Medizinisch relevante Hygiene von Dr. Henrik Holtmann

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Über den Vortrag

Dieser Vortrag deckt alle Aufgabengebiete der medizinischen Hygiene ab. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den prüfungsrelevanten Inhalten der Hygiene wie beispielsweise den Schutzimpfungen und den nosokomialen Infektionen.

Der Vortrag „Medizinisch relevante Hygiene“ von Dr. Henrik Holtmann ist Bestandteil des Kurses „Hammerexamen Komplettkurs“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Allgemeines und Prüfungsschwerpunkte
  • Infektionsepidemiologie
  • Maßnahmen zur Keimreduktion
  • Krankenhaushygiene
  • Lebensmittel- und Wasserhygiene
  • Lufthygiene
  • Schutzimpfungen

Quiz zum Vortrag

  1. Nach §6 erfolgt eine Meldung bei Verdacht, Erkrankung und Tod auf eine zu diesem Paragraphen gelistete Infektionskrankheit.
  2. Nach §6 besteht eine grundsätzlich eine nichtnamentliche Meldepflicht an das Gesundheitsamt.
  3. Der Labornachweis nach §7 erfolgt für das gros der hier gelisteten Erreger nichtnamentlich an das Gesundheitsamt.
  4. Der Labornachweis bestimmter Erreger (z.B. HI-Virus) zieht nach §7 eine namentliche Meldung an das RKI nach sich.
  5. Von gehäuft auftretenden nosokomialen Infektion, die nach §6 meldepflichtig sind, spricht man ab einer Zahl von mindestens fünf.
  1. Zeit zwischen Infektion und dem Auftreten erster Geschlechtsprodukte der Erreger, z.B. Wurmeier
  2. Ansteckungsfähigkeit für einen bestimmten Keim
  3. Zahl der an einer Infektionskrankheit Leidenden im Verhätnis zu allem mit der Krankheit Infizierten
  4. Anzahl der Erkrankten in einem bestimmten Zeitraum
  5. Anzahl der an einer Krankheit Leidenden über einen bestimmten Zeitraum
  1. Endemie
  2. Epidemie
  3. Pandemie
  4. Ausbruch
  5. Sporadisches Auftreten
  1. Heterogen-homonome Infektionskette
  2. Homogen-homonome Infektionskette
  3. Heterogen-heteronome Infektionskette
  4. Homogen-heteronome Infektionskette
  5. Homogen-transonome Infektionskette
  1. endogene Infektion.
  2. direkte Übertragung.
  3. indirekte Übertragung über Vektoren.
  4. heterogene Infektion.
  5. homogene Infektion.
  1. Chemische Desinfektionsmittel interagieren u.a. mit Erreger-DNA und -RNA und sollen über eine lange Einwirkzeit verfügen.
  2. Die Desinfektion erfordert grundsätzlich eine Keimzahlreduktion um 5 Zehnerpotenzen, so dass praktisch keine Infektionsgefahr mehr besteht.
  3. Alkohole verfügen über eine gute Hautverträglichkeit, weisen jedoch eine Wirklücke für Sporen und unbehüllte Viren auf.
  4. Aldehyde werden v.a. zur Desinfektion von Flächen und zur Gewebefixierung eingesetzt und verfügen über keine Wirklücke.
  5. Chemische Desinfektionsmittel sollten durch Seifen oder Eiweiße nicht an Aktivität verlieren.
  1. Wird durch Maßnahmen der Desinfektion erreicht.
  2. Es handelt sich um alle Maßnahmen zur Verhinderung der mikrobiellen Kontamination.
  3. Bezeichnet die Reduktion oder Entfernung von Mikroorganismen, die einen Gegenstand kontaminieren.
  4. Ist gleichzusetzen mit dem Begriff Dekontamination.
  5. Bezeichnet die Vernichtung von Ungeziefer.
  1. Hat eine Keimzahlreduktion um den Faktor 10^4 zum Ziel.
  2. Bezeichnet die Inaktivierung pathogener Mikroorganismen.
  3. Desinfektionsmittel werden in 4 verschiedene Wirkungsbereiche A-D eingeteilt.
  4. Wirkungsbereich A umfasst vegetative Bakterien- und Pilzformen, sowie Pilzsporen.
  5. Der Wirkungsbereich D erfasst unter anderem den Milzbranderreger C. perfringens.
  1. nicht durch Interaktion mit DNA und RNA gekennzeichnet.
  2. durch multiple Wirkmechanismen gekennzeichnet.
  3. im Überschuss einsetzbar.
  4. kaum durch Resistenzen eingeschränkt.
  5. durch mehrere Angriffspunkte charakterisiert.
  1. Aldehyde – Haut, Hände
  2. Alkohole – Haut, Schleimhaut
  3. Phenole – Flächen, Instrumente
  4. Iod – Haut, Schleimhaut
  5. Chlor – Wasser
  1. Hände gründlich waschen, ggf. mit einer Handbürste mechanisch reinigen, dann ca. 3 min mit alkoholischem Mittel desinfizieren.
  2. Desinfektion mit Sterillium Virugard für ca. 1 min.
