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Timm Günther, Gründer und Autor von startups-im-internet

Timm Günther, Gründer und Autor von startups-im-internet

Herr Günther, Sie betreiben zwei Blogs ganz unterschiedlicher Natur: startups-im-internet.de beschäftigt sich – wie der Name schon sagt – mit den StartUps, die im World Wide Web tätig sind. Timmsweb.de dagegen lebt von Freizeit-Themen, wie Familie, Essen und andere. Welcher Blog liegt Ihnen mehr am Herzen? Oder ist der eine beruflich, der andere privat? Wie kamen Sie zum Bloggen?

Tatsächlich habe ich Timmsweb.de kürzlich abgegeben und schreibe derzeit nur noch auf startups-im-internet.de. Ich blogge neben meinem Hauptberuf und für mich gilt: wenn ich etwas mache, dann richtig. Mit der Zeit hatte ich einfach das Gefühl, dass ich es nicht mehr vereinbaren kann, beide Blogs „nebenher“ so zu pflegen, wie ich es gerne getan hätte. Also entschied ich mich dafür, mich auf startups-im-internet.de voll und ganz zu konzentrieren. Schließlich war es dieser Blog, der mich überhaupt erst zum Bloggen brachte.

Seit 1998 beschäftige ich mich mit dem Medium Internet und den verschiedenen Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen. In den späten 90´ern hatte alles mit einer Plattform angefangen, auf der ich Singles mittels SMS verkuppelte (liebeshandy.de). Nach wenigen Monaten war die Plattform so erfolgreich, dass ich zahlreiche Ankaufgesuche bekam. Nach nur einem Jahr verkaufte ich die Plattform wieder. Dadurch motiviert, baute ich immer wieder kleine bis mittelgroße Webseiten auf, um diese am Markt zu etablieren und anschließend wieder zu verkaufen. Zudem kaufte ich junge Webseiten auf, deren Betreiber nicht das nötige Durchhaltevermögen bewiesen, baute sie weiter aus und verkaufte sie anschließend wieder. Was nämlich vielen Menschen im Internet fehlt, ist genau dieses Durchhaltevermögen. Man hört immer wieder von unglaublichen Erfolgsgeschichten einzelner Entrepreneure, die es alleine und mit einer einzigen Webseite geschafft haben, im Internet erfolgreich zu sein. Doch dahinter steckt sehr viel Engagement, Leidenschaft und Wille zum Erfolg.

Kurzum, seit sehr vielen Jahren beschäftige ich mich jetzt mit dem Internet und den Möglichkeiten der Existenzgründing im Internet. Der StartUp Blog startups-im-internet.de bietet mir tolle Möglichkeiten, um beide Leidenschaften, Internet und Existenzgründung, mit einander zu verbinden. Es gibt wirklich so viele gute Startup Ideen, die es wert sind, sie mit anderen zu teilen und der Welt davon zu erzählen. In den letzten 2, 5 Jahren ist der Blog ständig gewachsen und in dieser Zeit konnte ich sogar ein paar Mitstreiter vom Startup Fieber anstecken und als Partner gewinnen. Wir alle schreiben nebenbei, aber mit voller Leidenschaft zum Thema der Neugründungen im Internet.

Bei startups-im-internet.de stellen Sie regelmäßig die neuesten Internet-Unternehmen vor. Dabei sind ja oft einzigartige Ideen und ein hohes Maß an Kreativität sichtbar – welche StartUp Idee hat Sie zuletzt beeindruckt?

Da kann ich eigentlich gar kein einzelnes Startup herausnehmen, denn ich finde jede Startup-idee ist individuell und nicht mit anderen vergleichbar. Mich beeindrucken sowohl die Ideen, als auch die Menschen dahinter. Bei manch´ einem Jungunternehmen kommt beim ersten Kontakt sofort die Leidenschaft und die Überzeugung gegenüber der eigenen Idee rüber. Das ist für mich ein ganz wichtiges Kriterium, um erfolgreich zu sein. Menschen, die sozusagen, ihre Leidenschaft oder ihr Hobby zum Beruf machen, sind oft erfolgreicher als andere. Hier stimmen einfach die Einstellung, die Motivation und das Wissen rund um die eigene Idee. Diese Startups beeindrucken mich dann auch am meisten. Wenn sie sich dann noch nachhaltig durchsetzten und erfolgreich im Markt etablieren, macht es schon ein wenig stolz, wenn man diese Jungunternehmen als einer der ersten im Blog vorgestellt hat.

