Sie sind in eine Führungsposition aufgestiegen und stürzen sich motiviert in die Arbeit – doch schon bald tauchen die ersten Probleme auf und die neue Position erweist sich als schwieriger als erwartet. Wir geben Ihnen fünf Tipps, auf die Sie beim Aufstieg achten sollten und wie Sie mit Stolpersteinen auf dem Weg zum erfolgreichen Chef umgehen können.
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Bild: “Like A Boss mini dog tag” von ylmworkshop. Lizenz: CC BY 2.0


Frisch Aufgestiegene gehen ihren neuen Job meist mit großem Elan an. Schließlich will man beweisen, dass man die Führungsposition zu Recht bekommen hat und ausfüllen kann.

Doch häufig passiert es, dass die Freude über den Aufstieg nicht von langer Dauer ist: Frühere Kollegen gehen plötzlich auf Distanz oder schauen Ihnen übergenau auf die Finger, Ihre Ideen finden nicht bei allen die erwartete Begeisterung, die Leistungsbereitschaft der Belegschaft stagniert.

Die folgenden fünf Hinweise helfen Ihnen einen guten Einstieg in Ihre neue Rolle zu finden, Ihre Belegschaft hinter sich zu bringen und ein geschätzter Chef oder eine erfolgreiche Chefin zu werden.

1. Nichts überstürzen.

Die Verlockung ist oft groß, sofort alles umzukrempeln, was als Mitarbeiter genervt hat oder strukturell als hinderlich empfunden wurde. Wer jedoch eigenmächtig einschneidende Veränderungen vornimmt, schüttet oft nicht nur das Kind mit dem Bade aus. Er ruft in der Regel auch Widerstand bei seinen Beschäftigten hervor, die nicht nach Ihrer Meinung und Einschätzung gefragt wurden.

Nutzen sie deshalb die ersten zwei bis drei Wochen vor allem dafür, sich einen genauen Überblick zu verschaffen: Wo stehen das Unternehmen und die Beschäftigten gerade? Dort können Sie dann direkt anknüpfen.

2. Führen Sie Mitarbeitergespräche durch und legen sie regelmäßige Termine für Teambesprechungen fest.

Und zwar von Anfang an! Ihre Beschäftigten sind Ihre wichtigste Ressource und wollen gesehen und wertgeschätzt werden. Anstatt also alles nach eigenem Gutdünken zu gestalten, finden Sie heraus: Wie haben Ihre Mitarbeiter früher gearbeitet? Was lief gut, was schlechter? Welche Strukturen waren dienlich und was hat die Beschäftigten motiviert?

Hören Sie aufmerksam zu und seien Sie offen für konstruktive Vorschläge aus der Belegschaft. Mitarbeiter, die merken, dass ihre Kompetenz anerkannt wird und dass sie aktiv mitgestalten können, werden zukünftig gern mit Ihnen arbeiten!

3. Klare Ansagen geben Orientierung und Sicherheit.

Sie sind die Person, die jetzt den Überblick hat und weiß, was es aktuell am dringendsten braucht. Gerade in Zeiten eines Führungswechsels herrscht oft Unsicherheit bei der Belegschaft. Bleibt alles, wie es ist? Wie machen wir weiter?

Sprechen Sie über Ihre Ziele, Wünsche und Erwartungen. Legen Sie Ihre Pläne sowie Ihr angestrebtes Vorgehen dar – Transparenz schafft Vertrauen. Es ist leichter, Anweisungen und Zielvereinbarungen zu folgen, wenn man weiß, was sich der Chef dabei gedacht hat.

4. Konzentrieren Sie sich auf Führungsaufgaben.

Sie sind jetzt Chef und das heißt, dass sich Ihr Aufgabengebiet verändert hat. Ihre Hauptaufgaben liegen nun darin, zu steuern und zu führen. Und das wird auch von Ihnen erwartet!

Eine leitende Position zu besetzen, das bedeutet vor allem: Gespräche mit den Mitarbeitern zu führen, den Überblick über das große Ganze zu behalten, notwendige Entscheidungen zu treffen und die einzelnen Arbeitsbereiche im Unternehmen erfolgreich zu koordinieren. Dazu gehört auch, die meisten Fachaufgaben, die Sie bis jetzt selbst erledigt haben, an Ihre Mitarbeiter zu delegieren.

5. Last but not least: Seien Sie sich bewusst, dass sich die Beziehung zu Ihren früheren Kollegen sehr wahrscheinlich verändert.

Ebenso ändert sich Ihr Blick auf den Arbeitsalltag. Kaffeekränzchen und Raucherpausen werden Sie jetzt sicher mit anderen Augen sehen. Manche Ihrer früheren Kollegen verhalten sich vielleicht abwartend bis misstrauisch, ob Sie wirklich etwas besser machen oder doch nur den Chef raushängen lassen wollen.

Thematisieren Sie die neue Beziehung in Einzelgesprächen und kommen sie in einen Austausch über Wünsche, Vorstellungen, Möglichkeiten und Erwartungen.

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