  3. Desinfektion mit 60- bis 70%igem Ethanol für mindestens 30 Sekunden, danach ggf. Händewaschen.
  4. Hände waschen, dann Desinfektion mit Iodverbindungen für ca. 2 min, danach erneutes Waschen.
  5. Händedesinfektion mit Ethanol für mindestens 3 min, danach gründliches Händewaschen.
  1. Der Erfolg aller Sterilisationsverfahren erfordert eine Kontrolle, z.B. mit Sporenpäckchen.
  2. Bezeichnet die Inaktivierung pathogener Mikroorganismen.
  3. Erfordert eine Keimzahlreduktion mindestens um den Faktor 10^5.
  4. Die chemische Sterilisation erfolgt mittels Membran- oder Tiefenfilter.
  5. Die Plasmasterilisation kann lediglich für thermostabile Materialien eingesetzt werden.
  1. Zur Sterilisation von Bacillus-anthracis-Sporen sind Temperaturen von 100°C für 5 min notwendig.
  2. Der im Autoklaven verwendete gesättigte Wasserdampf führt zu einer Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit, wodurch bei geringeren Temperaturen, aber mit einem erheblichen Zeitmehraufwand sterilisiert werden kann.
  3. Da Keime unterschiedlich auf Wasserdampf reagieren, unterscheidet man fünf Resistenzstufen.
  4. Ein großer Vorteil des Autoklavieren stellt die Sterilisation von nicht hitzebeständigen Materialien dar.
  5. Als Autoklav bezeichnet man einen Druckkessel, indem ein Unterdruck erzeugt wird, um die erforderliche Sterilisationstemperatur zu erreichen.
  1. Nosokomiale Harnwegsinfekte machen einen Anteil von rund 30% an allen nosokomialen Infektionen aus, wohingegen nosokomiale Pneumonien nur rund 15% ausmachen.
  2. Auf deutschen Intensivstationen liegt die Rate an nosokomialen Infektionen bei bis zu 80% der hier sich befindenden Patienten.
  3. Häufigste Erregerquellen nosokomialer Infektionen sind die Patienten selbst, das Krankenhauspersonal (insbesondere durch kontaminierte Hände) und Zimmerpflanzen in den Krankenzimmern.
  4. Wichtigste Erreger nosokomialer Wundinfektionen sind neben Candida albicans Enterokokken.
  5. Nach §2 IfSG gilt eine Infektion im Krankenhaus als nosokomial, wenn sie weniger als 48 h nach stationärer Aufnahme bei einem Patienten auftritt und nicht bereits vorher bestand.
  1. Die Definition gilt auch für Infektionen, die klar einer ambulanten ärztlichen Tätigkeit zuzuordnen sind.
  2. Die Infektion darf nicht bereits vor Krankenhausaufnahme bestehen.
  3. Die Infektion muss in einem zeitlichen Zusammenhang zur Aufnahme im Krankenhaus stehen.
  4. Die Infektion muss mindestens 48 Stunden nach der Krankenhausaufnahme entstanden sein.
  5. Die Infektion muss einem Zusammenhang zu einer medizinischen Aufgabe haben.
  1. machen 30-40% aller nosokomialen Infektionen aus.
  2. werden in 60% der Fälle durch Blasenverweilkatheter und in 40% durch Fehlbildungen der Harnwege verursacht.
  3. sind definiert ab einer Urinkultur mit mehr als 10^4 Kolonien/ml.
  4. sind am ehesten durch Mykoplasmen und Clamydien verursacht.
  5. treten häufiger bei der Verwendung von Latexkathetern im Gegensatz zu Silikonkathetern auf.
  1. Alter > 55 Jahre
  2. Maschinelle Beatmung
  3. Vorbestehende Atemwegserkrankung
  4. Schwere Grunderkrankung
  5. Schlechte Immunitätslage
  1. Streptococcus pneumoniae
  2. Staphylococcus aureus
  3. Pseudomonas aeuruginosa
  4. Legionella pneumophilia
  5. Escherichia coli
  1. Bis 30 Tage nach der OP, bei liegender Endoprothese bis 1 Jahr nach der OP
  2. Bis drei Wochen nach der OP
  3. Bis 6 Monate nach der OP
  4. Bis 4 Wochen nach der OP, bei liegender Endoprothese bis 6 Monate nach der OP
  5. Abhängig von Ausmaß und Schweregrad der OP werden verschiedene Grenzwerte definiert.
  1. Koagulasenegative Staphylokokken
  2. Enterokokken
  3. Enterobakterien
  4. Pseudomonaden
  5. Streptokokken
  1. 90% werden durch infizierte zentrale Venenkatheter verursacht.
  2. Getunnelte ZVK bedingen ein größeres Infektionsrisiko mit Ausbildung einer Sepsis.
  3. Bei Infektion mit Staph. aureus und C. albicans darf der versuch einer antibiotischen Therapie bei noch liegendem Katheter unternommen werden.
  4. Der routinemäßige Wechsel der ZVK alle 3-4 Tage trägt zu einer geringeren Infektionsrate bei.
  5. Wichtigste Erreger nosokomialer Sepsis sind koagulasepositive Staphylokokken.
