Sensible Bahnen inkl. Geruch-, Geschmack-, Hör- und Sehbahnen von Prof. Dr. med. Steffen-Boris Wirth (1)

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Sensible Bahnen inkl. Geruch-, Geschmack-, Hör- und Sehbahnen“ von Prof. Dr. med. Steffen-Boris Wirth (1) ist Bestandteil des Kurses „Zentrales Nervensystem“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Rezeptoren in behaarter & unbehaarter Haut
  • Hinterstrang- und Vorderseitenstrang-Bahnen
  • Somatosensible Brodmann-Areale 3/1/2 (SI & SII) & 5/7
  • Hinterstrangbahn im Detail
  • Vorderseitenstrang-Bahnen im Detail
  • Schmerzkerne im Thalamus
  • schmerzreflektorische Regelung des Muskeltonus & Head-Zone
  • Spinocerebelläre Bahnen
  • Geruch
  • Geschmack
  • Hörbahn
  • Sehbahn

Quiz zum Vortrag

  1. Meissner-Tastkörperchen kommen v.a. in der behaarten Haut vor.
  2. Merkel-Tastzellen liegen im Stratum basale der Epidermis und sind Proportional-(Intensitäts)-Rezeptoren für Berührung.
  3. Ruffini-Körperchen finden sich im Stratum reticulare der Dermis (Corium = Lederhaut) für Druck.
  4. Vater-Paccinikörperchen für Vibration finden sich in der Tela subcutanea.
  5. Meissner-Tastkörperchen sind Proportional (Intensitäts) - Differential (Geschwindigkeits)-Rezeptoren (PD).
  1. Die Ruffini-Körperchen zählen sowohl zu den SA-(slow adapting) als auch den RA-(rapid adapting) Rezeptoren.
  2. Vater Paccini Körperchen kommen bei der Vibrationsempfindung zum Einsatz.
  3. Die Tiefensensibilität außerhalb des Gesichts gelangt über den Nucleus ventralis posterolateralis (VPL) zum Kortex.
  4. Merkel Tastscheiben reagieren auf feinen Druck und sind SA-(slow adapting) Rezeptoren.
  5. Meissner-Tastkörperchen befinden sich im Stratum papillare der Dermis.
  1. SII liegt im frontalen Operculum-Bereich.
  2. Bei Ausfall SII kann beim Patienten eine Astereognosie (gestörtes räumliches Erkennen, z.B. bei Tasten eines Knopfes) diagnostoziert werden.
  3. Das primäre somatosensible Areal (Area 3,1,2 nach Brodmann) liegt im Bereich des Gyrus postcentralis.
  4. Haupteingang somatosensibler Afferenzen erfolgt im Cortex in der Lamina IV des 6-schichtigen Iso-(Neo)-Cortex.
  5. Innerhalb von S I gibt es Submodalitäten.
  1. Bei SII (befindlich im parietalen Operculum) findet sich eine somatotope Anordnung der Fasern mit bilateraler Projektion.
  2. Bei SI befinden sich vor allem in der Area 3a protopathische Fasern.
  3. Auf Area 3b projizieren hauptsächlich die Vater Paccini Körperchen.
  4. In Area 1 werden ausschließlich viszerale RA- (rapid adapting) Rezeptoren verarbeitet.
  5. Die meisten Merkel-Tastscheiben (Mechanorezeptoren) befinden sich um subkutanen Fettgewebe.
  1. Sie leitet Schmerz und Temperatur.
  2. Das Perikaryon (Zellleib) des 1. sensiblen Neurons liegt im Ganglion spinale.
  3. Das Perikaryon (Zellleib) des 2. sensiblen Neurons befindet sich im Nucleus gracilis für die untere Körperhälfte und im Nucleus cuneatus für die obere Körperhälfte.
  4. Das Perikaryon (Zellleib) des 3. sensiblen Neurons liegt im VPL (Nucleus ventralis posterolateralis) für den Körperbereich und im VPM (Nucleus ventralis posteromedialis) für den Gesichts-Trigeminus-Bereich.
  5. Bewusst wahrgenommen werden ihre Impulse in der Area 3,1,2 nach Brodmann im Bereich des Gyrus postcentralis.
  1. Sie leiten Oberflächensensibilität Druck / Berührung epikritisch sowie bewusste Tiefensensibilität der oberen und unteren Körperhälfte.
  2. Die Perikarya (Zellleiber) ihrer 1. Neurone liegen dort, wo auch die 1. Neurone der Hinterstrangbahn liegen.
  3. Es gibt direkte und indirekte Wege.
  4. Alle ihre Bahnen leiten quasi alle Sinnesmodalitäten mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
  5. Als Bahnen gehören dazu Tractus spinothalamicus anterior & lateralis, spino-reticularis, spinoolivaris, spinotectalis.
