  3. Informierendes Modell
  4. Bildhaftes Modell
  5. Wertendes Modell
  1. Inhatliche Kernaussage
  2. Verzicht auf Wertungen
  3. Hervorhebung durch Ausrufe- oder Fragezeichen
  4. Leichte Verständlichkeit
  5. Ausführliche Inhaltsbeschreibung
  1. Anglizismen
  2. Spezialwissen, das sich erst durch den Text selbst erschließt
  3. Doppelpunkt, wenn es kein Zitat ist
  4. Fremdwörter
  5. Ironie
  1. Fünfzehn bis sechzig Prozent
  2. Zwanzig bis sechzig Prozent
  3. Vierzig bis siebzig Prozent
  4. Siebzig bis neunzig Prozent
  1. Leseanreiz zu schaffen
  2. Kurzinformation zu geben
  3. Meinungsbildung vorzubereiten
  4. Aufmerksamkeit zu lenken

Dozent des Vortrages Die Überschrift im Journalismus

 Markus Reiter

Markus Reiter

Markus Reiter ist Schreibtrainer für Redaktionen und Unternehmen sowie Experte für Relaunches von Zeitungen und Zeitschriften. Er hat knapp ein Dutzend Zeitungen und Zeitschriften bei ihrer Neupositionierung beraten.

Er absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten Bamberg, Edinburgh und der FU Berlin mit Abschluss Diplom-Politologe. Nach einem Tageszeitungs-Volontariat war er freier Mitarbeiter u. a. für das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt, die Neue Zeit und die Berliner Morgenpost. Später arbeitete er als PR-Berater für Politiker in europäischen Projekten, als Reporter und stellvertretender Chefredakteur von Reader's Digest Deutschland und Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von Januar 2003 bis September 2006 war Markus Reiter Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung der WortFreunde Kommunikation.

Er arbeitet als Dozent in der Aus- und Weiterbildung von Journalisten an mehreren Journalisten-Akademien, darunter der Akademie der Bayerischen Presse, der Akademie des Deutschen Buchhandels, bei der Arbeitsgemeinschaft Journalistische Berufsbildung (JBB) der südwestdeutschen Zeitungsverleger und des DJV, beim Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verband und vielen anderen.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Kriterien können Fehler passieren, die den Leser verwirren oder dem journalistischen Handwerk widersprechen. Nehmen wir ein Beispiel aus einer regionalen Tageszeitung. Verschwunden nach Wanderausflug: 19-jähriger Krefelder wird in Neuseeland vermisst, so lautete eine Überschrift bei Sueddeutsch.de am 3. März 2014. An dieser nachrichtlichen Überschrift ist nichts auszusetzen. Sie informiert den Leser kurz, knapp und ohne zu kommentieren. Sie gibt auch den Küchenzuruf der dazugehörigen Meldung korrekt wieder. Wenn Sie sich nicht für verschwundene Krefelder interessieren, werden Sie nach Lektüre der Überschrift nicht weiterlesen. Sie fühlen sich bereits ausreichend ...

... Überschrift aus der Pforzheimer Zeitung über einen Verkehrsunfall mit einem Toten: „Jede Hilfe kommt zu spät“. In diesem Falle hätte sich der Redakteur aus Sprachgefühl wohl besser für „Jede Hilfe kam zu spät“ entschieden, weil sich die Präsensform wie ein allgemeines Gesetz anhört: „Immer und stets kommt Hilfe zu spät.“ Am Ende einer Überschrift steht kein Punkt. Außer im Boulevardjournalismus verzichtet man auch auf das Ausrufezeichen, denn eine Überschrift ist von ihrer Natur her bereits so etwas wie ein Ausruf, der nicht extra durch ein Satzzeichen verstärkt werden muss. In Boulevardzeitungen und in der Yellow Press sieht man dies etwas anders. Dort möchte ...

... Schmunzeln oder zum Wundern reizt. Zu den Mitteln gehören: Anspielungen an bekannte Filmtitel, Bücher, Redewendungen etc., die in einem gebrochenen Zusammenhang gebracht oder leicht abgeändert werden. „Die Wüste bebt“ über ein Erdbebengebiet in der ...