  1. MRSA besitzen ein Resistenzgen, welches für das modifiziertes PBP2a kodiert.
  2. Es handelt sich um Streptokokken.
  3. MRSA sind lediglich resistent gegen Methicillin.
  4. Die MRSA-Prävalenz in der Bevölkerung beträgt 5%.
  5. Die Durchseuchung mit MRSA ist sehr hoch, 80-90% der Bevölkerung sind dauerhafte Träger.
  1. Trotz fehlender Infektion ist eine Sanierung des Patienten, z.B. durch lokale Anwendung von Mupirocin-Salbe, indiziert.
  2. Da keine symptomatische Infektion vorliegt, ist eine Isolation des Patienten nicht notwendig.
  3. Auch bei fehlender Infektion ist die systemische Behandlung mit einem MRSA-wirksamen Antibotikum parenteral empfohlen.
  4. Nach Infektionsschutzgesetzt sollte bereits bei Verdacht auf eine nosokomiale Infektion mit MRSA eine namentliche Meldung ans Gesundheitsamt erfolgen.
  5. Die MRSA-Prävalenz im Krankenhaus beträgt etwa 2,5%.
  1. Ein Übertragung von Mensch zu Mensch ist zwar selten, aber nicht unmöglich.
  2. Der Erreger kommt im klinischen Alltag in wässrigen Umgebungen vor.
  3. Mittels thermischer Aufbereitung der Trinkwassersysteme im Sinne von Erhitzen auf > 60°C werden die Erreger zerstört.
  4. Klinisch zeigt Ihr Patient am ehesten Zeichen einer Pneumonie.
  5. Der Erreger wird durch Aerosole, z.B. beim Duschen übertragen.
  1. Pseudomonas aeruginosa
  2. Staphylokokkus aureus
  3. Hämophilus influenza
  4. Clamydia pneumoniae
  5. Escherichia coli
  1. Wichtigster Indikatorkeim für eine fäkale Verunreinigung ist Candida albicans.
  2. Der klassiche Schwimmbadgeruch entsteht durch Chloramine
  3. Der pH-Wert von Trinkwasser soll zwischen 6,5 und 9,5 liegen.
  4. Lebensmittelbedingte mikrobielle Intoxikationen finden sich typischerweise durch die Produkte von Staphylokokkus aureus und Bacillus cereus.
  5. Badewasserinfektionen, wie die Schwimmbadkonjunktivitis, werden am häufigsten durch Chlamydien ausgelöst.
  1. < 100 KBE/ml
  2. < 100 KBE/1000ml
  3. < 100 KBE/100ml
  4. < 10 E. coli/100ml
  5. < 10 P. aeruginosa/100ml
  1. Häufige Ursache für die Itai-Itai-Erkrankung sind hohe Cadmiummengen im Trinkwasser.
  2. Hohe Mengen an Nitraten im Trinkwasser können zur Entstehung der Krankheit führen.
  3. Gefährdet sind insbesondere ältere Menschen.
  4. Aufgrund anderer Enzymwirkungen sind vor allem Japaner gefährdet, diese Erkrankung zu erleiden.
  5. Für den auslösenden Schadstoff existiert kein Grenzwert in der Trinkwasserverordnung.
  1. Durch saures Milieu, z.B. im Verdauungstrakt, kann Nitrat zu Nitrit reduziert werden, welches mit Aminen krebserregende Nitrosamine bildet.
  2. Nitrat und Nitrit haben den gleichen Grenzwert in der Trinkwasserverordnung.
  3. Nitrat im Trinkwasser kann bei Säuglingen zur Entstehung der Minamata-Krankheit.
  4. Die einzige Quelle für Nitrate im Trinkwasser ist die Verwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft.
  5. Im Gegensatz zu Nitrat ist die Aufnahme von Nitrit für den Menschen ungefährlich.
  1. Winter-Smog zeichnet sich durch steigende SO2-, NO-, NO2- und CO-Werte in der atmosphärischen Luft aus.
  2. MEK, MIK, TRK, IW, und MAK gelten sowohl für die Exposition gegenüber Reinstoffen als auch Stoffgemischen.
  3. Partikel eines Durchmesser < 1 mm sind lungengängig und dringen bis in die Alveolen vor.
  4. Smog vom Wintertyp wird auch als Los-Angeles-Smog bezeichnet.
  5. Das allergene Risiko der Reinstoffe in der Luft wird mit dem Immisionsgrenzwert (IM) erfasst.
  1. Ziel der aktiven Immunisierung ist die Bildung schützender Antikörper und/oder T-Gedächtniszellen
  2. Die passive Immunisierung ist eine Maßnahme der primären Prävention
  3. Adjuvantien dienen der Wirkverstärkung aktiver Lebendimpfstoffe.
  4. Die meisten aktiven Immunisierungen erfolgen sowohl beim Kind wie beim Erwachsenen in den M. gluteus maximus
  5. In Deutschland besteht eine Impfpflicht für endemische Erkrankungen.
  1. Totimpfstoff (Erregerbestandteile) – FSME
  2. Aktive Lebendimpfung – Varizellen
  3. Konjugatimpfstoff – Haemophilus influenza Typ b (Hib)
  4. Totimpfstoff (ganze inaktivierte Erreger) – Tollwut
  5. Totimpfstoff (Toxoide) – Tetanus

