Einführung in die Rheumatologie von Dr. med. Thomas Neumann

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Einführung in die Rheumatologie“ von Dr. med. Thomas Neumann ist Bestandteil des Kurses „Hammerexamen Komplettkurs“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Vorstellung
  • Inhalt des Kurses
  • Literaturhinweise
  • Lernziele und spezielle Literatur
  • Vorgedanken
  • Rheumatologische Erkrankungen (geschichtlich)
  • Allg. Prinzipien der Immunologie
  • Das angeborene Immunsystem
  • Das erworbene Immunsystem
  • Die Entzündung
  • Spezielle Aspekte bei der Erhebung der Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Spezielle diagnostische Verfahren
  • Kriterien für eine bestimmte Diagnose
  • Outcomeparameter
  • Psychosoziale Aspekte
  • Rheuma
  • Zusammenfassung

Quiz zum Vortrag

  1. Es basiert auf der Bildung von Antikörpern.
  2. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Haut und Schleimhäute.
  3. Es ist von Geburt an aktiv.
  4. Es ist nur wenig spezifisch, dafür aber auch nur wenig störanfällig.
  5. Das zentrale Prinzip ist die Erkennung von Mustern.
  1. Es kommt noch vor dem angeborenen Immunsystem zum Einsatz, sodass Letzteres nur noch schwache Erreger beseitigen muss.
  2. Es besitzt ein "Gedächtnis".
  3. Es arbeitet immer schneller und effektiver, je öfter es mit bestimmten Antigenen in Kontakt tritt.
  4. Es basiert auf der Entwicklung von B- und T-Zellen.
  5. Es ist antigenspezifisch.
  1. Sind unter anderem die natürlichen Killerzellen besonders aktiv.
  2. Sind Makrophagen eher weniger beteiligt.
  3. Spielen CD4+ Zellen eine tragende Rolle.
  4. Bilden Plasmazellen sofort Antikörper gegen den eingedrungenen Erreger.
  5. Kommt es zunächst zu einer Antwort des erworbenen Immunsystems.
  1. Über den alternativen Signalweg werden direkt bakterielle Strukturen erkannt.
  2. Der klassische Signalweg ist getriggert durch C1q und erkennt IgM und IgA.
  3. Der Lektin-Signalweg wird durch Bakterien getriggert welche laktosebindende Proteine tragen.
  4. Sogenannte PRRs (pattern recognition receptors) ordnen die Bedrohung nach ihrer Quantität ein.
  5. Internalisierende PRRs dienen vor allem der Ausschüttung von Interleukinen.
  1. Kommt es in der frühen Phase zu makrovaskulären Veränderungen.
  2. Handelt es sich um eine Antwort des adaptiven Immunsystems, die der Wundheilung dient.
  3. Werden in der frühen Phase unter anderem Granulozyten aktiviert.
  4. Spielt die Aktivierung von Thrombozyten und des Endothels in der chronischen Phase eine entscheidende Rolle.
  5. Führen reaktive Sauerstoff-Spezies letztlich zu einer Gewebeschädigung.
  1. Differenzieren myeloide Zellen unter anderem zu Monozyten.
  2. Produzieren Dendritische Zellen vor allem Interferon γ.
  3. Differenzieren myeloide Zellen zu Natürlichen Killerzellen.
  4. Differenzieren lymphoide Zellen unter anderem zu Granulozyten.
  5. Differenzieren Mastzellen wahrscheinlich zu Monozyten.
  1. Monatelange Hüftschmerzen mit Funktionseinschränkung
  2. Verlust der Sensibilität
  3. Probleme bei der Miktion/Defäkation
  4. Plötzlicher temporaler Kopfschmerz mit Visusverlust
  5. Starker Gewichtsverlust
  1. Bei einem Patienten mit Schwellung, Schmerzen und Krepitationen entlang einer Sehnenscheide handelt es sich wahrscheinlich um eine Tenosynovialitis.
  2. Der Patient klagt über Muskelschmerz. Als sie die Muskelkraft testen ist diese jedoch nicht eingeschränkt. Eine ihrer Differentialdiagnosen lautet daher Polymyositis.
