Die Lendenwirbelsäule liegt zwischen der Brustwirbelsäule und dem Os sacrum. Klinisch hat dieser Abschnitt der Wirbelsäule eine große Bedeutung, da sie häufiger Ort von Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen ist. Stark eingeschränkt ist vor allem die Rotationsbewegung in diesem Teil des Rückens.
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Von Henry Vandyke Carter – Vertebral column image.- From: Henry Gray (1918) Anatomy of the Human Body (See „Buch“ section below)- Altered by User:Uwe Gille, Gemeinfrei, Link

Die Lendenwirbelsäule (LWS) besitzt fünf Vertebrae lumbales, die von LI bis LV durchnummeriert werden. Die Krümmung in diesem Abschnitt der Wirbelsäule wird als Lumballordose bezeichnet.

Die Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule

Da die Lendenwirbelsäule zu den unteren Abschnitten zählt, lastet hier auf den Wirbelkörpern eine größere Last, als auf den Wirbelkörpern der Brust- oder Halswirbelsäule. Dies hat in der Entwicklung dazu geführt, dass die Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule besonders groß sind. Der Grundriss ist eher bohnenförmig beziehungsweise queroval. Transversal werden in diesem Abschnitt größere Durchmesser als sagittal gemessen.

Die Fortsätze der Lendenwirbelsäule

Der Processus spinosus in diesem Bereich der Wirbelsäule ist gerade nach hinten gerichtet und kann in der Regel gut getastet werden, da er kräftig ausgeprägt ist. Dies erleichtert das Zählen der Segmente für die Lumbalpunktion, die typischerweise in diesem Abschnitt der Wirbelsäule durchgeführt wird. Die Processus transversi haben einen Processus costalis, der ventral liegt und ein Rippenrudiment ist. Der eigentliche Querfortsatz liegt dorsal und ist der Processus accessorius.

Die oberen Gelenkfortsätze haben an ihrer Rückseite einen Processus mammillaris, der als Ursprung sowie Ansatz für die autochtone Rückenmuskulatur dient. Bis auf den fünften Lendenwirbel, dessen Gelenkfläche eher frontal ausgerichtet ist, zeigen die Gelenkflächen eine sagittale Orientierung. Dies führt dazu, dass die Rotation stark eingeschränkt ist und nur zu ungefähr 1° pro Seite möglich ist.

Das Bewegungssegment zwischen fünftem Lendenwirbel und Os sacrum mit der eher frontalen Gelenkfläche ermöglicht hier eine Rotation bis zu 5° pro Seite. Die oberen Gelenkfortsätze (Processus articulares superior) haben konkave nach medial gerichtete Gelenkflächen. Dementsprechend sind die Gelenkflächen der Processus articulares inferior konvex und nach lateral gerichtet.

Prüfungsfragen

Die Lösungen befinden sich unterhalb der Quellenangaben.

1. Warum ist die Rotation in der Lendenwirbelsäule so stark eingeschränkt?

  1. Weil die Gelenkflächen alle frontal ausgerichtet sind.
  2. Weil die Gelenkflächen alle transversal ausgerichtet sind.
  3. Weil die Gelenkflächen alle sagittal ausgerichtet sind.
  4. Weil die Bänder in diesem Abschnitt der Wirbelsäule so stark ausgeprägt sind.
  5. Weil die Wirbelkörper besonders groß sind.

2. Welche Form haben die Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule?

  1. bohnenförmig
  2. rechteckig
  3. quadratisch
  4. rund
  5. schnmetterlingsförmig

3. Wofür dienen die Processus mammillaris?

  1. Sie erleichtern das Zählen der Segmente bei der Lumbalpunktion.
  2. Sie sind Ansatz und Ursprung der autochtonen Rückenmuskulatur.
  3. Sie haben keine Funktion, da sie Rippenrudimente sind.
  4. Sie schränken die Rotation ein.
  5. Sie verteilen die große Last, die auf der Lendenwirbelsäule lastet.


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