Dozent des Vortrages Medizinisch relevante Hygiene

Dr. Henrik Holtmann

Dr. Henrik Holtmann

Dr. Henrik Holtmann studierte zunächst Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dann Zahnmedizin an der Universität des Saarlandes in Homburg (Saar). Seit 2009 ist er Assistenzarzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Mehrere Bücher von ihm sind im Elsevier Urban & Fischer Verlag erschienen.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Medizinprodukten -Epidemiologie: -Inzidenz und Prävalenz häufiger Krankheiten in Bevölkerungsgruppen zu bestimmten Zeiträumen -großer Teilbereich ...

... biologischen, chemischen und physikalischen Einflüssen. -Sozialhygiene: untersucht Wechselwirkungen von Gesundheit und sozialem Umfeld ...

... und Schutzimpfungen -Wasserhygiene (Trinkwasserhygiene; Hygiene der gewerblichen und öffentlichen Schwimm- und Badeeinrichtungen; Abwasserhygiene); Lufthygiene...

... sind, liegt die Mortalität an Infektionskrankheiten hierzulande bei nur knapp 1% -u.a. eine Folge ...

... Verhinderung der Verbreitung von übertragbaren Krankheiten -Um diesem Ziel gerecht zu werden, beschäftigt ...

... nach gleichem Gesetz besteht auch eine Meldepflicht für gehäuft auftretende nosokomiale Infektionen, ...

... nicht gelisteten, aber gehäuft auftretenden Erregern besteht bei Nachweis: -Pflicht zur Meldung durch das zuständige ...

