Physiologie der Atmung von Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Rossaint

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Physiologie der Atmung“ von Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Rossaint ist Bestandteil des Kurses „Grundlagen der Anästhesiologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Sauerstoffbindungskurve
  • Formel zur Berechnung
  • Ursachen einer Hypoxämie
  • Kompressionsatelektase
  • Kompressions- vs. Resorptionsatelektase
  • Post-OP Atelektasen
  • Gasaustausch in Narkose - PEEP
  • Hypoxisch pulmonale Vasokonstriktion
  • Beatmungsstrategie während Narkose
  • Was bedeutet "lungenprotektive Beamtmung"?
  • Take Home Messages

Quiz zum Vortrag

  1. PalvO2 = (PB-Ph2o) x FiO2 - PaCO2/RQ
  2. PalvO2 = (PBxPh2o) - FiO2 x PaCO2/RQ
  3. PalvO2 = (PB-Ph2o) x FiO2 x PaCO2/RQ
  4. PalvO2 = (PaCO2-Ph2o) x FiO2-PB/RQ
  5. PalvO2 = (PB-Ph2o) x FiO2-PaCO2
  1. Resorptionsatelektasen entsehen durch zu wenig Sauerstoffzufuhr bei 100% O2 Beatmung.
  2. Kompressionsatelektasen entstehen bei adipösen Patienten.
  3. Die kranialen Anteile der Lunge werden besser perfundiert als andere Areale.
  4. Bei einer Sauerstoffsättigung von 80% liegt der 02 Partialdruck bei 100 mmHg.
  5. Als extrapulmonaler Faktor kann eine O2-Diffusionslimitierung zu Hypoxämie führen.
  1. Erhöhte Konzentration von 2,3-Bisphosphoglycerat (2,3-DPG)
  2. Hypokapnie
  3. Alkalose
  4. Hypothermie
  5. Kohlenmonoxidvergiftung
  1. Vergrößertes Atemminutenvolumen
  2. Herzzeitvolumen nimmt ab
  3. Geringe Hämoglobinkonzentration
  4. Alkalose
  5. Gesteigerter Sauerstoffverbrauch
  1. Die Entwicklung der Atelektasen ist schleichend und bleibt durch die langsame Entwicklung häufig lange Zeit unentdeckt.
  2. Es handelt sich um den endexspiratorischen Kollaps der kleinen Atemwege.
  3. Es kann sich Gas hinter den kollabierten Atemwegen befinden.
  4. Der transmurale Öffnungsdruck, auch "loose atelectasis" liegt bei 12-20 cm H20.
  5. Der Zwerchfellhochstand im Rahmen der Operation begünstigt die Entstehung von Kompressionsatelektasen.
  1. Der transmurale Öffnungsdruck, auch "loose atelectasis" liegt bei 12-20 cm H20.
  2. Es befindet sich kein Gas in den kollabierten Alveolen.
  3. Die Atelktasen entwickeln sich langsam.
  4. Die regionale Gasaufnahme ist größer als die Gasabgabe.
  5. Das Lungengewicht spielt keine Rolle.
  1. Die FRC liegt bei circa 2 l; bei einem Verbrauch von 4 ml O2 pro kg KG pro min ist die Patientin für circa 8 min oxygeniert.
  2. Die FRC liegt bei circa 3 l; bei einem Verbrauch von 4 ml O2 pro kg KG pro min ist die Patientin für circa 8 min oxygeniert.
  3. Die FRC liegt bei circa 2 l; bei einem Verbrauch von 4 ml O2 pro min ist die Patientin für circa 8 min oxygeniert.
  4. Die Patientin ist durhc eine ausreichende präoxygenierung für 10 min mit Sauerstoff versorgt.
  5. Die FRC liegt bei circa 2 l; bei einem Verbrauch von 4 ml O2 pro kg KG pro min ist die Patientin für circa 3 min oxygeniert.
  1. FiO2 = 1,0
  2. Zur EInleitung FiO2 = 0,8
  3. PEEP
  4. Recruitment-Manöver
  5. PEEP + Recruitment-Manöver
  1. Ein PEEP ist fürt das Recruitment-Manöver notwendig.
  2. Das Recruitment findet in der Inspirationsphase statt.
  3. Beim Recuitment-Manöver werden hohe Drücke verwendet.