  1. Tractus spino(-tectalis)-mesencephalicus und parabrachialis
  2. Tractus parabrachialis und spinoolivaris
  3. Tractus spinothalamicus lateralis und anterior
  4. Nur der Tractus spinocerebellaris
  5. Tractus spinoreticularis und spino(-tectalis)-mesencaphalicus
  1. Freie Nervenendigungen sind myelinfreie Endabschnitte von Axonen und leiten Schmerzimpulse zu den 1. sensiblen Neuronen im Spinalganglion.
  2. Der präfrontale Kortex bildet bei der Schmerverarbeitung die kognitive Komponente.
  3. Der Gyrus cinguli und die Insula liefern eine affektive Komponente.
  4. Das limbische System und v.a. die Amygdala können Schmerzreize mit Angst verknüpfen.
  5. Die Schmerzempfindung wird über den Vorderseitenstrang in Richtung des Kortex geleitet.
  1. Bei Aktivierung der aszendierenden Schmerzbahnen kommt es gleichzeitig zu einer Minderung des Muskeltonus über alpha- und gamma-Motoneurone.
  2. Bei Infarkt im Gebiet der lateralen Thalamuskerne kann es zum sog. Thalamusschmerz kommen, bedingt durch die Enthemmung der medialen Thalamuskerngebiete.
  3. Die Sensibilität des Gesichts (Trigeminus-Innervation) wird über den Nucleus ventralis posteromedialis zum Kortex geleitet.
  4. Die Propriozeption der unteren Sensibilität wird über Fasciculus gracilis geleitet.
  5. Die sakrale Berührungswahrnehmung verläuft eher medial, die Zervikale lateral in der Medulla spinalis
  1. Das 2. Neuron des Tractus spinocerebellaris posterior liegt im Nucleus thoracicus posterior.
  2. Das 2. Neuron des Tractus spinocerebellaris anterior liegt im Nucleus thoracicus longus.
  3. Der Tractus spinocerebellaris anterior ist für die Propriozeption der oberen Extremität und der Tractus spinocerebellaris posterior für die der unteren Extremität verantwortlich.
  4. Die 1. Neurone der spinozerebellären Bahnen liegen im Gegensatz zu den anderen sensiblen Fasern im Nucleus dorsalis (Stilling Clarke)
  5. Die Fasern des Tractus spinocerebellaris posterior kreuzen über die Commissura alba.
  1. ...Area entorhinalis, Area praepiriformis und periamygdaläre Rinde.
  2. ...Insula, Area postcentralis und Area entorhinalis.
  3. ...Area 27, Nucleus habenularis und mediale Thalamuskerne.
  4. ...Area praepiriformis, primäre olfaktorische Sinneszellen und Nucleus ambiguus.
  5. ...Nucleus ambiguus, Nucleus salivatorius inferior und superior.
  1. XI
  2. VII
  3. IX
  4. X
  5. V
  1. Hörbahn
  2. Geruchsbahn
  3. Schmerempfindung der oberen Extremität
  4. Sehbahn
  5. Propriozeption der unteren Extremität
  1. Bei Läsion im Sulcus calcarinus kommt es typischerweise zur bitemporalen Hemianopsie.
  2. Ein Infarkt im Bereich der sekundären Sehrinde kann eine visuelle Agnosie zur Folge haben.
  3. Läsionen der sekundären Sehrinde gehen normalerweise nicht mit Gesichtsfeldausfällen einher.
  4. Eine Läsion im Tractus opticus führt zu einer homonymen Hemianopsie.
  5. Bei Patienten mit bitemporaler Hemianopsie muss eine Raumforderung in Nähe des Chiasma opticum ausgeschlossen werden.

Dozent des Vortrages Sensible Bahnen inkl. Geruch-, Geschmack-, Hör- und Sehbahnen

Prof. Dr. med. Steffen-Boris Wirth (1)

Prof. Dr. med. Steffen-Boris Wirth (1)

Prof. Dr. med. Steffen-Boris Wirth ist Facharzt für Anatomie und Dozent für Anatomie am MaReCuM (Mannheimer Reformiertes Curriculum für Medizin) der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Er studierte Biologie sowie Chemie auf Diplom und Lehramt, später Humanmedizin. Zudem hat er als Neurologe an einer Uniklinik gearbeitet. Mit seinen anschaulichen und deutschlandweit bekannten Repetitorien begeistert er nicht nur Medizinstudenten, sondern auch angehende Fachärzte und gestandene Mediziner. Anatomie lebendig und verständlich unterrichten ist seine Mission, welche er nun auch als Online-Repetitorium anbietet.

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