... ein bestimmtes Bevölkerungskollektiv (z.B. 10.000 oder 100.000) -Mortalität: gibt an, wie viele Menschen an einer Erkrankung zu einem bestimmten Zeitraum versterben. Bezogen zumeist auf die Gesamtbevölkerung -Letalität: Maß für die an einer bestimmten ...

... Keim (Maß: manifest Erkrankte/inapparent Infizierte). -Manifestationsindex: Zahl der an einer bestimmten Infektionskrankheit Leidenden im ...

... örtliche und zeitliche Häufung von Infektionen -Endemie: örtlich begrenztes, aber zeitlich unbegrenztes ...

... Infektionskrankheit. Man unterscheidet weiter: Explosivepidemie: Epidemie tritt zur selben Zeit bei einem großen Teil der ...

... gehäuft auf (z.B. für die Grippe) -Säkulare Schwankungen: Im Verlauf mehrerer Jahre und unter bestimmten klimatischen Bedingungen treten ...

... der hier anzutreffenden Erreger ist allerdings apathogen. -Nahrungsmittel (und damit auch Trinkwasser): Mikroorganismen finden sich hier ...

... Keime in die Umwelt ausgeschieden. Beispiel: Salmonellendauerausscheider Erkrankte Menschen: Während der Inkubationszeit, der manifesten Erkrankung oder manchmal auch nach ...

... kommt es zu einer Infektion durch die körpereigene Flora -Direkte Übertragung: durch Kontakt- oder Schmierinfektion (z.B. beim Geschlechtsverkehr oder durch kontaminierte Hände oder andere ...

... Infektionswege: Am Infektionsweg sind auch Insekten und Spinnentiere (z.B. Zecken) ...

... Übertragung von Patient zu Patient. Folgende zwei Zustände werden zunächst unterschieden: Homonome ...

... Tollwut: Übertragung auf den Menschen durch den Biss infizierter Füchse oder Hunde) –Heterogen-homonome Infektionskette: Übertragung von Mensch zu Mensch indirekt über einen unbelebten Vektor (z.B. die Malaria über die Anopheles-Mücke) Heterogen-heteronome ...

... Kontamination (Sterilisation) -Antisepsis: Reduktion pathogener Erreger (Desinfektion) -Dekontamination...

... besteht -In Anlehnung an die Resistenzstufen von Mikroorganismen werden bei den Desinfektionsmitteln ...

... müssen vom RKI gelistete Desinfektionsmittel zur Anwendung kommen -Alle anderen Fälle, insb. ...

... und RNA Proteindenaturierung und Enzymblockade Zerstörung der Zellmembran -im Gegensatz zu Antibiotika: multiple Wirkmechanismen greifen an mehreren Zielen an sind im ...

... wie Blutkonserven oder Milch aufbereitet -Dampfdesinfektion: Matratzen, Geschirr und Wäsche werden bei gesättigtem Wasserdampf und Temperaturen ...

... M. tuberculosis muss das Desinfektionsmittel ggf. länger einwirken oder es sind spezielle Mittel zu verwenden (z.B. Sterillium Virugard®) -muss vor invasiven Eingriffen, vor und nach Kontakt mit Eintrittsstellen von Drainagen und Kathetern, vor Kontakt ...

... der transienten und z.T. auch der residenten (dauerhaft vorhandenen) Hautflora. -Durchführung: Erst Hände gründlich waschen und ggf. mit einer Bürste ...

... Faktor 106 gefordert -Erfolg aller Sterilisationsverfahren soll mit Hilfe von Chemo-, Farb- und Thermoindikatoren ...

... Ultrafeinfilter: entfernen auch kleine Viren -Chemische Sterilisation: Ethylenoxid: giftig und durch Proteindenaturierung wirkend: Nachteil: extrem lange Desorptionszeit (Entlüftungszeit) Formaldehydgas: für die Sterilisation thermolabiler Gegenstände ...

... min können z.B. Metalle oder Porzellan, aber kein Gummi oder Lebensmittel ...

... kann kürzer und bei geringerer Temperatur sterilisiert werden, um die erforderliche Sterilisationstemperatur für den Wasserdampf zu erreichen, wird er unter ...

... keimfreie Körperareale, wie z.B. die Blutbahn, die Bauchhöhle und das Kniegelenk, erforderlich -Es werden manuelle (weniger standardisiert; Einsatz chemischer Desinfektionsmittel) ...