  4. Beim Recuitment-Manöver werden kurzfristig höhere Atemhubvolumina verwendet.
  5. Das Recruitment-Manöver kann mit einem PEEP zusammen angewendet werden.
  1. Inhlationsanästhetika verstärken die Vasokonstriktion in atelektatischen Bereichen.
  2. Die hypoxisch pulmonale Vasokonstriktion führt zu einer Umverteilung des Butflusses aus atelektatischen Bereichen in ventilierte Areale.
  3. Die hypoxisch pulmonale Vasokonstriktion führt bei generalisierter Hypoxie zu einer Homogenisierung des Perfusions-/Ventilationsquotienten.
  4. Der Gasaustausch verschlechtert sich, wird die hypoxische Vasokonstirktion aufgehoben.
  5. Die Gabe von i.v. Anästhetika ist bei Patienten mit Sepsis vorteilhaft im Vergleich zum Einsatz von Inhlationsanästhetika.
  1. Die Präoxygenierung muss mindestens 3 min andauern, da sonst keine genügende Apnoetoleranz gegeben ist.
  2. Die Präoxygenierung kann in kürzerer Zeit erfolgreich sein, wenn der Patient aktiv tief ein- und ausatmet.
  3. Die Präoxygenierung kann durch einen erhöhten Sauerstoffluss verbessert werden.
  4. Bereits nach 60s kann bei aktiver Atmung des Patienten eine genügende Apnoetoleranz erreicht werden.
  5. Acht tiefe Atemzüge zeigen ein bessere Präoxygenierung als vier tiefe Atemzüge.
  1. Die Mortalität wird durch ein niedrigeres Tidalvolumen bei Patienten mit ARDS gesenkt.
  2. Die Ventilator-freien Tage werden durch ein niedrigeres Tidavolumen vermindert.
  3. Die Organversagen-freien Tage werden durch ein niedrigeres Tidalvolumen vermindert.
  4. Alle Aussagen treffen zu.
  5. Nur Patienten mit akutem Lungenversagen profitieren von einem nierigerem Tidalvolumen.
  1. Idealerweise sollte bei einem niedrigeren Tidalvolumen 4 ml/kg KG eingesetzt werden.
  2. Konkret spricht man von einem niedrigen Tidalvolumen bei 6 ml/kg ideales Körpergewicht im Vergleich zu 10 ml/kg ideales Körpergewicht beim klassischen Tidalvolumen.
  3. Patienten profitieren von einem niedrigen Tidalvolumen, da die Inzidenz von akutem Lungenversagen sinkt.
  4. Das Auftreten von proinflammatorischen Zytokinen wie IL-6 konnte mit einem niedrigeren Tidalvolumen gesenkt werden.
  5. Ein niedrigeres Tidalvolumen wird auch als lungenprotektive Beatmung bezeichnet.
  1. Hohes Tidalvolumen und hoher Druck verursachen in kurzer Zeit einen Lungenschaden.
  2. Ein hoher PEEP führt zur Freisetzung von IL-6.
  3. Die lungenprotektive Beatmung führt zu erhöhten Werden on L-1ß.
  4. IL-6 wirkt Lungenprotektiv.
  5. Keine Aussage trifft zu.
  1. Alle Aussagen treffen zu.
  2. Beatmung mit PEEP
  3. Beatmung mit niedrigem Tidalvolumen
  4. Hyperkapnie
  5. Recruitment-Manöver
  1. Der PEEP führt zur Aufösung der Kompartmentalisierung.
  2. Ein hoher PEEP kann vor systemischer Bakteriämie schützen.
  3. DIe lungenprotektive Beatmung verhindert die Gerinnungsaktivierung.
  4. Je höher der FiO2 intraoperativ liegt, desto höher tritt postoperativ ein ARDS auf.
  5. Hyperkapnie wirkt protektiv und kann das klinische Outcome verbessern.

Dozent des Vortrages Physiologie der Atmung

Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Rossaint

Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Rossaint

Prof. Dr. med. Rolf Rossaint arbeitet in der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum RWTH in Aachen.

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