Facebook, Twitter & Co. werden schon länger im Online Marketing genutzt. Unternehmen haben so die Chance, ihre Produkte zu platzieren und so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Viele Firmen haben eigene Social Media Manager oder lassen sich entsprechend beraten. Daniel Hoffmann ist einer der Profis, der in zahlreichen Unternehmen die Social Media Strategien und Kampagnen verantwortet und seit 2009 einen Blog zum Thema betreibt.
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Social Media für Unternehmenh

Bild: “Instagram and other Social Media Apps” von Jason Howie. Lizenz: CC BY 2.0


Herr Hoffmann, Sie betreiben einen Social Media Blog und betreiben Social Media Marketing auch beruflich. Können Sie etwas zu Ihrem Werdegang sagen? Wie sind Sie aufs Bloggen gekommen?

Geprägt durch meinen Vater habe ich bereits sehr früh den Marketing-Weg beschritten. Los ging es mit einer klassischen Ausbildung zum Werbekaufmann bei Ogilvy & Mather nach dem Abitur, da ich etwas Handfestes, Praktisches tun musste. Hier lernte ich viel über die klassische Marketing-Kommunikation, merkte aber schnell, dass sich mein Hobby – digitale Technologie und das Internet – hier auch sehr spannend einbinden ließ.

Nach der Ausbildung ging es dann doch noch an die Hochschule – wieder mit dem Schwerpunkt Marketing-Kommunikation. Neben der Leitung der studentischen Agentur „werbeliebe“ startete ich hier auch sehr bald meinen Blog socialmedia-blog.de mit meinem Kommilitonen und guten Freund Albert Pusch. Zu der Zeit las man in Deutschland noch relativ wenig über Social Media Marketing – Social Media an sich etablierte sich ja gerade erst.

So entstand die Idee hinter dem Blog „Social Media Marketing auf Deutsch“ – wir verarbeiteten das Gelesene aus den USA im Kontext Deutschland in Blogbeiträgen und konnten damit das Interesse einer Menge Leute wecken.

Welche Social Media Kanäle nutzen Sie (privat oder beruflich)? Welches Medium hat für Sie welche Vorteile und haben Sie einen Lieblingskanal?

Eine Aufzählung wäre jetzt vielleicht etwas zu viel des Guten. Aber in der Tat können heute viele verschiedene Netzwerke ganz eigene Aufgaben erfüllen und Chancen bieten. Fangen wir bei der unangefochtenen Nummer eins an – Facebook. Der „blaue Riese“ ist mittlerweile zum absoluten Reichweiten-Medium geworden. Alleine in Deutschland erreichen sie mit nur diesem einen Netzwerk knapp 30 Mio. Menschen! Und über die Hälfte von ihnen nutzen Facebook a) mobil und b) mehrmals am Tag. Das ist für Unternehmen – egal ob klein oder groß – eine riesen Chance.

Daneben gibt es aber auch viele weitere spannende Kanäle die meist spezialisiert sind wie z.B. Instagram, Twitter oder Google+. Instagram gehört zwar auch zu Facebook, kann aber über die reine Bildkommunikation seine Nutzer aktuell noch viel stärker aktivieren als Facebook selbst (ebenfalls über Bilder), wie Forrester Research herausfand.

Die Nutzer sind hier auch in einer anderen „Stimmung“ in meinen Augen – offener und eben fokussiert auf eine tolle bildliche Inszenierung. Twitter und Google+ haben ebenso ihre Stärken. Bei Google+ ist es klar die Nähe zur Suchmaschine, aber auch die Fülle an Tools die neben Google+ selbst angeboten werden, wie z.B. Google Hangouts.

Twitter ist bereits im Vergleich zu neueren Netzen wie Instagram oder Google+ eher der „alte Hase“. Für manche Zielgruppen und vor allem für Politik und das aktuelle Zeitgeschehen ist es ein großartiges, öffentliches Medium.

Die meisten Privatpersonen und Unternehmen sind in mindestens einem Netzwerk angemeldet und mehr oder weniger regelmäßig aktiv. Wie sehen Sie den Trend für die Zukunft? Wird diese Nutzung weiter ansteigen? Wird bald wirklich jeder bloggen, posten, twittern? Wird es vielleicht sogar wieder neue Netzwerke geben?

Ich glaube tatsächlich, dass die Nutzung ansteigen wird. Allerdings anders als in den vergangenen Jahren. Ich gehe fest davon aus, dass der Trend klar zu den spezialisierten Netzwerken gehen wird.

Immer mehr Menschen werden Netzwerke, Services und Tools finden, die eine spezielle Funktion für sie erfüllen, ein Problem lösen oder einen Vorteil bringen. Je stärker diese Relevanz, desto höher ist auch die Nutzungsbereitschaft. Location-Based-Services sind ein schönes Beispiel. Auch Facebook bietet diese Funktion an – wie fast jedes Netzwerk. Aber die Relevanz ist in vielen Netzen unterschiedlich.

In Facebook hat die Location erst mal einen generell informierenden Charakter – mehr nicht. Von meinen Facebook Freunden sind vielleicht 25% in meiner direkten geographischen Nähe, also ist es auch nicht so entscheidend wie er die Location bewertet.

Bei Yelp oder Swarm (Foursquare) sieht das schon wieder anders aus. Hier bin ich primär mit Leuten in meinem direkten geographischen Umfeld vernetzt, denn es hat für mich eine größere Relevanz zu erfahren, wie ein Restaurant oder Club ankommt, ob jemand meiner Freunde am Wochenende dort ist usw. Gleiches gilt für viele Aspekte des Lebens bzw. Interessenbereiche.

Ich denke nicht, dass wir alle in 10 Jahren einen eigenen Blog haben, aber es werden mehr Menschen über mehr Netzwerke und Services „Inhalte“ (welcher Art auch immer) erstellen.

daniel hoffmannDaniel Hoffmann ist Director Social Media & Mobile der Cocomore AG in Frankfurt und verantwortlich für Strategie und Konzeption zahlreicher Social Media & Mobile Kampagnen und Apps verschiedener internationaler Marken u.a. von Nestlé, Procter & Gamble und der OTTO Group. Als Gründer und Autor von Socialmedia-blog.de schreibt er regelmäßig zu Social Media Marketing, Social CRM und Social Commerce Themen.

Möchten auch Sie Social Media in Ihrem Unternehmen integrieren? Der Beitrag „Blog, Facebook, Twitter – Social Media im Unternehmen“ hilft Ihnen dabei.

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