... steht und nicht bereits vorher bestand (§ 2 IfSG). -In Deutschland finden sich rund 0,5–1 Mio. nosokomiale Infektionen pro Jahr (ca. 3,5% aller hospitalisierten Patienten) -Auf Intensivstationen: Prävalenz nosokomialer Infektionen an allen Patienten sogar bis zu 20% -Schätzungen zufolge sterben in Deutschland ca. 10.000 ...

... als Kontamination der Kultur gewertet werden -Präventive Maßnahmen: Verwendung von Silikonkathetern anstatt Latexkatheter bei geplanter Liegedauer > 5 Tage: suprapubischer Katheter vor und nach Manipulation am Kathetersystem: hygienische Händedesinfektion durchführen und ein geschlossenes Harnableitungssystem verwenden Katheterisierung ...

... Jahre bestehende schwere Grunderkrankung vorbestehende Atemwegserkrankung maschinelle Beatmung -wichtigste Erreger nosokomialer Pneumonien: St. aureus, P. aeruginosa, E. coli, Enterobacter, Klebsiellen, Legionellen und C. albicans -Hygienisch präventive Maßnahmen: hygienische Händedesinfektion bei allen Manipulationen am Beatmungssystem und Tragen von Einmalhandschuhen erforderlich ...

... nach der OP und bei liegender Endoprothese bis zu 1 Jahr nach der OP auftreten -Risikofaktoren sind: hoher Kontaminationsgrad der OP-Wunde lange OP-Dauer schlechte/veraltete OP-Technik schlechte Vaskularisation des Gewebes bestehende ...

... (chirurgische Technik) Perioperative Antibiotikaprophylaxe –30–60 min vor der OP als Einmalgabe bei längerer ...

... von St. aureus, Enterokokken, Enterobakterien, P. aeruginosa und C. albicans -Folgende Ausgangspunkte einer Katheterinfektion sind möglich: Die extraluminal kontaminierte Katheterspitze –Die kontaminierte Infusionslösung –Die kontaminierte Kathetereintrittsstelle –Die Verbindungsstellen (Konnexionen) des Kathetersystems ...

... sollten sofort entfernt werden –Ein ZVK sollte nicht routinemäßig gewechselt werden, wohl aber, wenn er unter Notfallbedingungen gelegt worden ist –Indikationsstellung für den Katheter sollte auch hier täglich neu geprüft werden –transparente oder Gazeverbände benutzen. Diese sollten täglich inspiziert und Gazeverbände zusätzlich palpiert werden. Transparente Verbände sollten routinemäßig nach 7 Tagen ...

... (alle) Lactam-Antibiotika (und häufig noch resistent gegen weitere Antibiotika) –Umgang mit MRSA-Patienten birgt eine explizite Gefahr für sog. Risikopatienten, bei denen sich aus der Kolonisation eine Infektion entwickeln kann (MRSA-Prävalenz ...

... –hygienische Händedesinfektion, Tragen von Mundschutz und Schutzkittel –regelmäßige Desinfektion von Geräten und Arbeitsflächen, die mit dem MRSA-Patienten in Kontakt waren –Sanierung von Patienten und Personal (Benutzen von Skinsan Scrub® zum täglichen Waschen und ...

... zu Mensch übertragen -Prävention der durch Legionellen ausgelösten Infektionen: Kontrolle und Behandlung des Trinkwassers: –Chlorierung –thermische Aufbereitung: Erhitzen ...

... und Beatmungszubehör) -Infektion erfolgt meist exogen durch Wasser und Geräte -hauptsächlich durch den Keim hervorgerufene nosokomiale Infektionen: Pneumonien, Wundinfektionen ...

... ausmacht sowie Abwasser und Badewasser -Lebensmittelhygiene bezeichnet Vorkehrungen und Maßnahmen, die bei Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Lebensmitteln ein einwandfreies und gesundheitlich unbedenkliches Erzeugnis sichern sollen. ...