  3. Sie entdecken bei der Untersuchung des Patienten entzündete Sehnenansätze, welche sie als Myositis beschreiben.
  4. Der Patient leidet unter einem brennenden, eher oberflächlichen Schmerz, entlang eines Dermatoms, welchen sie als "nozizeptiven Schmerz" notieren.
  5. Der Patient leidet an einer Enthesitis. Eine ihrer Differentialdiagnosen lautet daher "Rheumatoide Arthritis“.
  1. Beim Fibromyalgie-Syndrom hilft nur eine Kombination aus Physiotherapie und medikamentösen Maßnahmen.
  2. Spondylarthropathien sprechen meist gut auf NSAR an.
  3. Eine Polymyalgia rheumatica reagiert schnell positiv auf den Einsatz von Glukokortikoiden.
  4. Die Anwendung von Wärme lindert oft die Beschwerden einer Arthrose.
  5. Bei Arthritiden empfinden die Patienten den Einsatz von Kälte meist als angenehm.
  1. Morgensteifigkeit und Schwellung in den Gelenken deuten eher auf eine Arthritis hin.
  2. Bei der Arthralgie kommt es zu einer Schwellung am Gelenk, bei der Arthritis ist diese nicht vorhanden.
  3. Die Arthralgie bessert sich durch Kälte.
  4. Ist der Gelenkschmerz bei einer Arthritis auch in Ruhe vorhanden, so kann es sich um ein Frühsymptom einer rheumatischen Erkrankung handeln.
  5. Die Arthritis tritt häufig bei Arthrosen, oder einer Überbelastung auf.
  1. Zytopenie.
  2. Antikörpermangelzustandes.
  3. Paraproteinämie.
  4. Chronischen Entzündung.
  5. Akuten Entzündung.
  1. Kommt es zu einem Anstieg der Doppelstrang-DNS-Antikörper im Blut.
  2. Ähneln sich die Autoantikörper mit denen der rheumatoiden Arthritis.
  3. Liegt vermehrt Anti-Cardiolipin vor.
  4. Sind die Rheumafaktoren erhöht.
  5. Liegt als einzige rheumatoide Erkrankung eine Assoziation mit Anti-Ro vor.
  1. CTs werden heutzutage immer beliebter, da sie nicht strahlenbelastend sind und dennoch hochauflösende Bilder produziert werden können.
  2. Flüssigkeit im Gewebe, oder Gewebsneubildungen sprechen für eine Inflammation.
  3. Die Arthrosonographie ist vor allem in der Kinderrheumatologie von Bedeutung.
  4. Entzündungen stellen sich bei bildgebenden Verfahren beispielsweise durch eine Mehrperfusion dar.
  5. P-Anca steht für perinukleärdarstellbare Anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper.
  1. Antiphospholipidsyndrom –Anti-Cardiolipin-Ak
  2. Rheumatoide Arthritis – ANA
  3. Systemischer Lupus erythematodes – ANCA
  4. Sjögren-Syndrom – anti-CCP
  5. Granulomatose mit Polyangiitis – Anti-Ro
  1. Diagnosekriterien schließen andere Erkrankungen sicher aus.
  2. Klassifikationskriterien grenzen unterschiedliche Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen voneinander ab.
  3. Klassifikations- und Diagnosekriterien haben jeweils eine bestimmte Spezifität und Sensitivität.
  4. Die Genauigkeit ist abhängig von der Häufigkeit des Auftretens einer bestimmten Erkrankung.
  5. Diagnosekriterien sind schwieriger zu erstellen als Klassifikationskriterien.
  1. Einschätzung kognitiver Fähigkeiten
  2. Vitalität
  3. Rolleneinschränkung aufgrund körperlicher Probleme
  4. Psychisches Wohlbefinden
  5. Soziale Funktionsfähigkeit
  1. Völlige Genese
  2. Verbesserung
  3. Dauerhaftigkeit
  4. Beginn der Veränderung
  5. Status von Wohlbefinden
  1. Regelmäßige bildgebende Diagnostik
  2. Die Durchführung von Patientenschulungsprogrammen
  3. Eine gezielte frühzeitige Überweisung zum Rheumatologen
  4. Ein Angebot von Frühsprechstunden durch Rheumatologen
  5. Ein beim Hausarzt durchgeführtes Screening