Zudem kann ich sagen, dass ich immer wieder von den unglaublichen Erfolgen der einzelnen Crowdfunding-Kampagnen beeindruckt bin. Ich erinnere mich noch genau, als ich das erste Startup vorgestellt habe, welches sich durch die Crowd finanzieren wollte. Bis dahin war mir diese Finanzierungsmöglichkeit noch fremd gewesen. Ich hätte nie damit gerechnet, dass diese im Laufe einer relativ kurzen Zeit so erheblich an Bedeutung gewinnt und Jungunternehmen auf diese Weise sehr große Geldsummen zusammen sammeln können. Es ist für mich immer wieder spannend zu verfolgen mit welchen Ideen sich Startups für Kampagnen bewerben und wie diese meist sehr schnell an Fahrt aufnehmen und das Funding-Ziel erreicht wird.

Wenn Unternehmen es aber aus eigener Kraft schaffen, zu wachsen, dann fasziniert mich das ebenso; wenn die ersten Unternehmensgewinne wieder zurück in das eigene Unternehmen fließen und keine Fremdfinanzierung mittels Venture Capital oder institutionellem Kapital benötigt wird. Als Beispiel sei hier die fastbill GmbH (fastbill.com) genannt, die erst kürzlich für ihr erfolgreiches Bootstrapping ausgezeichnet wurde.

Sie geben auch Tipps für StartUp-Unternehmen. Können Sie an dieser Stelle einen Insider-Tipp verraten? Was ist das Wichtigste und wo gibt es die meisten Probleme?

In meinen Augen steht die Idee natürlich absolut im Vordergrund. Ohne gute Startup-Idee geht überhaupt nichts. So eine gute Startup-Idee bringt dem Verbraucher immer einen Nutzen, löst eines seiner Probleme oder lenkt ihn vom Alltag ab. So sollte man sich bei der Ideenfindung immer auch mit dem Nutzen für den Verbraucher beschäftigen.

Als zweiten Punkt würde ich die Umsetzung sehen, viele Ideen scheitern schon bei den ersten Schritten der Umsetzung. Wer ein Internet Unternehmen gründen möchte, sollte jetzt auf den großen und langen Startup-Hype-Zug aufspringen. Ich denke, es gab noch nie so viele gute Unterstützungshilfen für Jungunternehmer, wie aktuell. Diverse Wettbewerbe, Co-Working Spaces, Inkubatoren oder aber auch marketingtechnische Unterstützungen gibt es in ganz Deutschland. Es muss nicht immer die Startup Hochburg Berlin sein, auch andere Städte bieten tolle Unterstützung. Und mit dem gerade höchst populären Crowdfunding und Crowdinvesting lassen sich Projekte auch ohne langwierige Bankgespräche finanzieren.

Sicherlich gilt es, gut vorbereitet und rechtlich, steuerlich und betriebswirtschaftlich gut informiert zu sein. Doch auch die beste Vorbereitung bewahrt einem sicherlich nicht vor Hürden, Rückschlägen und immer wiederkehrenden Herausforderungen. Und genau für solche Momente ist es in meinen Augen unerlässlich voll und ganz von der eigenen Geschäftsidee überzeugt zu sein. Was natürlich nicht heißt, dass man beratungsresistent sein sollte.

Die häufigsten Probleme sind meiner Meinung nach falsche Erwartungen und mangelndes Durchhaltevermögen. Der Weg eines Startups ist oft sehr steinig, deshalb sollte man auch dem größten Stein nicht direkt aus dem Weg gehen, da er einem vielleicht einen noch besseren Weg zeigen kann.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!

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