... lamblia, Shigellen, Kryptosporidien und Prionen. -Lebensmittelbedingte mikrobielle Intoxikationen (giftige Erregerprodukte, nicht die Erreger bedingen die klinischen Symptome): –St. aureus (hitzelabile Enterotoxine A-E) –B. cereus (hitzestabiles emetisches Toxin, hitzelabiles diarrhoisches Enterotoxin) –C. perfringens (hitzelabiles Enterotoxin) –C. botulinum (durch das hitzelabile Neurotoxin) –Mykotoxine (Aflatoxine, Patulin, Ergot-Alkaloide ) -Lebensmittelbedingte nichtmikrobielle Intoxikationen (durch ...

... und geschält werden -müssen vor Kontamination geschützt werden während der Herstellung und der Lagerung beim Produzenten müssen Lebensmittel ausreichend vor der Kontamination mit potenziell gefährlichen Keimen und/oder deren Produkten geschützt werden. Zur Verfügung ...

... > 1 g/kg gelösten geogenen Stoffen) –Quellwasser –Tafelwasser (enthält Zutaten wie Karbonate und CO2). -Anforderungen an Trinkwasser regelt Trinkwasserverordnung: –Keimbelastung max. 100 KBE/ml. Es dürfen sich weder Enterokokken, E. coli, P. aeruginosa noch L. pneumophila in 100 ml ...

... Methoden stehen hier zur Abwasseraufbereitung zur Verfügung: –Desinfektion (durch Chlor, Ozon und UV-Strahlung) –Filtration (Abtrennung fester Partikel aus dem Wasser) –Flockung (Entfernung organischer und anorganischer Stoffe aus dem Wasser) –Ionenaustauschung (Enthärtung ...

... Schwimm- und Therapiebädern: –< 100 KBE/ml, E. coli und P. aeruginosa nicht nachweisbar in 100 ml, L. pneumophila nicht nachweisbar in 1 ml –Nitrat ? 20 mg/l –pH 6,5–7,6 –klare Sichtweite über den gesamten Beckenboden –Konditionierung des Wassers außerdem durch Ozon und ...

... hohen Konzentration in der atmosphärischen Luft vorliegen –Die auf den Menschen oder ihrem Eigentum, Pflanzen und Tieren einwirkende Verunreinigung kann zu ihrer Schädigung führen oder beitragen sowie Wohlbefinden oder Besitzausübung unangemessen beeinträchtigen -Luft verunreinigende ...

... einer bestimmten Quelle ausgehend -Immission: -auf Mensch, Pflanze, Tier und Besitztum einwirkende Luftschadstoffkonzentration -Letztere wird in der atmosphärischen ...

... Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), eine Ausführungsbestimmung ...

... -Grenzwert, bei dem nach aktuellen Kenntnisstand für Mensch, Tier und Pflanze Unbedenklichkeit besteht -Da eine nachteilige Schadstoffwirkung immer neben der Konzentration auch vom Einwirkungszeitraum abhängt, sind MIK-Werte für Einwirkdauern von ½ h, 1 h und 1 Jahr (Jahreswert für ...

... Gefahrenstoffverordnung 2005 MAK-Wert zunehmend durch den neuen Arbeitsplatzgrenzwert verdrängt. Auch letztere werden von der DFG erstellt und in den Technischen Regeln für Gefahrenstoffe „Arbeitsplatzgrenzwerte“ (TRGS 900) durch den Bundesarbeitsminister bekannt gegeben. -TRK (technische Richtkonzentration): Niedrigste Konzentration eines kanzerogenen Stoffs als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach aktuellem Kenntnisstand der Technik erreicht werden kann. Im Gegensatz zum MAK-Wert wird ...

... für die Exposition gegenüber einzelnen Reinstoffen -Summationseffekte durch Stoffgemische werden somit nicht erfasst -Ebenso wird das allergene Risiko der Einzelsubstanzen nur ...

... NO, NO2, CO und CO-Verbindungen in der atmosphärischen Luft stark an. Diese gemeinsame Konstellation wird als Winter-Smog-Situation (Smog: Kofferwort aus engl. „smoke and fog“ [Rauch und Nebel]) bezeichnet. Synonym für Winter-Smog: Smog vom London-Typ -Sommerwetterlagen (und geringer Luftbewegung): aus emittierten Stickoxiden entstehendes Ozon reagiert mit unverbrannten Treibstoffanteilen unter starker ...

... Technologien (z.B. neuerer Katalysatoren oder schadstoffarmer Brennstoffe) sind zentrale Maßnahmen zur Emissionssenkung -Bei Grenzwertüberschreitungen, ...