Dozent des Vortrages Einführung in die Rheumatologie

Dr. med. Thomas Neumann

Dr. med. Thomas Neumann

PD Dr. med. Thomas Neumann ist Oberarzt am Kantonspital St. Gallen, Schweiz. Bis Mitte 2016 war er als Oberarzt am Universitätsklinikum in Jena sowie als Dozent für Innere Medizin/ Rheumatologie für Zahnmediziner tätig. Nach seinem Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin/Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin I-III und Rheumatologie. 2005 erhielt er den Doktortitel.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Aspekte bei der Erhebung der Anamnese ...

... Die Messung der Lebensqualität bei rheumatischen Erkrankungen. T. Meyer H. Raspe, Rheumatologie, ...

... sind häufig und beeinträchtigen die Patienten. Entzündlich rheumatische Erkrankungen können komplexe Verläufe haben. ...

... Pierre-Auguste Renoir entwickelte eine schwere rheumatoide Arthritis Louie JS. Renoir: His art and his arthritis. In, Appelboom T, ed. Art, History, and the Antiquity of Rheumatic Diseases. Brussels, Erasmus, 1987 Frieda Kahlo hatte vermutlich einen SLE/APS und litt unter einer Fibromyalgie ...

... Ständige Optimierung, um bestmögliche Antworten zu generieren Redundanz und Parallelität in der ...

... Modulation der normalen Homöostase Autoimmunität = Versagen der Modulation oder Kontrolle der normalen Homöostase ...

... Barriere der Haut und Schleimhäute zytolytische Peptide und Enzyme, ...

... Gedächtnis wird aufgebaut, beschleunigt sich bei wiederholter Abwehr sehr effektiv. ...

... Immunologie. Was hält uns in der frühen Phase der Sepsis am Leben? ...

... (pattern recognition receptor-PRR) ordnen die „Bedrohung“ einem spezifischem Kontext zu ...

... Das angeborene Immunsystem Komplementsystem besteht aus mehr als 35 ...

... Zentrale Bedeutung haben Immunglobuline, B- und T-Zell-Rezeptoren. T- und B-Zell-Rezeptoren sind ...

... Einführung Hochberg: Textbook of Rheumatology, ...

... Mastzellen. Chronische Phase: dominiert durch Monozyten Aktivierung von Thrombozyten und Endothelzellen, ist essentiell. Inflammatorische Mediatoren werden freigesetzt ...

... Hochberg: Textbook of Rheumatology, 5th Ed. Elsevier, 2010. Effektoren der ...

... Leukodiapedese Hochberg: Textbook of Rheumatology, 5th ...

... Ärzte und Patienten. Leonore M. Buckley, N Engl, J Med, 2011. 365(14):1270-1271. Was wir während der ersten Visiten sagen und machen hat ...

... Typische Leitsymptome müssen systematisch erfragt werden. Neumann | Rheumatologie - Einführung. Spezielle Aspekte bei ...

... Erhebung der Anamnese. - Allgemeinsymptome: Fieber, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Nachtschweiß. - Die Kernfrage: Wo liegt die Schmerz auslösende Struktur? ...

... und -atrophie mit sekundärem Schmerz bei Polymyositis/Dermatomyositis, erheblicher Muskelschmerz ohne Minderung ...

... Schmerzursache Enthesitis (Entzündung von Sehnenansätzen): hinweisend auf Spondyloarthropathie. Schmerzursache: Tenosynovialitis ...

... z. B. bei arterieller Verschlusskrankheit oder Vaskulitis. Schmerzursache: Ulcus (Entzündungsschmerz ...

... Spezielle Aspekte bei der Erhebung der Anamnese. Erheblicher Gewichtsverlust ...

... Positive Antworten erfordern eine detaillierte Anamnese. Wenn alle 3 Fragen negativ beantwortet werden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass muskuloskelettale Probleme bestehen. ...

... Ansprechen auf vorausgegangene Therapieversuche: kann unter Umständen Hinweise auf die Krankheitsursache geben. Kälteanwendung wird bei Arthritiden oft als ...

... richtungsweisend, wenn in Ruhe vorhanden, auch als Frühsymptom einer entzündlich rheumatischen Erkrankung. Gelenkschmerz mit Schwellung und ...

... darf sich nicht nur auf den Bewegungsapparat beschränken und schließt eine komplette internistische Untersuchung ein. Gelenkuntersuchung: Inspektion ...

... 4 Gelenke symmetrisch - asymmetrisch. ...

... Entzündungsmarker: Differenzierung zwischen entzündlichen und nicht entzündlichen Prozessen. Beurteilung der Schwere der Erkrankung: wichtiger Verlaufsparameter Blutsenkungsgeschwindigkeit ...

... IgA, IgE) ß2-Mikroglobulin: steigt bei Erkankungen mit hohem Zellumsatz Blutbild. Diagnostik von ...

... Unterschiede hinsichtlich der Nachweisempfindlichkeit, Spezifität, Quantifizierbarkeit, Reproduzierbarkeit und Standardisierung. Autoantikörper notwendig zur ...

... Autoantikörper gegen Zellbestandteile: z. B. Anti-neutrophile zytoplasmatische AK (ANCA) ...

... Diagnostik. Wie können wir Entzündung und daraus folgende strukturelle Schäden sichtbar machen? ...

... 5. Szintigraphie. 6. Positronenemissionstomographie (+/- Computertomographie). Pro/Contra für jede ...

... Spezielle diagnostische Verfahren. Bildgebende Diagnostik. Beispiel 1: Arthrosonographie ...

... Darstellung von Entzündung durch Kopplung eines Tracers, der in stoffwechselaktive ...

... Wie messen wir den Erfolg unserer Therapie? Evidenzbasierte Medizin ...

... Patientensicht würden von fixierten Therapiezielen profitieren (87%). Ärzte besprechen selten individuelle Therapieziele (nur 27%). Würden selbst aktiv in die Krankheitskontrolle eingreifen. Patient Expectations ...

... 1992 begonnen und umfasst inzwischen versch. rheumat. Erkrankungen. Primäre Ziele waren: Definition eines Minimums an Parametern als Outcome für klinischen Studien. ...

... Gesundheit: soziale Gesundheit, mentale Gesundheit, physische Gesundheit. Symptome. Funktion. Affekt. ...

... messbar machen „Medical Outcome Study Short-Form 36“ (SF-36). Körperliche Funktionsfähigkeit, Rolleneinschränkung aufgrund ...

... Interpretation von Messergebnissen muss 4 Kategorien enthalten. Verbesserung: Status von Wohlbefinden. Beginn der Veränderung: Dauerhaftigkeit, minimale messbare Veränderung. ...

... der stationären Reha-Maßnahmen entfallen auf muskulo-skelettale Erkrankungen. Psychosoziale Aspekte: Krankheitslast ...

... Funktionseinschränkung nach Altersgruppen. (Daten der Kerndokumentation 2004, ...

... Krankheitslast: Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit. Arbeitsunfähigkeit. Erwerbsminderung. Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Zusammenhang mit nationalen und gesellschaftlichen ...

... 0,6 25,5 Arbeitsunfähigkeit im ersten Jahr der Erkrankung (RA) erwartete AU (pro Person/Monat), beobachtete AU (pro Person/Monat). Männer 2,2 10,9. Frauen 1,7 8,0 ...

... Zeit spielt eine wichtige Rolle, um Schäden zu vermeiden und Lebensqualität zu gewinnen. ...

... Screening durch den Hausarzt. Gezielte frühzeitige Überweisung zum Rheumatologen. Angebot von Frühsprechstunden durch Rheumatologen. ...

... rekapitulieren und testen uns selbst: das angeborene und das erworbene ...

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