... werden: bezeichnet den mit maximal 0,1 Vol-% zu tolerieren- den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in Innenräumen -Im Krankenhaus wird die Innenraumluft mit ...

... attenuierten Erregern. Eine alleinige Impfung reicht i.d.R. aus, um eine Grundimmunierung auszulösen. Eine zweite Impfung findet dennoch statt, um evtl. bestehende Impflücken zu schließen. -Totimpfstoffe (inaktivierte Impfstoffe): Eingesetzt werden: –ganze inaktivierte Erreger –lediglich wichtige antigene Bestandteile –inaktivierte Erregertoxine, die Toxoide (Toxoidimpfstoffe). ...

... Polysaccharide, da Polysaccharide T-Zell-unabhängige Antigene darstellen –Durch die Proteinkomponente wird der junge Körper gezwungen, in großem Maße schützende Antikörper zu bilden und ein schützendes Immungedächtnis aufzubauen. ...

... meisten aktiven Impfungen erfolgen intramuskulär: –Erwachsene: M. deltoideus –bei Kindern M. vastus lat. –M. gluteus max. ist ...

... Exponierte in Risikogebieten wie z.B. Förster und generell Risikopersonen wie Tierärzte) -Rotaviren ...

... Ak) aufgebaut > deshalb streng genommen auch keine Impfung -wird nur als Notfallmaßnahme nach Kontakt mit einem Erreger/Antigen im Rahmen der Postexpositionsprophylaxe eingesetzt und ist damit eine Maßnahme der Sekundärprävention -Impfeffekt hält so lange an, bis ...

...Bestehende chronische Erkrankungen –Immunschwäche (mit Ausnahme von Lebendimpfungen) –Bei Kindern vorbekannte Fieberkrämpfe -Anamnestischer Ausschluss vorbestehender Allergien (allgemein), Unverträglichkeiten bei ...

... Einfrieren (würde zur Denaturierung von Proteinantigenen oder dem Absterben/der Inaktivierung von Erregern in Lebendimpfstoffen führen) –bei Lebendimpfstoffen (und auch einigen Totimpfstoffen) immer auf die ...

... viralen Lebendimpfungen einhalten –bei Totimpfstoffen Abwarten nicht nötig, weder unter einander noch zu Lebendimpfungen. Hier gilt nur, dass ggf. ...

... andauernden Impferfolg). Insbesondere sollten diese Abstände nicht stark unterschritten werden -Es gibt keine unzulässig großen Impfabstände, auch nicht im Rahmen einer Grundimmunisierung. Die letzte z.B. Jahre zurückliegende Impfung zählt also und die Grundimmunisierung wird ...

... Begleitstoffe des Impfstoffes, die im schlimmsten Fall in einem anaphylaktischen Schock mündet. Besonders gravierend kann die Reaktion auf enthaltenes Hühnereiweiß sein. Deshalb in ...

... vorangegangenen Impfung vermutet wird: Meldung an das zuständige Gesundheitsamt nach § 6 (3) IfSG -Von dort Meldung an das ...

... Typhus (Totimpfstoff) geimpft werden. -Chronisch Kranke: Einschränkungen gelten für Lebendimpfstoffe, sofern die chronische Erkrankung mit einem Immundefekt einhergeht (wie z.B. bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen). -Immunsupprimierte –Grundsätzlich sind alle Totimpfstoffe erlaubt –Lebendimpfstoffe sind zu vermeiden. Es drohen sonst Impfkrankheiten mit möglicherweise schweren Komplikationen -HIV-Infizierte –Ist die HIV symptomatisch und/oder die Zahl CD4-positiver T-Zellen liegt bei unter 200/ml so ...

... denen entweder kein Impfschutz/unvollständiger Impfschutz besteht –Wenn Verletzte bekannterweise Low- oder Non-Responder auf die Impfung sind –Wenn die letzte Impfung gegen HBV mehr als 10 ...

... saubere Wunde Tiefe, verschmutzte Wunde Aktive Immunisierung nötig: Passive Immuniserung nötig: Aktive Immuniserung nötig: Passive Immunisierung nötig: unbekannt ja nein ja ja keine oder eine ja nein ja ja zwei ja nein ja Ja nu ...

... Großteil des Tollwut- Immunglobulins in und um die Wunde instillieren ...

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richtig
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